Sepp

Mein Leben auf Halbdistanz | Eine intellektuelle Autobiographie | Begegnungen mit Stars der Geisteswissenschaften und weltbekannten Sportlern
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Inhaltsangabe

Weder für das Lesen noch für das Schreiben habe er eine Leidenschaft, behauptet Hans Ulrich Gumbrecht, und doch gehört er zu den bedeutendsten und produktivsten Geisteswissenschaftlern der Gegenwart. In ironischer Halbdistanz blickt der emeritierte Stanford-Professor auf mehr als ein halbes Jahrhundert Lebensgeschichte zurück. Alles beginnt 1948 im zerbombten Würzburg, aber schon bald lockt ihn sein Ehrgeiz auf eine atemberaubende Reise rund um den Globus. Am berühmten Lycée Henri IV eifert er im Paris der 1960er Jahre dem Habitus französischer Intellektueller nach, in Salamanca beginnt er zu schreiben, an der Copacabana spürt er die Präsenz der Vergangenheit und im Silicon Valley erlebt er die Geburt einer neuen Form des Denkens.

Mit charmanter Unbescheidenheit und in strahlender Intensität beschwört Gumbrecht Szenen für die Ewigkeit herauf: einen Sündenfall vor der Erstkommunion, Lunch mit Michel Foucault, drei Sätze mit Neymar, eine Gefängnisnacht in San José und einen Puma im Schnee der Anden. So entsteht das Bild eines Intellektuellenlebens, dessen Kraft sich am Ende nicht in abstrakten Urteilen verdichtet, sondern in einem Namen, der diesseits und jenseits des Atlantiks leicht über die Lippen geht: Sepp.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 11.03.2026
  • Autor/Autorin: Hans Ulrich Gumbrecht
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 218/146/46 mm
  • Seitenanzahl: 493
  • ISBN: 9783518432792
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Eine intellektuelle Autobiographie, in der sich Welt- und Geistesgeschichte kreuzen
  • Begegnungen mit Stars der Geisteswissenschaften und weltbekannten Sportlern
  • Streitbarer Autor mit großer medialer Präsenz
  • Mit viel Energie und großem Witz erzählt
Pressestimmen
»Große Unterhaltung ...«
Frankfurter Rundschau, 23. Juni 2026
»Mit der Autobiografie Sepp hat Hans Ulrich Gumbrecht ein äusserst unterhaltsames Buch veröffentlicht. Darin reflektiert der 77-Jährige über sein Leben und seine Karriere zwischen den Kontinenten. Und er gibt darin – quasi nebenher – einen Überblick über die wichtigen kulturtheoretischen Trends der vergangenen Jahrzehnte.«
Alexandra Kedves, Andreas Tobler, Tages-Anzeiger, 18. Mai 2026
»Gumbrechts intellektuelle Biographie ist auch eine Suche nach Erlösung und Überwindung des Abstands, der ihn oder vielmehr das Denken von der Welt trennt. Es ist ebenso aufregend wie anregend und unterhaltsam, ihm dabei zuzusehen.«
Jörg Magenau, Deutschlandfunk, 8. April 2026
»... [Die] äußerst lesenswerte Bilanz eines Gelehrtenlebens ... Sie ist ein Plädoyer für fröhliche Wissenschaft, aber manchmal auch eine sarkastische Abrechnung mit einem überhitzten akademischen Hochleistungsbetrieb.Eines ist das Buch auf jeden Fall nie: langweilig!«
Manfred Hitzeroth, Oberhessische Presse, 21. März 2026
»... gelebte Geistesgeschichte auf 500 Seiten.«
Marc Tribelhorn, Neue Zürcher Zeitung, 19. März 2026
»Für alle, die [an] einer subjektive Geschichte der Geisteswissenschaften und ihrer Theoriebildung in den vergangenen 60 Jahren interessiert [sind] und die dabei noch einmal Figuren wie Hans Robert Jauß, Reinhart Koselleck, Niklas Luhmann, Frank Schirrmacher, Michel Foucault, Condoleeza Rice oder Richard Rorty begegnen möchten.«
Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung, 14. März 2026
»Hans Ulrich Gumbrecht zählt heute zu den einflussreichsten transatlantischen Intellektuellen. ... Mit Sepp ist [ihm] auch noch ein großer Roman über sich selbst geglückt.«
Alexander Cammann, DIE ZEIT – Literatur-Spezial, 12. März 2026
»Ein humorvoller Blick auf ein halbes Jahrhundert Geistesgeschichte.«
DIE ZEIT, 25. Februar 2026
»Der emeritierte Stanford-Professor ist brillant.«
Frankfurter Rundschau, 1. Dezember 2025
»Keine klassische Autobiographie, eher eine posthegelianische Philosophie der Geschichte akademischer und persönlicher Präsenzen, eine aufschlussreiche und hochgradig anregende Ideengeschichte nach 1945 ...«
Michael Braun, Wirkendes Wort
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Gesellschaftliches Leben findet seit Menschengedenken primär im Medium der Stimme statt. Daran haben auch die epochalen Erfindungen von Schrift und Buchdruck oder elektronische Technologien nichts geändert. Vielleicht erklären die Unvordenklichkeit der Stimme und ihre elementare Funktionsvielfalt, warum die Geistes- und Kulturwissenschaften sie weitgehend übersehen haben. In Leben der Stimme unternimmt Hans Ulrich Gumbrecht entschlossene Denkschritte in diesem komplexen Bereich menschlicher Existenz.

Mit großem Respekt vor der ungeordneten Allgegenwart des Phänomens, aber nicht ohne klare begriffliche Unterscheidungen erhellt er in den sieben Kapiteln dieses faszinierenden Buches die Bedeutung und den Status der Stimme aus historischer, philosophischer, psychologischer, soziologischer und theologischer Perspektive. Jenseits akademischer Vermessungen ergibt sich daraus ein Impuls zu persönlicher Reflexion über unerschlossene Schichten von Nähe im individuellen Alltag.

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