1926

Ein Jahr am Rand der Zeit | Ein vielschichtiges Panorama eines Jahres zwischen Aufbruch und Abgrund
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Inhaltsangabe

Die Vergangenheit berühren, riechen und schmecken, die wichtigen Erlebnisse und Erfahrungen sinnlich nachvollziehen – dazu lädt Hans Ulrich Gumbrecht die Leser in seinem faszinierenden Buch über das Jahr 1926 ein.

Den Themen sind dabei kaum Grenzen gesetzt: Boxen, Eisenbahnen, Philosophie, Jazz, Bergsteigen, Kino, Ozeandampfer, Pomade, Stierkampf und vieles mehr. Gumbrecht sichtet Romane, Reportagen, Reiseberichte, aber auch Werbe- und Todesanzeigen und fügt diese zum Bild eines scheinbar »ganz gewöhnlichen Jahres« zusammen. Wir begegnen gepflegten Sekretärinnen und streikenden Arbeitern, berühmten Boxern und halbnackten Revuegirls, fiebern in Sportarenen beim Sechstagerennen und werden Zeugen von Gewaltverbrechen und Straßenkämpfen.

So entfaltet diese ungewöhnliche Reise in das Jahr 1926 nicht nur ein vielschichtiges Panorama eines Jahres zwischen Aufbruch und Abgrund, sondern ist auch eine Einladung, die eigene Wahrnehmung von Geschichte zu hinterfragen.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 17.09.2025
  • Autor/Autorin: Hans Ulrich Gumbrecht
  • Übersetzung: Joachim Schulte (aus dem Englischen)
  • Einband: Paperback
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 214/138/34 mm
  • Seitenanzahl: 554
  • ISBN: 9783518475317
Pressestimmen
»1926 lässt sich von vorne nach hinten lesen. Aufregender allerdings ist es, sich von einem hervorgehobenen Verweis zum nächsten zu arbeiten. So wird die abenteuerliche Gleichzeitigkeit des scheinbar unscheinbaren Jahres sichtbar. Und die verblüffende Nähe zum Heute ...«
Tiroler Tageszeitung, 16. Januar 2026
»Die Methode, historische Jahre oder Jahreszeiten kaleidoskopisch einzufangen, um ganze Epochen zu porträtieren, [ist] ein originelles heuristisches Verfahren. Der Stanford-Professor Hans Ulrich Gumbrecht hat es ... erfunden.«
WELT AM SONNTAG, 4. Januar 2026
»Es sind sehr gegenwärtige Erfahrungen, auf die man hier trifft: Eine rasante Modernisierung, neue Medien (das Radio; das Telefon; das Kino), eine Flut von Bildern und anderen Sinnesreizen und vor allem die Unsicherheit über die kommenden Dinge.«
Rüdiger Suchsland, Schwäbische Zeitung, 2. Januar 2026
»Ausgesprochen aktuell.«
taz. die tageszeitung, 2. Mai 2025
»Beschwingt, ganz frei von erzählerischer, historisierender Schwerkraft.«
Süddeutsche Zeitung, 2. Mai 2025
»Grandios gelungen.«
Frankfurter Rundschau, 2. Mai 2025
»Eine rauschhafte Reise in ein Jahr zwischen Aufbruch und jähem Absturz.«
FOCUS
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Weder für das Lesen noch für das Schreiben habe er eine Leidenschaft, behauptet Hans Ulrich Gumbrecht, und doch gehört er zu den bedeutendsten und produktivsten Geisteswissenschaftlern der Gegenwart. In ironischer Halbdistanz blickt der emeritierte Stanford-Professor auf mehr als ein halbes Jahrhundert Lebensgeschichte zurück. Alles beginnt 1948 im zerbombten Würzburg, aber schon bald lockt ihn sein Ehrgeiz auf eine atemberaubende Reise rund um den Globus. Am berühmten Lycée Henri IV eifert er im Paris der 1960er Jahre dem Habitus französischer Intellektueller nach, in Salamanca beginnt er zu schreiben, an der Copacabana spürt er die Präsenz der Vergangenheit und im Silicon Valley erlebt er die Geburt einer neuen Form des Denkens.

Mit charmanter Unbescheidenheit und in strahlender Intensität beschwört Gumbrecht Szenen für die Ewigkeit herauf: einen Sündenfall vor der Erstkommunion, Lunch mit Michel Foucault, drei Sätze mit Neymar, eine Gefängnisnacht in San José und einen Puma im Schnee der Anden. So entsteht das Bild eines Intellektuellenlebens, dessen Kraft sich am Ende nicht in abstrakten Urteilen verdichtet, sondern in einem Namen, der diesseits und jenseits des Atlantiks leicht über die Lippen geht: Sepp.

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