G. F. Unger 2205

Gold River
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Inhaltsangabe

»Bist du tatsächlich eine russische Gräfin, Natascha?« John Caine fragt es staunend.
»So wie du ein Trapper und Bergläufer bist«, erwidert die dunkelhaarige und grünäugige Schönheit und lächelt ein wenig nachsichtig über so viel Unglauben in John Caines Stimme.
Er grinst nun und hebt prostend sein Glas.
»Dann trinken wir auf dein blaues Blut, Gräfin.« Er lacht. »O Moses, dass ich mal mit einer echten Gräfin im Bett das Paradies erleben würde, hätte ich mir im Traum nicht einfallen lassen, hahaha!«
Er ist schon ein wenig angetrunken. Deshalb ist er vergnügt und albern.
Er ist ein Bursche, der nach einem langen Jagdwinter eine ganze Menge Edelpelze nach Fort Buford bringen konnte und überdies auch noch seinen Skalp behielt.
Und um dieses Glück zu feiern, ging er in diese Etablissement.
Wer kann das einem Bergläufer und Trapper verdenken, der viele Monate in der Einsamkeit zubringe musste?

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 07.02.2023
  • Autor/Autorin: G. F. Unger
  • Reihe: G.F.Unger
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • Format: E-Book
  • Dateiformat: EPUB
  • Kopierschutz: Wasserzeichen
  • Dateigröße: 1.1 MB
  • Verlag: BASTEI LÜBBE
  • Sprache: Deutsch
  • Umfang: 64 Seiten
  • ISBN: 9783751745918
  • Lieferung: Sofort per Download
  • Hinweis: Sofort per Download lieferbar. Kein physischer Versand.
  • Kompatibilität: Kompatibel mit EPUB-fähigen E-Readern und Apps.
Herstellerinformationen
Bastei Lübbe AG
Schanzenstr. 6-20
51063 Köln
DE

Email: produktsicherheit@bastei-luebbe.de

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Nachdem die Kutsche das Trail-House an der Red‑River-Furt erreicht hat und die Passagiere ausgestiegen sind, um sich die Beine zu vertreten oder einen kleinen Imbiss einzunehmen, wendet sich der Fahrer an das blasse Mädchen.
»Weiter kann ich Sie ohne Fahrgeld nicht mitnehmen, Miss«, sagt er bedauernd. »Ich hätte es gern getan, aber leider steigen hier zwei zahlende Passagiere zu, und einer davon wird sowieso schon auf dem Kutschendach mitfahren müssen. Tut mir leid, Miss, aber für Sie ist hier Endstation.«
Jessica Malorny, der man ansieht, dass sie eine längere Zeit sehr krank gewesen ist, presst die Lippen zusammen und nickt stumm. Seit sie vor zwei Jahren von daheim fortlief, hat sie sich das Betteln längst abgewöhnt. Sie begriff ziemlich schnell, dass man auf dieser Erde für alles seinen Preis zahlen muss.
Tapfer holt sie ihr weniges Gepäck aus dem Gepäckkasten der Kutsche und wendet sich mit den zwei nur halb gefüllten Taschen dem Hauptgebäude der Station - dem sogenannten Trail-House - zu, um den anderen zu folgen.
Ihr ist schwer ums Herz, aber sie kann unmöglich ahnen, dass dieser Ort die Hölle für sie sein wird ...

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