Teil der Reihe: edition suhrkamp

Muskismus

Aufstieg und Herrschaft eines Technoking | Technologie, Macht und Größenwahn – wie Elon Musk die Demokratie herausfordert
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Inhaltsangabe

Wie wurde aus dem genialischen Nerd eine kettensägenschwingende Ikone der globalen Rechten?

Mit Paypal hat Elon Musk die Finanzbranche aufgemischt, mit Tesla den Markt für E-Autos revolutioniert, nach seiner Übernahme Twitter kurzerhand auf rechts gedreht. Im US-Wahlkampf 20204 schwang er sich zu einem der wichtigsten Einflüsterer Donald Trumps auf, anschließend machte er sich mit seiner Abteilung für Regierungseffizienz (DOGE) daran, den amerikanischen Staat zu zerlegen.

Wie wurde aus dem genialischen Nerd eine kettensägenschwingende Ikone der globalen Rechten? Um die Welt zu begreifen, die Musk erschafft, müssen wir die Welten verstehen, die Musk erschaffen haben. Quinn Slobodian und Ben Tarnoff zeichnen nach, wie sich im Silicon Valley um die Vorstellungen von Disruption und tollkühnen CEOs ein regelrechter Kult bildete, wie soziale Medien und Videospiele die Erzählung vom heldenhaften Einzelgänger etablierten und wie rassistische Memes und Verschwörungstheorien Eingang fanden in die Gedankenwelt des reichsten Menschen der Erde. Der Muskismus, so Slobodian und Tarnoff, ist ein frankensteinsches Monster des zeitgenössischen Kapitalismus.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 18.02.2026
  • Autor/Autorin: Quinn Slobodian,Ben Tarnoff
  • Übersetzung: Stephan Gebauer (aus dem Englischen)
  • Reihe: edition suhrkamp
  • Einband: Paperback
  • Auflage: 2. Deutsche Erstausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 204/126/20 mm
  • Seitenanzahl: 281
  • ISBN: 9783518001318
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Technologie, Macht und Größenwahn – wie Elon Musk die Demokratie herausfordert
  • Wenn ein Tech-Milliardär sich selbst zum König erklärt
  • Elon Musk als Symptom – und Architekt – unserer Zeit
  • Von zwei renommierten Autoren zum Thema
Pressestimmen
»Weit über die Biographie hinaus, analysiert es ein System, dass den Staat nutzt, um eigene Interessen durchzusetzen.«
Bjørn Melhus, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 16. August 2026
»Der klügste Zug des Buches steht im Titel. Slobodian ... und Tarnoff ... behandeln Musk nicht als Person, sondern als Ismus – in einer Reihe mit Fordismus und Thatcherismus. In ihrer Darstellung ist Musk weniger Star als Symptom. ... [L]esenswert.«
Sven Prange, Handelsblatt, 16. August 2026
»In ihrem faktenreichen und gut lesbaren Buch beschreiben [Slobodian und Tarnoff] die Rahmenbedingungen für Musks Aufstieg und wie er sowohl die Industrie als auch das Verhältnis von Staat und Wirtschaft grundlegend verändern konnte.«
Annette Jensen, verdi, 18. Juli 2026
»Slobodian und Tarnoff legen ein lesenswertes Buch vor, das nüchtern und umfänglich das ökonomische und politische Gebaren Elon Musks durchleuchtet.«
Tobias Obermeier, Jungle World, 16. Juli 2026
»Die beiden Autoren ... stellen vor allem die alte Frage neu: Wer gestaltet die Gesellschaft, gewählte Institutionen oder visionäre Unternehmer? Erschreckend klar wird auch, was passiert, wenn ein leidenschaftlicher Computerspieler sein Leben und damit das vieler anderer als ein einziges grosses Computerspiel betrachtet.«
Berthold Merkle, NZZ am Sonntag, 28. Juni 2026
»Eine schonungslose De-Muskierung ...«
FOCUS, 19. Juni 2026
»Höchste Zeit den ›Muskismus‹ besser zu verstehen. Dabei hilft aktuell ein ebenso betiteltes Buch von Quinn Slobodian und Ben Tarnoff ...«
Thomas Khurana, Süddeutsche Zeitung, 12. Juni 2026
»Wer verstehen möchte, wie stark einige wenige Tech-Giganten heute Politik, Medien und Gesellschaft beeinflussen, wird in diesem Buch gut und sachlich informiert. Für die aktuelle Debatte um die Bedrohung der Demokratie durch technologische Übermacht eine Pflichtlektüre.«
Anita Staudacher, Der Kurier, 7. Juni 2026
»Die Lektüre beschleicht einen der Eindruck, dass die »edition suhrkamp« mit diesem – und einigen anderen – Titel wieder zum Stichwortgeber des gesellschaftlichen Diskurses werden kann.«
Lesart, 1. Juni 2026
»Lesenswert und zur Vertiefung und weiteren Informationen anregend.«
Gertrud Hardtmann, socialnet.de, 17. April 2026
»Wichtig ist das Buch wegen seines originellen Zugangs. Slobodian und Tarnoff geht es weniger um die Person Elon Musk als um die Frage, wofür dieser ein Symptom ist.«
Judith Kormann, WOZ Die Wochenzeitung, 9. April 2026
»[Wir drohen] im Muskismus nach der Souveränität des Staates zuletzt noch die Souveränität über uns selbst zu verlieren. Wer das Buch zuschlägt, muss sich fragen, ob wir sie kampflos aufgeben wollen.«
Hanno Rehlinger, taz. die tageszeitung, 20. März 2026
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Kapitalismus ohne Demokratie

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Freiheit und Demokratie, so der Investor Peter Thiel 2009, seien nicht länger kompatibel. Wer die Freiheit liebe, müsse daher versuchen, der Politik in all ihren Formen zu entkommen. Zuflucht suchen könnten Libertäre im Cyberspace, im Weltraum und auf dem offenen Meer. Das mag verblasen klingen, steht aber in einer jahrzehntealten Tradition marktradikaler Ideen: Denker wie Milton Friedman begeisterten sich für das noch unter britischer Oberhoheit stehende Hongkong; Margaret Thatcher träumte von einem Singapur an der Themse.

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