Transkription

Roman | »Der beste Schriftsteller seiner Generation« The New York Times | Obamas Leseliste Sommer 2026
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Inhaltsangabe

Transkription ist ein smarter, witziger und wendiger Roman über uns und die Geräte, die unsere Gefühle, Erfahrungen und Beziehungen formatieren – und immer tiefer in das eingreifen, was wir für uns selbst halten.

Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen, diesem überlebensgroßen Urgestein der Kunstszene, Vater seines besten College-Freundes. Vor dem Termin fällt ihm allerdings im Hotel das Smartphone ins Klo, und er kommt ohne Aufnahmegerät zum Interview. Was er aus Gründen, die ihm selbst nicht klar sind, nicht zugeben kann oder will.
Daraus entwickelt sich eine turbulente Geschichte mit bizarren Folgen, das emotionale Drama – nicht nur – dreier Männer, die mit der Frage kämpfen, was es heißt, in dieser unseren wackeligen Wirklichkeit (was ist das eigentlich, Wirklichkeit?), ein guter Freund, ein guter Vater und überhaupt ein guter Mensch zu sein.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 11.03.2026
  • Autor/Autorin: Ben Lerner
  • Übersetzung: Nikolaus Stingl (aus dem Englischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 4. Deutsche Erstausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 208/132/17 mm
  • Seitenanzahl: 152
  • ISBN: 9783518432754
Darum lohnt sich dieses Buch

Erscheint in über 20 Ländern

Pressestimmen
»Für alle, die Lust auf ein kluges und zugleich unterhaltsames Buch haben, das sich gekonnt mit unserer Gegenwart auseinandersetzt. ... Ein kleines Meisterwerk.«
WDR 2, 26. Juli 2026
»... eine rasante Fahrt auf der Hochschaubahn eines Textes, der sich immer selbst dabei zuschaut, wie er die gefühlte Realität eins ums andere Mal um ein paar Grad wegkippt. Toll!«
Georg Leyrer, Der Kurier, 6. Juli 2026
»Der beste Roman dieses Frühjahrs, gelehrt ironisch, verdichtet und genial konstruiert ...«
Richard Kämmerlings, WELT AM SONNTAG, 5. Juli 2026
»Das Erstaunliche an diesem Buch ist die traumwandlerische Leichtigkeit und die Sprachlust, mit der Lerner unser Verhältnis zu Medien reflektiert und gleichzeitig sinnlich spürbar macht. Der US-Autor beobachtet genau, aber mit Humor und Menschenliebe. ... Einen so gewitzten Medienroman wie Transkription hat man noch nicht gelesen.«
Martina Läubli, NZZ am Sonntag, 28. Juni 2026
»Es beginnt ein flirrendes Hin und Her zwischen Kunst und Wirklichkeit, Lüge und Wahrheit, Gegenwart und Vergangenheit. ... Orte und Zeiten verwischen. Die Irritation ist perfekt. Dazu braucht es keine moderne Technik. Sprache genügt. Vorausgesetzt, einer hantiert damit so leichtfüßig und raffiniert zugleich wie Ben Lerner.«
Karin Großmann, Sächsische Zeitung, 28. Juni 2026
»Es ist das beste Buch, das ich bisher in diesem Jahr gelesen habe. Die Geschichte ist im klassischen Sinne spannend und Ben Lerner spitzt sie immer weiter zu.«
Thomas Böhm, rbb, 25. Juni 2026
»Die 160 Seiten von Lerners Roman sind so dicht und gut, man will nicht, dass es zu Ende ist.«
Nora Zukker, Basler Zeitung, 24. Juni 2026
»Das ist große Literatur! Ein Buch aus dem echten Leben.«
Frankfurter Rundschau, 23. Juni 2026
»Transkription ist eine literarische Karussellfahrt ... In pointierten Miniaturen fächert Lerner ganze Lebenswelten auf.«
Florian Schmid, neues deutschland, 23. Juni 2026
»Ein Buch über viel mehr als die Abhängigkeit vom Smartphone.«
SR Kultur, 29. Mai 2026
»[Lerners] Romane, seine Essays und seine Lyrik verhandeln auf höchstem Niveau Fragen der Gegenwart, ohne sich dabei in intellektuelle Abgehobenheit zu verschrauben. Das liest sich gut, ist voller abstruser Geschichten und hat den Drive einer fast ungebremsten Entdeckungslust. So ist es auch im neuen Buch, dessen inhaltliche Dichte auf schönste handlungsökonomische Beschränkung trifft.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 8. Mai 2026
»Selten hat man einen Roman gelesen, der so kunstvoll mit seinen Spiegelungen und Traumlogiken spielt.«
Christoph Schreiner, Pfälzischer Merkur, 7. Mai 2026
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Warum hassen wir die Lyrik?

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Die Lyrik wird heftig denunziert wie keine andere Kunstform sonst. Sogar die Dichter:innen selbst scheinen sie zu missbilligen »Darin, dass sie Lyrik hassen, sind sich viel mehr Menschen einig, als sich darüber einigen können, was Lyrik überhaupt ist.«, schreibt Ben Lerner. »Ich mag sie auch nicht, habe aber mein Leben weitgehend um sie herum organisiert und empfinde das nicht als Widerspruch, weil Gedichte und der Hass auf die Lyrik für mich unentwirrbar miteinander verknüpft sind.« Auf welche Weise sie miteinander verknüpft sind, das wird hier in einem straffen Panorama skizziert.

Ben Lerner nimmt die Argumente der größten Lyrikfeinde in Augenschein, er lässt die besten und die schlechtesten Dichter:innen zu Wort kommen und erschließt uns beiläufig neuartige Perspektiven auf die Werke von Keats, Dickinson, McGonagall, Whitman und etlichen anderen. Und dabei versucht er, den grundsätzlich ehrenwerten Anspruch im Kern eines jeden Gedichts zu veranschaulichen – an dem die wahrhaft guten und die sagenhaft schlechten letztlich gleichermaßen scheitern.

Hassen wir die Lyrik, weil wir sie nicht verstehen? Oder hassen wir die Lyrik, weil sie Lyrik ist? Ben Lerner hat die originelle, aufschluss- und voltenreiche Verteidigung einer Gattung geschrieben, die seit 2500 Jahren inkriminiert wird.

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