G. F. Unger 2399

Fünf staubige Wagen
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Inhaltsangabe

Es war im Mai 1867, als ich meine Brüder zu suchen begann. Im September hörte ich in El Paso, dass sie vor einigen Tagen aus Mexiko gekommen wären und sich in Maggy Persons Etablissement für längere Zeit niedergelassen hätten.

Es war in River Bend am Rio Grande, und die Stadt hatte damals einen sagenhaften Ruf. Dort gab es die schönsten Mädchen auf fünfhundert Meilen in der Runde. Dass meine vier Brüder sich dort ein paar schöne Tage machten, hielt ich für angemessen, denn ich hatte eine hohe Meinung von ihnen, was ihre Männlichkeit betraf. Für meine vier Brüder war stets das Beste gut genug.

So ritt ich nach River Bend. Es waren ja nur siebenundfünfzig Meilen, und die schaffte ich auf meinem Red sozusagen in einem Rutsch. Ich ritt die ganze Nacht durch und passte auf, dass die Apachen mich nicht erwischten. Am nächsten Vormittag klopfte ich an Maggy Persons Tür ...

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 24.10.2026
  • Autor/Autorin: G. F. Unger
  • Reihe: G.F.Unger
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • Format: E-Book
  • Dateiformat: EPUB
  • Kopierschutz: Wasserzeichen
  • Dateigröße: 2.2 MB
  • Verlag: BASTEI LÜBBE
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 9783819804274
  • Lieferung: Download ab 24.10.2026
  • Hinweis: Vorbestellung. Verfügbar per Download ab Erscheinungstag. Kein physischer Versand.
  • Kompatibilität: Kompatibel mit EPUB-fähigen E-Readern und Apps.
Herstellerinformationen
Bastei Lübbe AG
Schanzenstr. 6-20
51063 Köln
DE

Email: produktsicherheit@bastei-luebbe.de

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Nachdem die Kutsche das Trail-House an der Red‑River-Furt erreicht hat und die Passagiere ausgestiegen sind, um sich die Beine zu vertreten oder einen kleinen Imbiss einzunehmen, wendet sich der Fahrer an das blasse Mädchen.
»Weiter kann ich Sie ohne Fahrgeld nicht mitnehmen, Miss«, sagt er bedauernd. »Ich hätte es gern getan, aber leider steigen hier zwei zahlende Passagiere zu, und einer davon wird sowieso schon auf dem Kutschendach mitfahren müssen. Tut mir leid, Miss, aber für Sie ist hier Endstation.«
Jessica Malorny, der man ansieht, dass sie eine längere Zeit sehr krank gewesen ist, presst die Lippen zusammen und nickt stumm. Seit sie vor zwei Jahren von daheim fortlief, hat sie sich das Betteln längst abgewöhnt. Sie begriff ziemlich schnell, dass man auf dieser Erde für alles seinen Preis zahlen muss.
Tapfer holt sie ihr weniges Gepäck aus dem Gepäckkasten der Kutsche und wendet sich mit den zwei nur halb gefüllten Taschen dem Hauptgebäude der Station - dem sogenannten Trail-House - zu, um den anderen zu folgen.
Ihr ist schwer ums Herz, aber sie kann unmöglich ahnen, dass dieser Ort die Hölle für sie sein wird ...

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