G. F. Unger 2207

Das harte Spiel
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Inhaltsangabe

Es war schon Nacht, als wir die Wasserscheide des Passes erreichten und der Fahrer das Sechsergespann kurz verschnaufen ließ.
Da tauchten plötzlich aus dem dunklen Schattenbereich der Felsen sechs oder sieben Reiter auf. Eine scharfe Stimme rief: »Jorge, macht nur keine Dummheiten, du und dein Begleitmann!«
Das war die einzige Warnung.
Dann fluchte der Begleitmann auf dem Bock. Man konnte am Klang seiner Stimme hören, dass er kämpfen wollte. Ich sah ihn nicht, konnte mir aber vorstellen, wie er das Parker-Schrotgewehr hochriss. Aber zuvor blitzten Mündungsfeuer auf, ein Revolver krachte zweimal. Dann erst war das Donnern der Schrotflinte zu hören. Ich bezweifelte, dass der Begleitmann noch einen der Banditen getroffen hatte. Denn im nächsten Augenblick stürzte er von seinem hohen Sitz.
In der Kutsche waren außer mir noch einige andere raue Burschen, die mit zumindest einem Revolver bewaffnet waren. Doch wir alle unternahmen nichts. Wir hatten dafür unsere Gründe ...

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 21.02.2023
  • Autor/Autorin: G. F. Unger
  • Reihe: G.F.Unger
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • Format: E-Book
  • Dateiformat: EPUB
  • Kopierschutz: Wasserzeichen
  • Dateigröße: 1 MB
  • Verlag: BASTEI LÜBBE
  • Sprache: Deutsch
  • Umfang: 64 Seiten
  • ISBN: 9783751745932
  • Lieferung: Sofort per Download
  • Hinweis: Sofort per Download lieferbar. Kein physischer Versand.
  • Kompatibilität: Kompatibel mit EPUB-fähigen E-Readern und Apps.
Herstellerinformationen
Bastei Lübbe AG
Schanzenstr. 6-20
51063 Köln
DE

Email: produktsicherheit@bastei-luebbe.de

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Nachdem die Kutsche das Trail-House an der Red‑River-Furt erreicht hat und die Passagiere ausgestiegen sind, um sich die Beine zu vertreten oder einen kleinen Imbiss einzunehmen, wendet sich der Fahrer an das blasse Mädchen.
»Weiter kann ich Sie ohne Fahrgeld nicht mitnehmen, Miss«, sagt er bedauernd. »Ich hätte es gern getan, aber leider steigen hier zwei zahlende Passagiere zu, und einer davon wird sowieso schon auf dem Kutschendach mitfahren müssen. Tut mir leid, Miss, aber für Sie ist hier Endstation.«
Jessica Malorny, der man ansieht, dass sie eine längere Zeit sehr krank gewesen ist, presst die Lippen zusammen und nickt stumm. Seit sie vor zwei Jahren von daheim fortlief, hat sie sich das Betteln längst abgewöhnt. Sie begriff ziemlich schnell, dass man auf dieser Erde für alles seinen Preis zahlen muss.
Tapfer holt sie ihr weniges Gepäck aus dem Gepäckkasten der Kutsche und wendet sich mit den zwei nur halb gefüllten Taschen dem Hauptgebäude der Station - dem sogenannten Trail-House - zu, um den anderen zu folgen.
Ihr ist schwer ums Herz, aber sie kann unmöglich ahnen, dass dieser Ort die Hölle für sie sein wird ...

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