Teil der Reihe: edition suhrkamp (Band 2780)

Undemokratische Emotionen

Das Beispiel Israel
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Inhaltsangabe
Ist es für einen Herrscher besser, geliebt oder gefürchtet zu werden? Da sich beides schwer vereinen lasse, gibt Machiavelli in Der Fürst, seiner berühmten Abhandlung zu den Grundsätzen der Staatsräson, der Furcht den Vorrang. In ihrem neuen Buch schließt die israelische Soziologin Eva Illouz in zweierlei Hinsicht an Machiavelli an: Sie unterstreicht die Bedeutung von Emotionen in der Politik und arbeitet heraus, wie Rechtspopulisten bestimmte Gefühle instrumentalisieren.
Israel ist seit seiner Gründung wie kaum ein anderes Land von Sicherheitsfragen geprägt. In dieser Situation sei dem langjährigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu das machiavellistische Kunststück gelungen, gerade wegen der Furcht, die er sät, geliebt zu werden. Anhand ausführlicher Interviews mit u. a. Menschenrechtsaktivisten zeigt Illouz, wie Angst und Ressentiment Gesellschaften spalten und die Demokratie unterminieren.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 19.04.2023
  • Autor/Autorin: Eva Illouz
  • Übersetzung: Michael Adrian
  • Reihe: edition suhrkamp, Teil 2780
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 2. Originalausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 178/110/15 mm
  • Seitenanzahl: 259
  • ISBN: 9783518127803
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Von der Autorin des Bestsellers Warum Liebe weh tut
  • Über die politische Manipulation von Gefühlen
Pressestimmen
»Allen, die verstehen möchten, welche politischen Gefühle den Rechtspopulismus nähren, sei dieses Sachbuch ans Herz gelegt. Undemokratische Emotionen ist keine entspannte Nachttischlektüre – intellektuell fordernd und hochaktuell.«
Katrin Börsch, Missy Magazin, 10. Juli 2023
»... dieses Buch [bietet] nicht nur eine erstklassige Einführung in die Theorien über den Rechtspopulismus. Sondern es ist die bislang beste Analyse der allerneuesten Entwicklung des jüdischen Staates.«
Micha Brumlik, DIE ZEIT, 11. Mai 2023
»Nicht nur allen die Israel besser verstehen wollen, sondern auch allen, die den immer weiter erstarkenden Rechtspopulismus in Europa gründlicher begreifen möchten, sei die Lektüre des Buchs dringend empfohlen.«
Jens-Christian Rabe, Süddeutsche Zeitung, 21. April 2023
»Illouz analysiert vier Emotionen, deren Netanjahu sich bedient, um seine Herrschaft aufrechtzuerhalten, [Angst, Abscheu, Ressentiment und Nationalstolz oder Liebe]. ... Wie kann ein Gemisch negativer Gefühle ein erhebendes Gefühl wie Nationalstolz oder gar Liebe erzeugen? Der Vorgang ist erklärungsbedürftig, und überzeugend macht Illouz Netanjahus populistische Machenschaften hinter dieser Transformation sichtbar.«
Jakob Hessing, Der Tagesspiegel, 15. April 2023
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Über die Ursprünge des neuen Antisemitismus

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Das alte Gespenst des Antisemitismus ist zurückgekehrt, stellt Eva Illouz mit Blick auf die Entwicklungen der letzten zwei Jahre fest. Insbesondere die Reaktionen der globalen Linken auf das Massaker vom 7. Oktober haben sie schockiert. Wie konnte es passieren, dass so viele Vertreterinnen und Vertreter einer politischen Haltung, die wie keine andere die Menschenwürde ins Zentrum ihres Handelns stellt, ein solches Ereignis derartig herunterspielen?

Bereits in ihrem Essay Der 8. Oktober hat Eva Illouz ihr Unverständnis und ihre Bestürzung über den Mangel an Mitgefühl angesichts der Gräueltaten der Hamas verhandelt. Nun vertieft sie ihre Argumentation und begibt sich auf eine umfassende Suche nach den Ursprüngen dieses Antisemitismus. Sie entdeckt sie in Denkweisen und Weltanschauungen, die von einer Vielzahl von Geisteswissenschaftlern, verschiedenen Fraktionen der Linken und internationalen Organisationen seit Jahren propagiert werden – basierend auf Entwicklungen in der Französischen Theorie und im postkolonialen Diskurs ebenso wie in konkreten politischen und sozialen Prozessen.

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