Letzte Ehre

Roman
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Inhaltsangabe

Die siebzehnjährige Finja Madsen ist nach einer Party nicht nach Hause gekommen. Es gibt keine Zeugen, keine äußeren Anhaltspunkte dafür, was mit ihr passiert ist. Die Ermittlungen stecken fest. Oberkommissarin Fariza Nasri vernimmt Personen aus dem Umfeld der Vermissten, darunter auch den Freund der Mutter, Stephan Barig. In dessen Haus hat die Party stattgefunden, während er das Wochenende mit zwei Bekannten auf dem Land verbrachte. Barig gibt gewissenhaft Auskunft. Nasri hört zu, stellt Fragen – und ist sich mit einem Mal sicher, dass der Mann lügt. Doch hat er wirklich etwas mit dem Verschwinden der jungen Finja zu tun, oder verbirgt er etwas ganz Anderes?

Die Suche nach einem verschwundenen Mädchen wird mehr und mehr zu einem Horrortrip durch die Abgründe männlicher Machtfantasien und die Verwüstungen, die sie hinterlassen. Fariza Nasri gerät in einen Strudel der Gewalt, der sie immer weiter mitreißt, bis sie darin zu ertrinken droht. Ein packender, schmerzhafter und düsterer Roman.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 18.05.2022
  • Autor/Autorin: Friedrich Ani
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 190/118/32 mm
  • Seitenanzahl: 270
  • ISBN: 9783518472460
Darum lohnt sich dieses Buch

Drei Frauen, drei Verbrechen und eine Ermittlerin

Pressestimmen
»Einmal mehr beweist [Friedrich Ani] seine große, unnachahmliche Gabe, Kriminalgeschichten zu schreiben, die in ihrer literarischen Qualität und ihrer sprachlichen Präzision begeistern und nachdrücklich erschüttern ... ein aufrüttelndes Buch [und] eine absolut lesenswerte Neuerscheinung auf dem deutschen Buchmarkt.«
Barbara Tumfart, biblio.at, 5. November 2021
»Es gab mal eine Initiative, Gewalt gegen Frauen in Krimis zu verbieten. Dann hätte es Friedrich Anis neuen Roman nie gegeben. Was literarisch bedauerlich und gesellschaftlich bedenklich gewesen wäre.«
Elmar Krekeler, WELT AM SONNTAG, 27. Juni 2021
»In Friedrich Anis meisterhaftem Kriminalroman Letzte Ehre geht es um das, was Männer Frauen mit größter Selbstverständlichkeit antun.«
Sylvia Staude, NZZ am Sonntag, 27. Juni 2021
»In Letzte Ehre ... trifft ein Hard boiled-Plot auf empathische Figurenzeichnungen, auf psychologisch feinsinnig konstruierte Dialoge und auf eine literarisch gehobene Sprache, die Friedrich Ani an keiner Stelle entgleitet, obschon er als männlicher Autor das Wagnis einer weiblichen Erzählstimme eingegangen ist.«
Jan Drees, Deutschlandfunk, 10. Juni 2021
»Zwei Wörter braucht Friedrich Ani, so dass man meint, nicht nur ein bestimmtes Wetter, sondern die Atmosphäre des Buches auf der Haut zu fühlen.«
Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau, 9. Juni 2021
»Nur selten gibt es Hoffnungsschimmer. Aber dennoch gelingt es Ani, das Buch mit einem positiven Moment zu beenden. Ein intensiver Text findet so seine Abrundung.«
Allgemeine Zeitung, 25. Mai 2021
»Friedrich Ani stattet die geschundenen und schweigenden Frauen mit einer Sprache aus, die dem Grauen ihrer Geschichten angemessen ist und ... die Würde der Opfer wiederherstellt, mit schmerzlicher Poesie.«
neue-buchtipps.de, 20. Mai 2021
»Friedrich Ani hat mehr als einen spannenden Krimi geschrieben. Es ist ein Roman, der die Geschichten mehrerer Frauen ineinander verwebt.«
Bayerischer Rundfunk, 18. Mai 2021
»Düster und traurig und unglaublich packend.«
Die Presse, 16. Mai 2021
»Wieder meisterhaft, wie Ani die dunklen Seiten unserer Gesellschaft aufs Papier bringt. Ein fesselnder Lesestoff.«
Köllefornia, 13. Mai 2021
»Auch mit Letzte Ehre gelingt es Friedrich Ani, einem vermeintlich einfachen Fall mit jeder Buchseite weitere Facetten zu geben.«
Stephen Mack Jones, kulturnews.de, 9. Mai 2021
»Ani inszeniert [Dialoge] brillant, weil er nicht auf dramatische Effekte setzt, sondern auf ein ruhiges, unaufhaltsames Sich-selbst-Entlarven.«
Simone Dattenberger, Münchner Merkur, 8. Mai 2021
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Stationen vergessenen Glücks

€18,00

An einem »sonnenüberstrahlten Tag im Juni« bricht Jakob Vrell von zu Hause auf und steuert das Café eines Freundes an. Jeden Schritt, jedes Wort, das er sagen möchte, hat er sich genau zurechtgelegt. Doch immer wieder lässt ihn etwas innehalten, Umwege einschlagen, in Gedanken abschweifen. Am Ende hat er das Café erreicht, ebenso wie die anderen Stationen vergessenen Glücks, aber auch die Erkenntnis gewonnen, dass Pläne nichts gelten, wenn das Leben dazwischenkommt.

Das Studium an der Kunstakademie brach Jakob Vrell ab, als das Familienerbe rief. Er übernahm das Lokal der Eltern und führte es erfolgreich, bis die Krise ihn aus der Bahn warf. Jetzt macht er sich auf den Weg durch München, besucht alte Weggefährten und zieht Bilanz. Was bleibt vom Leben, wenn die scheinbar vernünftige Entscheidung sich als ebenso brüchig erweist wie der einstige Traum vom Künstlerdasein? Was bleibt von Liebe und Freundschaft? Und was veranlasst einen, an genau diesem Leben festzuhalten?

Einen Vormittag, mehr braucht Friedrich Ani in dieser Erzählung nicht, um in seiner unnachahmlichen Art ein Leben, ein Milieu und die Verwicklungen der Seele aufscheinen zu lassen und miteinander zu verweben.
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