Mit Mitte fünfzig zieht der Erzähler zu seiner Mitte achtzigjährigen Mutter aufs Land, um dort an einem Roman über das Theater mit dem Titel »Scham und Bühne« zu schreiben. Es werden unvergleichliche, ereignisreiche Wochen, in denen er durch die Hilfe seiner Mutter aus einer tiefen Lebenskrise findet. Nachdem er in Wien von einem Schlaganfall aus der Bahn geworfen wurde, hofft Joachim Meyerhoff, durch einen Neuanfang in Berlin wieder Fuß zu fassen. Doch alles kommt anders als gedacht. Die neue Stadt zerrt an den Nerven und die künstlerische Arbeit als Schriftsteller und Schauspieler fällt ihm von Tag zu Tag schwerer. Auf der Geburtstagsfeier seines kleinen Sohnes ereignet sich ein Zwischenfall, der keinen Zweifel daran lässt, dass es so nicht weitergehen kann. Der Erzähler verlässt Berlin und zieht zu seiner Mutter aufs Land, die auf einem herrlichen Grundstück unweit vom Meer ein sehr selbstbestimmtes Leben führt. Mutter und Sohn sind sich immer schon sehr nah gewesen, aber diese gemeinsamen Wochen werden zu einer besonderen Zeit. Der Sohn klinkt sich ein in den Tagesablauf der Mutter, beginnt seinen Theaterroman und andere Geschichten zu schreiben und findet allmählich heraus aus Zorn und Nervosität, die ihn sein ganzes Leben begleitet haben.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 07.11.2024
Autor/Autorin: Joachim Meyerhoff
Reihe: Alle Toten fliegen hoch, Teil 6
Einband: Hardcover
Auflage: 6. Auflage
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Sprache: Deutsch
Größe (L/B/H): 209/136/29 mm
Seitenanzahl: 368
ISBN: 9783462006995
Darum lohnt sich dieses Buch
Die gefeierte Millionen-Bestsellerreihe geht weiter – Joachim Meyerhoffs Mutterroman ist ein großes Leseglück: tragikomisch und einzigartig.
Pressestimmen
»Ein wirklich schönes Buch, das sehr zum Nachdenken anregt und einmal mehr beweist: Komik ist Tragik in Spiegelschrift.«
Daniel Schieferdecker, Esquire, 1. August 2025
»Selten durfte in der deutschen Gegenwartsliteratur auf so hohem Niveau gelacht werden.«
Eva Menasse, ZDF Das literarische Quartett, 6. Dezember 2024
»Ich war hingerissen.«
Juli Zeh, ZDF Das literarische Quartett, 6. Dezember 2024
»Rührung und Ironie halten sich toll die Balance [...] Er war noch nie so sehr bei sich wie mit diesem Buch.«
Ijoma Mangold, ZDF Das literarische Quartett, 6. Dezember 2024
»Joachim Meyerhoffs herrliche autobiografische Familienaufstellung geht in die nächste Runde.«
Andreas Knabl, Buchkultur, 6. Dezember 2024
»wortakrobatisch, voller wilder Metaphern und zärtlicher Blicke auf die abgründigen Absurditäten des Künstleralltags«
Angelika Hager, Profil, 23. November 2024
»Kein Satz ist Zeitverschwendung. Es ist das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe.«
Christoph Grissemann, ORF 1, 19. November 2024
»Es liest sich ganz wunderbar!«
Elke Heidenreich, SPIEGEL Online, 17. November 2024
»Meyerhoff findet auch im jüngsten und sechsten Teil seiner Romanreihe jene aberwitzige Mischung aus Selbstentblößung und Menschenfreundlichkeit, die seine Texte für viele unwiderstehlich macht.«
Stefan Arndt, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 16. November 2024
»Dichtung? Wahrheit? Gemischt. Eine mitreißende Lektüre.«
Jürgen Kanold, Südwest Presse, 16. November 2024
»Joachim Meyerhoff hat mit ›Man kann auch in die Höhe fallen‹ einen anrührend schönen Roman über seine Mutter geschrieben. Ernst und Komik liegen dabei wie immer dicht nebeneinander.«
Katja Weise, NDR Kultur, 15. November 2024
Herstellerinformationen
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG Bahnhofsvorplatz 1 50667 Köln DE
Der inzwischen fünfzigjährige Erzähler wird als Notfall auf eine Intensivstation eingeliefert und liegt jählings an Apparaturen angeschlossen in einem Krankenhausbett in der Wiener Peripherie. Der Aufenthalt wird zu einer Zeit voller Geschichten und zu einer Zeit mit den Menschen, die dem Erzähler am nächsten stehen. Als er das Krankenhaus wieder verlassen kann, ist nichts mehr, wie es einmal war. Joachim Meyerhoff zieht alle literarischen Register und erzählt mit unvergleichlicher Tragikomik gegen die Unwägbarkeiten der Existenz an.
»Wie Meyerhoff uns Meyerhoff schildert, das ist so tief anrührend wie hochkomisch – eine rare Kombination in der Literatur.« Anne Haeming, SPIEGEL ONLINE
Nach einer Kindheit auf dem Anstaltsgelände einer Psychiatrie, einem Austauschjahr in Wyoming und einer verstörenden Zeit an der hochangesehenen Otto-Falckenberg-Schule landet der Erzähler nun als stabil erfolgloser Schauspieler in der tiefsten Provinz.
Dort begegnet er Hanna, einer ehrgeizigen und blitzgescheiten Studentin. Es ist die erste große Liebe seines Lebens. Wenige Wochen später tritt Franka in Erscheinung, eine Tänzerin mit unwiderstehlichem Hang, die Nächte durchzufeiern und sich massieren zu lassen. Das kann der Erzähler wie kein Zweiter, da er an der Schauspielschule mehr über Massagen als über die Schauspielerei gelernt hat. Und dann ist da auch noch Ilse, eine füllige Bäckersfrau, in deren Backstube er sich so glücklich fühlt wie sonst nirgends. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse ist physisch und logistisch kaum zu meistern. Kann das gut gehen? Die Antwort ist: nein.
Das Buch zum Film unter der Regie von Simon Verhoeven, mit Bruno Alexander in der Hauptrolle sowie mit Senta Berger, Karoline Herfurth, Tom Schilling u. a.
Der dritte Teil der Bestsellerserie »Alle Toten fliegen hoch«: Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Großeltern einzieht
Die Kindheit auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie und das Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm, die Schulzeit hat er überstanden, als vor dem Antritt des Zivildienstes das Unerwartete geschieht: Joachim wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht zu seinen Großeltern in die großbürgerliche Villa in Nymphenburg.
Er wird zum Wanderer zwischen den Welten. Seine Großmutter war selbst Schauspielerin und ist eine schillernde Diva, sein Großvater ist emeritierter Philosophieprofessor, eine strenge und ehrwürdige Erscheinung. Ihre Tage sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine wesentliche Rolle spielt. Tagsüber wird Joachim an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, abends ertränkt er seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein und anderen Getränken.
Aus dem Kontrast zwischen großelterlichem Irrsinn und ausbildungsbedingtem Ich-Zerfall entstehen die den Erzähler völlig überfordernden Ereignisse – und gleichzeitig entgeht ihm nicht, dass auch die Großeltern gegen eine große Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei oft grandios versagt.
Joachim Meyerhoff hat seine Kunst, Komik und Tragik miteinander zu verbinden, noch verfeinert. Sein Held nimmt sich und seine Umwelt immer genauer wahr und erkennt überall Risse, Sprünge, Lücken. Ein fulminantes Lesevergnügen!
Zu Hause in der Psychiatrie – das kommt davon. Der zweite Band des Zyklus »Alle Toten fliegen hoch« von Joachim Meyerhoff, ein brüllend komischer und tieftrauriger Familienroman.
Ist das normal? Zwischen Hunderten von körperlich und geistig Behinderten als jüngster Sohn des Direktors einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aufzuwachsen? Der junge Held in Joachim Meyerhoffs zweitem Roman kennt es nicht anders – und mag es sogar sehr. Sein Vater leitet eine Anstalt mit über 1.200 Patienten, verschwindet zu Hause aber in seinem Lesesessel. Seine Mutter organisiert den Alltag, hadert aber mit ihrer Rolle. Seine Brüder widmen sich hingebungsvoll ihren Hobbys, haben für ihn aber nur Häme übrig. Und er selbst tut sich schwer mit den Buchstaben und wird immer wieder von diesem großen Zorn gepackt. Glücklich ist er, wenn er auf den Schultern eines glockenschwingenden, riesenhaften Insassen übers Anstaltsgelände reitet.
Joachim Meyerhoff erzählt liebevoll und komisch von einer außergewöhnlichen Familie an einem außergewöhnlichen Ort, die aneinander hängt, aber auseinandergerissen wird. Und von einem Vater, der in der Theorie glänzt, in der Praxis aber stets versagt. Wer schafft es sonst, den Vorsatz zum 40. Geburtstag, sich mehr zu bewegen, gleich mit einer Bänderdehnung zu bezahlen und die teuren Laufschuhe nie wieder anzuziehen? Oder bei Flaute mit dem Segelboot in Seenot zu geraten und vorher noch den Sohn über Bord zu werfen?
Am Ende ist es aber wieder der Tod, der den Glutkern dieses Romans bildet, der Verlust, der nicht wieder gutzumachen ist, die Sehnsucht, die bleibt – und die Erinnerung, die zum Glück unfassbar pralle, lebendige und komische Geschichten produziert.
Der äußerst unterhaltsame Aufbruch eines Jungen ins Leben – der Auftakt der Romanreihe »Alle Toten fliegen hoch« von Joachim Meyerhoff
Von der ersten Seite an folgt der Leser gebannt Meyerhoffs jugendlichem Helden, der sich aufmacht, einen der begehrten Plätze in einer amerikanischen Gastfamilie zu ergattern. Aber schon beim Auswahlgespräch in Hamburg werden ihm die Unterschiede zu den weltläufigen Großstadt-Jugendlichen schmerzlich bewusst. Konsequent gibt er sich im alles entscheidenden Fragebogen als genügsamer, naturbegeisterter und streng religiöser Kleinstädter aus – und findet sich bald darauf in Laramie, Wyoming, wieder, mit Blick auf die Prärie, Pferde und die Rocky Mountains.
Der drohende Kulturschock bleibt erst mal aus, der Stundenplan ist abwechslungsreich, die Basketballsaison steht bevor, doch dann reißt ein Anruf aus der Heimat ihn wieder zurück in seine Familie nach Norddeutschland – und in eine Trauer, der er nur mit einem erneuten Aufbruch nach Amerika begegnen kann.
Mit diesem hochgelobten Debüt eröffnet Joachim Meyerhoff eine große Romanreihe.
Im Herbst darauf kam ich dann zum zweiten Mal in die erste Klasse. Gleich an meinem zweiten „ersten Schultag“ hab ich mich vorgestellt.
„Moin, ich bin Josse und wohne auf dem Hesterberg.“
„Auf dem Hesterberg?”, hat mein neuer Lehrer mit tiefer Stimme gesagt. „Na, das kann ja heiter werden!“
Und das wurde es dann auch.
In „Josse“ erzählt der preisgekrönte Autor und Theaterschauspieler Joachim Meyerhoff vom kleinen Joachim. Joachim, der Josse genannt werden möchte, weil Josse nämlich besser zu ihm passt. Josse, bei dem die Buchstaben tanzen und eine andere Bedeutung haben. Der manchmal nicht weiß, wohin mit seiner Wut, wenn er sich unverstanden fühlt, und der in der Klasse als Außenseiter gilt. Josse, der zwischen den Patientinnen und Patienten seines Vaters groß wird – in einer Welt, die als nicht normal gilt. Die aber für Josse das Normalste der Welt ist.
Eine herrlich witzige Familiengeschichte aus dem Meyerhoff'schen Kosmos, die vom ersten Satz an Spaß macht
Dabei erzählt der Autor immer auf Augenhöhe seines kindlichen Helden Josse, voller Wärme und Witz und mit einer unheimlichen Liebe zu seinen Figuren
Grandios illustriert von Melanie Garanin – mit einem wunderbaren Gespür für die kleinen und großen Eigenheiten der Charaktere, viel Dynamik und hier und da einem Augenzwinkern
Bestärkend, humorvoll und identifikationsstiftend: für Kinder ab 8 Jahren und zum gemeinsamen Vor-, aber auch Selberlesen
Eine wunderbare Geschichte über das Großwerden und wie es ist, anders zu sein mit einem kindlichen Helden, den man sofort ins Herz schließen möchte – so neugierig und offen, wie er auf die Dinge blickt, und so treffend, wie er sie benennt.
Nach seiner Spiegel-Bestseller-Romanreihe "Alle Toten fliegen hoch", dessen Band "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" im Frühjahr 2026 hochkarätig für die Kinos verflimt wurde, erobert Joachim Meyerhoff jetzt das Kinderbuch – warmherzig, witzig, einfach absolut unverwechselbar!