No Art

Poems / Gedichte | Zweisprachige Ausgabe
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Inhaltsangabe

Ben Lerner ist einer der klügsten und innovativsten amerikanischen Dichter der Gegenwart. No Art zeigt das breite Spektrum lyrischer Formate, das Lerner beherrscht und fortwährend weiterentwickelt: das zerstörte Sonett, das poetische Denkbild, die gestisch verschobene Elegie, die Rekombination und Variation von Reden und sprachlichen Gesten über den einzelnen Text hinaus. Wiederkehrende Themenbereiche, Vertextungsverfahren und sprachliche Referenzsysteme werden sichtbar, an erster Stelle eine doppelte Auseinandersetzung: mit der kulturellen und politischen Gegenwart der Vereinigten Staaten und der Frage, wie sich denkend und sprechend darauf zugreifen lässt. Alexander Kluge bescheinigt Lerners Gedichten »einen völlig autonomen Duktus und Rhythmus« und schreibt in seinem Vorwort: »Zugleich finden sich in dieser Strömung von Worten blitzartig hochkonzentrierte Funken an Information, an Witz und inhaltlicher Präzision. So treffen hier Ideale der Kritischen Theorie (…) mit einer gediegenen New Yorker Modernität zusammen.«

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 20.04.2021
  • Autor/Autorin: Ben Lerner
  • Übersetzung: Steffen Popp, Monika Rinck (aus dem Englischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Englisch
  • Größe (L/B/H): 220/140/35 mm
  • Seitenanzahl: 512
  • ISBN: 9783518429914
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Gedichte vom meistbesprochenen amerikanischen Autor unserer Zeit
  • Zweisprachige Ausgabe
Pressestimmen
»Lerners Gedichte sind genial ...«
Anne-Sophie Balzer, Berliner Zeitung, 20. Juni 2021
»Der amerikanische Autor Ben Lerner legt intellektuell hochdosierte Gedichte vor ...«
Ulrich Rüdenauer, Badische Zeitung, 19. Juni 2021
»Nun kann hierzulande [Lerners] Werk als Lyriker entdeckt werden: dank eines zweisprachigen Sammelbandes [No Art] und der Übersetzung des großen Essays von Lerner mit dem Titel Warum hassen wir die Lyrik? Dabei kann man diese Dichtung nur lieben.«
Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Mai 2021
»Lerner integriert Kunstgeschichte, Geschichte und Politik in eine natürliche Struktur so, dass diese zu vibrieren beginnt ...«
Jan Kuhlbrodt, signaturen-magazin.de, 20. Mai 2021
»Wie Ben Lerner mit seinen lyrischen ›Strukturerfahrungen‹ sein poetologisches, aber eben auch ein gesellschaftliches Dilemma vorführt, und wie Steffen Popp auch in seiner Zusammenarbeit mit Monika Rick für diese entschiedenen Gedichte im Deutschen ebenso entschiedene Entsprechungen gefunden hat, macht Eindruck.«
Insa Wilke, Süddeutsche Zeitung, 4. Mai 2021
»... eine anregende, verdrehte Liebeserklärung.«
Maja Beckers, DIE ZEIT, 21. April 2021
»[Alexander] Kluge hat Gedichtzeilen von Lerner als Ausgangspunkt für mehrere seiner Mikroerzählungen genommen. Und genau das sind Ben Lerners Gedichte auch, Autobahnabfahrten, die man noch nie genommen, oder Abzweigungen, die man bisher nicht wahrgenommen hat.«
ORF, 21. April 2021
»Wie ein Teleskop, das unvergessliche Bilder der inneren und äußeren Welten in höchster Auflösung zur Anschauung bringt.«
The New York Review of Books
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Warum hassen wir die Lyrik?

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Die Lyrik wird heftig denunziert wie keine andere Kunstform sonst. Sogar die Dichter:innen selbst scheinen sie zu missbilligen »Darin, dass sie Lyrik hassen, sind sich viel mehr Menschen einig, als sich darüber einigen können, was Lyrik überhaupt ist.«, schreibt Ben Lerner. »Ich mag sie auch nicht, habe aber mein Leben weitgehend um sie herum organisiert und empfinde das nicht als Widerspruch, weil Gedichte und der Hass auf die Lyrik für mich unentwirrbar miteinander verknüpft sind.« Auf welche Weise sie miteinander verknüpft sind, das wird hier in einem straffen Panorama skizziert.

Ben Lerner nimmt die Argumente der größten Lyrikfeinde in Augenschein, er lässt die besten und die schlechtesten Dichter:innen zu Wort kommen und erschließt uns beiläufig neuartige Perspektiven auf die Werke von Keats, Dickinson, McGonagall, Whitman und etlichen anderen. Und dabei versucht er, den grundsätzlich ehrenwerten Anspruch im Kern eines jeden Gedichts zu veranschaulichen – an dem die wahrhaft guten und die sagenhaft schlechten letztlich gleichermaßen scheitern.

Hassen wir die Lyrik, weil wir sie nicht verstehen? Oder hassen wir die Lyrik, weil sie Lyrik ist? Ben Lerner hat die originelle, aufschluss- und voltenreiche Verteidigung einer Gattung geschrieben, die seit 2500 Jahren inkriminiert wird.

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