Werke. Frankfurter Ausgabe in sieben Bänden

5: Briefe I
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Inhaltsangabe

Briefe I zeigt die Stationen des jungen Joyce in Dublin, Paris, Triest, Pola, Rom und Zürich. Zu den eindrucksvollsten Zeugnissen gehören die werbenden Briefe des Zweiundzwanzigjährigen an Nora Barnacle und fünf Jahre später dann die alternierend vor Eifersucht tobenden und in skatologischer Sehnsucht sich verzehrenden Brandschreiben Joyces. Den größten Raum nehmen im vorliegenden Band die Briefe an den Bruder Stanislaus ein, in denen sich neben lakonischen Aufforderungen, Geld zu beschaffen - unschätzbare Kommentare zum Werk finden. Ein weiterer Komplex sind die Briefe an Verleger, vor allem an Gram Richards, der Dubliners 1906 zur Veröffentlichung angenommen hatte, jahrelang aus Angst vor dem Drucker und der Öffentlichkeit die Publikation nicht wagte, und das Buch endlich 1914 doch herausbrachte. Ein letzter Komplex schließlich sind die Briefe an Schriftstellerkollegen, die meist die doppelte Rolle von Freunden und Förderern zu spielen hatten, Briefe also an Yeats, Lady Gregory, Arthur Symons, später an Pound und Eliot usw. Eine wichtige Zutat des Bandes ist, daß auch einige Briefe an Joyce aufgenommen sind, Briefe von Stanislaus, Yeats, Pound usw. Am aufschlußreichsten sind in dem Zusammenhang die Briefe von der Mutter und von Nora.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 08.10.1969
  • Autor/Autorin: James Joyce
  • Übersetzung: Kurt Heinrich Hansen (aus dem Englischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/135/40 mm
  • Seitenanzahl: 622
  • ISBN: 9783518033906
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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In einer ersten Rezension las man im Juni 1914 im Manchester Guardian: »Eine Vielzahl kleiner Sünden verbirgt sich in diesen Skizzen des Dubliner Lebens. Durch James Joyce' Texte zieht langsam eine Prozession deprimierter Gestalten, kleine Angestellte, Saufbrüder, Dienstmädchen, Pensionswirtinnen, die alle ihre Fröhlichkeit durch die Sünde oder den Gedanken an die Sünde bewahren. In der ersten Skizze ist ein Priester übergeschnappt, weil er einmal einen Abendmahlskelch fallen ließ . . . Dann liebt ein Bankkassierer eine verheiratete Frau, unterdrückt seine Liebe und läßt es zu, daß die Frau dem Trunk verfällt. Ein verkommener Schmarotzer schwatzt einem Dienstmädchen zehn Schilling ab. Ein Angestellter wird dazu gebracht, die Tochter seiner Wirtin zu heiraten. Das sind die Geschichten des Mr. Joyce, aber sie sind mit echter Kunstfertigkeit geschrieben, die weder beschönigt noch verdammt, die nicht einmal moralisch abwägt. Diese Dinge sind so.«

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