Teil der Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft (Band 2318)

Warum Liebe endet

Eine Soziologie negativer Beziehungen
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Inhaltsangabe

Seit zwei Jahrzehnten beschäftigt sich Eva Illouz mit der Frage, wie der Konsumkapitalismus und die Kultur der Moderne unser Gefühls- und Liebesleben transformiert haben. Warum Liebe endet bildet den vorläufigen Abschluss dieses grandiosen Forschungsprojekts und zeigt, warum mit Blick auf unsere sexuellen und romantischen Beziehungen vor allem eines selbstverständlich geworden ist: sich von ihnen zu verabschieden.

Illouz arbeitet heraus, wie es um Beziehungen in Zeiten von Speed-Dating und Tinder, von Gelegenheitssex und Körperkult bestellt ist – und warum insbesondere Frauen die Leidtragenden dieser gleichermaßen sexualisierten wie sexuell befreiten Kultur sind. Zeitgemäßer geht es nicht.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 22.07.2020
  • Autor/Autorin: Eva Illouz
  • Übersetzung: Michael Adrian
  • Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft, Teil 2318
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 5
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 177/107/23 mm
  • Seitenanzahl: 447
  • ISBN: 9783518299180
Pressestimmen
»Eine spannende Lektüre, die auch dann beflügelt, wenn man gerade nicht unter Liebeskummer leidet.«
versalia.de, 20. Juli 2023
»Es ist eine theoretisch tiefgreifende philosophisch-soziologische Analyse über negative Beziehungen, Gelegenheitssex und viele andere Facetten, denen wir im alltäglichen Liebesleben begegnen. ... Eine äußerst empfehlenswerte wissenschaftliche Schrift ...«
Gisela Thiele, socialnet.de, 25. Februar 2019
»Ihre detaillierte, sich konsequent entfaltende Analyse stützt Eva Illouz mit geisteswissenschaftlichen und soziologischen Untersuchungen.«
Dagmara Dzierzan, Bayerische Rundfunk, 15. Dezember 2018
»Eine erhellende Studie, die das moderne Liebeskonzept radikal hinterfragt.«
DIE ZEIT, 29. November 2018
»Was das Internet und der Konsumkapitalismus mit der Liebe machen, hat niemand leidenschaftlicher und präziser analysiert als die israelische Soziologin. Seit zwei Jahrzenten beacktert sie das Thema, Warum Liebe endet bildet den vorläufigen Abschluss ihres Forschungsprojekts.«
Silke Weber, SPIEGEL ONLINE, 3. November 2018
»Eva Illouz' scharfer Blick für Asymmetrien im Geschlechterverhältnis ist weniger die Pointe als die Voraussetzung ihrer ernüchternden Diagnose über den gegenwärtigen Stand der Liebe. ... Auf einfache Thesen lassen sich ihre verschiedenförmigen Beobachtungen nicht reduzieren. Sie drehen sich um die negativen Aspekte dessen, was man seit dem 18. Jahrhundert als Befreiung im positiven Sinn gesehen hat.«
Meike Fessmann, Der Tagesspiegel, 1. November 2018
»Ein neues Buch von Eva Illouz ist immer eine bemerkenswerte Erfahrung. Wie niemand anderes im Feld der Gesellschaftsdiagnostik zielt sie auf Herz und Kopf zugleich. ... Und wie immer bei Illouz gilt: Man wird nicht unbedingt heiterer, wenn man sie liest, aber klüger und wacher in jedem Fall.«
Elke Schmitter, DER SPIEGEL, 27. Oktober 2018
»[Die] liberal-ökonomische Prämisse, nach der jeder alles schaffen könne, wenn er sich nur genug anstrenge ... säuselt aber auch: Wenn es nicht klappen will, ist es nicht die ›wahre‹ Liebe. Ziel jedoch ist nicht der glückliche Mensch, sondern ein nie endendes Begehren, das allein den Markt glücklich macht. Diesen Irrglauben in all seinen Erscheinungsformen als einen solchen zu enttarnen, betrachtet Illouz als ihre Aufgabe.«
Konstantin Nowotny, der Freitag, 25. Oktober 2018
»Das herausragende Buch zu einem höchst aktuellen und dauerpräsenten, aber oft verdrängten Thema ...«
Herbert Padatscher, Bücherrundschau
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Über die Ursprünge des neuen Antisemitismus

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Das alte Gespenst des Antisemitismus ist zurückgekehrt, stellt Eva Illouz mit Blick auf die Entwicklungen der letzten zwei Jahre fest. Insbesondere die Reaktionen der globalen Linken auf das Massaker vom 7. Oktober haben sie schockiert. Wie konnte es passieren, dass so viele Vertreterinnen und Vertreter einer politischen Haltung, die wie keine andere die Menschenwürde ins Zentrum ihres Handelns stellt, ein solches Ereignis derartig herunterspielen?

Bereits in ihrem Essay Der 8. Oktober hat Eva Illouz ihr Unverständnis und ihre Bestürzung über den Mangel an Mitgefühl angesichts der Gräueltaten der Hamas verhandelt. Nun vertieft sie ihre Argumentation und begibt sich auf eine umfassende Suche nach den Ursprüngen dieses Antisemitismus. Sie entdeckt sie in Denkweisen und Weltanschauungen, die von einer Vielzahl von Geisteswissenschaftlern, verschiedenen Fraktionen der Linken und internationalen Organisationen seit Jahren propagiert werden – basierend auf Entwicklungen in der Französischen Theorie und im postkolonialen Diskurs ebenso wie in konkreten politischen und sozialen Prozessen.

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