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Inhaltsangabe
Jeder fünfte Mensch ist neurodivergent und lebt mit Legasthenie, ADHS, Autismus oder Dyspraxie. Beschrieben werden sie fast nur über das, was sie angeblich nicht können. David Flink, der selbst Legasthenie und ADHS hat, hält dagegen. Er leitete drei Jahrzehnte die größte Organisation für neurodivergente Jugendliche in den USA und interviewte Hunderte Berufstätige. Immer wieder stieß er auf dieselben sieben Stärken: Regeln brechen, sich vertiefen, das Ganze sehen, das Entscheidende bemerken, weiterdenken, Brücken bauen, nicht aufgeben. Flink gibt ihnen Namen und zeigt, was sie im Job bewegen.
Wenn David Flink in der Schule vorlesen sollte, fiel er absichtlich vom Stuhl oder riss einen blöden Witz. Dann flog er raus und galt als schwieriger Schüler. Das ließ sich leichter aushalten, als für dumm gehalten zu werden. Flink hat Legasthenie und ADHS, und wie etwa jeder fünfte Mensch verarbeitet er Informationen anders als die Mehrheit.
Irgendwann ist die Schule vorbei, aber das Gefühl bleibt. Aus der Vorlesestunde wird das Meeting, in dem jemand mitschreiben soll, aus dem Stillsitzen das Vorstellungsgespräch, in dem Blickkontakt als Charakterzeugnis durchgeht. Viele tarnen sich deshalb jeden Tag aufs Neue. Das kostet Kraft, die für die Arbeit fehlt.
Flink leitete drei Jahrzehnte die größte US-Organisation für neurodivergente Jugendliche. Für dieses Buch traf er Hunderte Berufstätige: Ärztinnen, Comedians, Programmierer, Börsenhändlerinnen. Darunter ist Darren Haas, der Siri miterfand, weil er ein Werkzeug brauchte, das ihm zuhörte, wenn Lesen und Tippen zu mühsam wurden.
Aus solchen Geschichten hat Flink sieben Stärken herausgearbeitet, die unter neurodivergenten Menschen auffällig häufig vorkommen. Regelbrecher stellen Vorschriften infrage, die niemandem nützen. Spezialistinnen graben sich in ein Thema und werden darin unschlagbar. Entdecker sehen den Wald, wo andere Bäume zählen. Spürnasen bemerken das eine Detail, das alles verändert. Weiterdenker haben zehn Ideen, wo eine erwartet wird. Brückenbauer bringen Menschen zusammen, die sich sonst nie begegnet wären. Kämpfernaturen geben nicht auf, weil sie das Aufgeben früh verlernt haben.
Niemand bringt alle sieben mit, aber zwei oder drei wirst du wiedererkennen, bei dir selbst, bei deinem Kind, bei einer Kollegin. Wer für seine Fähigkeiten Worte hat, kann sie benennen, einfordern und nutzen.
Einige Unternehmen haben das begriffen und handeln danach. SAP stellt seit über zehn Jahren gezielt autistische Fachkräfte ein. Einer von ihnen erfasste Rechnungen von Hand, bekam von seinen Vorgesetzten Zeit für eine eigene Idee und baute ein Programm, das den Rechnungslauf von drei Tagen auf 20 Minuten verkürzte.
Das Buch zeigt,
- woran du deine eigenen Stärken erkennst und wie du sie benennst,
- warum Masking im Job so erschöpft und was du gewinnst, wenn du damit aufhörst,
- was Menschen mit Legasthenie, ADHS und Autismus in Geheimdiensten, Kliniken oder an der Börse leisten,
- welche Unternehmen ihre Arbeit auf andere Köpfe umgestellt haben und was sich dadurch verändert hat
- und wie du anderen erklärst, was du kannst, ohne dich zu rechtfertigen.
Ein Buch für alle, die anders denken, für ihre Familien und für alle, die mit ihnen arbeiten. Es ersetzt den Blick auf das Fehlende durch eine gemeinsame Sprache.
Produktdetails
- Erscheinungsdatum: 27.04.2027
- Autor/Autorin: David Flink
- Einband: Hardcover
- Auflage: 1. Auflage
- Verlag: Yes Publishing
- Sprache: Deutsch
- Seitenanzahl: 350
- ISBN: 9783969054932
- Neurodivergentes Denken als Stärke im Job – für neurodivergente Beschäftigte und ihre Arbeitgeber
- Geschichten von Menschen mit Legasthenie, ADHS und Autismus, die Siri miterfanden oder die Finanzkrise voraussahen
- Mit Beispielen von SAP und Microsoft, die gezielt neurodivergente Fachkräfte einstellen
- Vom Gründer der Neurodiversity Alliance, der größten US-Organisation für neurodivergente Jugendliche
Herstellerinformationen
Türkenstraße 89
80799 München
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Email: info@yes-publishing.de










