»Wie Sie mir auf den Leib rücken!«

Interviews und Gespräche
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Inhaltsangabe

Schriftsteller sind beliebte Interviewpartner, aus zweierlei Gründen: Man erhofft sich von ihnen Aufschluss über ihre eigenen Werke und Aufklärung über die allgemeine Weltlage. Das Schriftstellerinterview ist eine Fortsetzung der Literatur mit den Mitteln der Mediensprache. Es lebt von der Unmittelbarkeit, mit der sich Schriftsteller zu Wort melden und zu literarischen, gesellschaftlichen und politischen Themen Stellung beziehen.

Max Frisch war der Inbegriff eines Schriftstellers, der sich einmischt und gehört wird. Er hat unzählige Interviews gegeben, obwohl er sie eigentlich gar nicht mochte. Umso virtuoser beherrschte er sie: Er war ein master conversationalist, wie sich Jodi Daynard ausdrückt, die ihn in den achtziger Jahren drei Tage lang interviewte.

Nun erscheint erstmals eine Auswahl der besten Interviews und Gespräche mit Max Frisch. Einige davon werden zum ersten Mal überhaupt oder zum ersten Mal in voller Länge oder zum ersten Mal in deutscher Sprache veröffentlicht. Im Gespräch über Themen wie Vernunft und Utopie, Ideologie und Kritik, Hass und Gewalt, aber auch über Fakt und Fiktion, Poesie und Polemik werden Fragen beantwortet, die bis heute aktuell sind.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 12.04.2017
  • Autor/Autorin: Max Frisch
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 204/128/25 mm
  • Seitenanzahl: 237
  • ISBN: 9783518425848
Pressestimmen
»Diese Gespräche zeigen einen sympathischen und erstaunlich uneitlen Autor, der auch das Geheimnis verrät, wie man unter dem Druck des Weltruhms produktiv bleibt ...«
Wolfgang Schneider, Deutschlandfunk Kultur, 8. Juni 2017
»... die Auswahl ist stimmig und liest sich gut.«
Claudio Campagna, NDR, 10. Mai 2017
»Interviews waren ihm unangenehm und gleichzeitig eine willkommene Gelegenheit zum Selbstgespräch. Wie Max Frisch dabei sein politisches Denken und sein literarisches Schaffen immer wieder überprüft und revidiert – das ist ein faszinierendes Zeitdokument.«
Hansruedi Kugler, Luzerner Zeitung, 9. Mai 2017
»Auch Max Frisch mochte sich nicht gerne in Interviews ausfragen lassen – als Gesprächspartner glänzte er dafür umso mehr. … Nicht nur Kenner der Kunst von Max Frisch werden also großen Erkenntnisgewinn aus dem neuen, von Literaturwissenschaftler Thomas Strässle wunderbar edierten Gesprächsband ziehen.«
Björn Gauges, Fuldaer Zeitung, 22. April 2017
»... Max Frisch geht immer.«
Michael Wüstfeld, Sächsische Zeitung, 7. April 2017
»Ein Autor, der Leben und Schreiben existenziell miteinander verknüpft hat.«
Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
»... zu jedem Interview liefert [Strässle] eine fundierte Einführung.«
Frank von Niederhäusern, kulturtipp
»Liest man die Interviews und Gespräche heute im Zusammenhang, dann erstaunt die literarische Kompetenz und die politische Hellsichtigkeit Frischs.«
Ronald Schneider, ekz.bibliotheksservice
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Neben der Korrespondenz von Max Frisch und Peter Suhrkamp umfasst der Band auch Briefe von Suhrkamps Frau Annemarie Suhrkamp-Seidel sowie von weiteren Verlagsangehörigen. Sie geben Einblick in die kollaborative Arbeitsweise, die für die verlegerische Praxis kennzeichnend ist. Kommentar und Nachwort ordnen die Briefe in ihre biographischen und historischen Zusammenhänge ein.

In Peter Suhrkamp, dem zwanzig Jahre älteren Verleger aus Deutschland, fand der aufstrebende Schweizer Autor Max Frisch einen Mentor und Freund. Sein Tagebuch 1946-1949 erschien gleich im ersten Programm des 1950 neugegründeten Suhrkamp Verlags. Bis ins Jahr 1959, als der durch die Haft im Konzentrationslager schwer gezeichnete Suhrkamp starb, reicht der umfangreiche Briefwechsel. Der Verleger begleitete die Entstehung von Romanen wie Stiller und Homo faber, hielt mit Kritik nicht zurück und setzte sich für die Verbreitung von Stücken wie Biedermann und die Brandstifter ein. Unter seinen »freundschaftlichen Fittichen« gelang Frisch der Durchbruch zum Weltautor.

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