Teil der Reihe: edition suhrkamp (Band 2768)

Warum hassen wir die Lyrik?

Essay
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Inhaltsangabe

Die Lyrik wird heftig denunziert wie keine andere Kunstform sonst. Sogar die Dichter:innen selbst scheinen sie zu missbilligen »Darin, dass sie Lyrik hassen, sind sich viel mehr Menschen einig, als sich darüber einigen können, was Lyrik überhaupt ist.«, schreibt Ben Lerner. »Ich mag sie auch nicht, habe aber mein Leben weitgehend um sie herum organisiert und empfinde das nicht als Widerspruch, weil Gedichte und der Hass auf die Lyrik für mich unentwirrbar miteinander verknüpft sind.« Auf welche Weise sie miteinander verknüpft sind, das wird hier in einem straffen Panorama skizziert.

Ben Lerner nimmt die Argumente der größten Lyrikfeinde in Augenschein, er lässt die besten und die schlechtesten Dichter:innen zu Wort kommen und erschließt uns beiläufig neuartige Perspektiven auf die Werke von Keats, Dickinson, McGonagall, Whitman und etlichen anderen. Und dabei versucht er, den grundsätzlich ehrenwerten Anspruch im Kern eines jeden Gedichts zu veranschaulichen – an dem die wahrhaft guten und die sagenhaft schlechten letztlich gleichermaßen scheitern.

Hassen wir die Lyrik, weil wir sie nicht verstehen? Oder hassen wir die Lyrik, weil sie Lyrik ist? Ben Lerner hat die originelle, aufschluss- und voltenreiche Verteidigung einer Gattung geschrieben, die seit 2500 Jahren inkriminiert wird.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 20.04.2021
  • Autor/Autorin: Ben Lerner
  • Übersetzung: Nikolaus Stingl
  • Reihe: edition suhrkamp, Teil 2768
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 176/106/8 mm
  • Seitenanzahl: 100
  • ISBN: 9783518127681
Darum lohnt sich dieses Buch

Eine leidenschaftliches Plädoyer für die Lyrik

Pressestimmen
»Lerners Gedichte sind genial ...«
Anne-Sophie Balzer, Berliner Zeitung, 20. Juni 2021
»Der amerikanische Autor Ben Lerner legt intellektuell hochdosierte Gedichte vor ...«
Ulrich Rüdenauer, Badische Zeitung, 19. Juni 2021
»Nun kann hierzulande [Lerners] Werk als Lyriker entdeckt werden: dank eines zweisprachigen Sammelbandes [No Art] und der Übersetzung des großen Essays von Lerner mit dem Titel Warum hassen wir die Lyrik? Dabei kann man diese Dichtung nur lieben.«
Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Mai 2021
»Eine der besten Abrechnungen mit Lyrik. Und eine ihrer verblüffendsten Verteidigungen.«
The New Yorker
»Ein kluges, unterhaltsames, erkenntnisförderndes Buch, mit autobiographischen Querverweisen auf das Leben des außergewöhnlichen US-amerikanischen Dichters Ben Lerner.«
Joachim Dicks, NDR
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Ben Lerner ist einer der klügsten und innovativsten amerikanischen Dichter der Gegenwart. No Art zeigt das breite Spektrum lyrischer Formate, das Lerner beherrscht und fortwährend weiterentwickelt: das zerstörte Sonett, das poetische Denkbild, die gestisch verschobene Elegie, die Rekombination und Variation von Reden und sprachlichen Gesten über den einzelnen Text hinaus. Wiederkehrende Themenbereiche, Vertextungsverfahren und sprachliche Referenzsysteme werden sichtbar, an erster Stelle eine doppelte Auseinandersetzung: mit der kulturellen und politischen Gegenwart der Vereinigten Staaten und der Frage, wie sich denkend und sprechend darauf zugreifen lässt. Alexander Kluge bescheinigt Lerners Gedichten »einen völlig autonomen Duktus und Rhythmus« und schreibt in seinem Vorwort: »Zugleich finden sich in dieser Strömung von Worten blitzartig hochkonzentrierte Funken an Information, an Witz und inhaltlicher Präzision. So treffen hier Ideale der Kritischen Theorie (…) mit einer gediegenen New Yorker Modernität zusammen.«

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