Kontingenz und Recht

Rechtstheorie im interdisziplinären Zusammenhang
Angebot€42,00
Sofort lieferbar
Versandbereit. Lieferung: Sa, 10.10. – Mo, 12.10.

Nur noch 3 Stück verfügbar!
Hardcover
✓Versandkostenfrei · 14 Tage Widerrufsrecht
✓Sicher bezahlen – auch auf Rechnung mit Klarna
PayPal Klarna Visa Mastercard Maestro Apple Pay Google Pay
Inhaltsangabe
Welchen Beitrag kann die Soziologie zu einer modernen Theorie des Rechts leisten? Das war eine der zentralen Fragen, mit der sich der große Soziologe Niklas Luhmann als ausgebildeter Jurist und ehemaliger Verwaltungsbeamter in seinem gesamten wissenschaftlichen Werk wiederholt befasst hat. Das vermutlich im Jahr 1971 entstandene und nahezu vollständig abgeschlossene Buch »Kontingenz und Recht« eröffnet nun einen fesselnden Einblick in Luhmanns ersten Versuch einer Antwort. Luhmann zeigt, wie durch die Klärung der bereits hier systemtheoretisch gefassten Voraussetzungen einer Soziologie des Rechts eine groß angelegte Uminterpretation etablierter Probleme der Rechtswissenschaft möglich wird. Im Mittelpunkt dieses ambitionierten Unternehmens steht der Begriff der Kontingenz, das Faktum alternativer Möglichkeiten im gesellschaftlichen Verkehr und die sich daraus ergebende Unsicherheit der Erwartungsbildung, die das Recht nötig machen. Die Produktivität des Rechts sieht eine systemtheoretische Rechtstheorie nun nicht mehr in der Bekämpfung von Unrecht, sondern in Generalisierungsleistungen, die Recht-/Unrecht-Konstellationen von höherer Komplexität und damit eine komplexere gesellschaftliche Wirklichkeit koordinierbar machen. Die Funktion des Rechts liegt aus dieser Perspektive in der kontrafaktischen Stabilisierung von Erwartungserwartungen. »Kontingenz und Recht« zeigt Luhmann durch seine vielfältigen Bezugnahmen nicht nur auf der Höhe der rechtstheoretischen Diskussion seiner Zeit, sondern veranschaulicht auch den heuristischen Wert seines von der Rechtsdogmatik abstrahierenden Zugriffs mittels einer kontingenztheoretischen Perspektive.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 23.10.2013
  • Autor/Autorin: Niklas Luhmann
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 205/126/31 mm
  • Seitenanzahl: 348
  • ISBN: 9783518586020
Pressestimmen
»Die Monografie ist ein Torso, weil Luhmann einige projektierte Kapitel am Ende nicht mehr verfasst hat. Doch verdienen die mehr als dreihundert Seiten gestochener Darstellung, Anfang der Siebzigerjahre zu Papier gebracht, alle Aufmerksamkeit. Schließlich handelt es sich um Luhmanns ersten Versuch, eine ›universelle rechtswissenschaftliche Theorie‹ auszuformulieren.«
Martin Bauer, Süddeutsche Zeitung, 5. Februar 2014
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

Weitere Bücher von Niklas Luhmann

Erziehung

€44,00

»Alle Menschen werden erzogen. Jede Gesellschaft erzieht.« Mit diesen knappen Sätzen beginnt Niklas Luhmanns zwischen 1975 und 1977 entstandenes Buch über ein bedeutendes Teilsystem moderner Gesellschaft: die Erziehung. Was ist ihre Funktion? Wodurch sind Lehren und Lernen bestimmt? Wie verhält sich Erziehung als System? Wie organisiert man sie als Prozess? Luhmann beantwortet diese Fragen mit einer umfassenden soziologischen Theorie, die bei aller Abstraktheit keineswegs blind ist für die Vielfalt der Erfahrungen, die in Schulen gemacht werden.

Gerade nämlich was in den Klassenzimmern geschieht, hat für Luhmann zentrale Bedeutung. Denn anders als in Wirtschaft und Politik kann man sich im Bereich der Erziehung auf Kommunikationsmedien wie Geld oder Macht, die auch Abwesende überzeugen, nicht verlassen. Dies wertet die Kommunikation unter den Anwesenden – den Schülern und Lehrerinnen – auch für den Gesellschaftstheoretiker auf. Mit anderen Worten: Es liegt hier ein Grundlagenwerk vor, das keineswegs ausschließlich für Soziologen geschrieben wurde. Auch Pädagoginnen und Erzieher können noch etwas lernen.

Zum Buch
1 / 10