Die Grenzen der Verwaltung

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Inhaltsangabe

Nach mehrjähriger Tätigkeit in der niedersächsischen Ministerialverwaltung und einem Aufenthalt bei Talcott Parsons in Harvard wechselte der studierte Jurist Niklas Luhmann Anfang der 1960er Jahre an die Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Dort entstand der Entwurf einer allgemeinen Theorie der Verwaltung, welche die Verwaltungswissenschaft auf ein neues Fundament stellen sollte. Er wird nun unter dem Titel Die Grenzen der Verwaltung erstmals publiziert.

In souveräner Argumentation bestimmt Luhmann darin zunächst, was er als die Aufgabe einer Verwaltungsorganisation sieht: das Erzeugen verbindlicher Entscheidungen, um sich dann der wesentlichen Herausforderung zuzuwenden, der sich ein solches soziales System gegenübersieht: dem Management seiner eigenen Grenzen. Mit wenigen systemtheoretischen Begriffen und angereichert durch die eigene praktische Erfahrung, zeigt er, wie Verwaltungen die unterschiedlichen Erwartungen ihrer Umwelten so ausbalancieren, dass ihre Grenzen stabil und ihre Strukturen funktionsfähig bleiben. Auch knapp 60 Jahre nach der Niederschrift erweist sich dies als ein höchst origineller Zugriff auf die Verwaltung – das Rückgrat der modernen Gesellschaft.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 03.11.2021
  • Autor/Autorin: Niklas Luhmann
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 204/128/30 mm
  • Seitenanzahl: 254
  • ISBN: 9783518587737
Pressestimmen
»›Politik‹, ›Gesellschaft‹ und ›Verwaltung‹ werden hier als Grundstrukturen der Systemtheorie in ihrer Differenz von System und Umwelt beeindruckend in die Soziologie Luhmanns eingeführt.«
Sebastian Fels, Verwaltungsrundschau, 12. Juli 2023
»Wer in kurzer, leicht lesbarer Weise ein tieferes Verständnis für Verwaltung und ihre spezifischen Herausforderungen bekommen möchte, ist mit Die Grenzen der Verwaltung gut ausgestattet ... und es beweist Witz.«
Jan Drees, Deutschlandfunk, 9. Dezember 2021
»... wir wenden uns nun einem Buch übers trocken anmutende Thema Verwaltungshandeln zu – aber was für einem!«
Bernd Berke, revierpassagen.de, 1. Dezember 2021
»Aus der Beschäftigung mit der Verwaltung ging nicht nur seine fabelhafte Organisationssoziologie ... hervor, sondern überhaupt die Entwicklung von Zentralbegriffen seiner Gesellschaftstheorie: System, Erwartungen, Struktur.«
Jürgen Kaube, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. November 2021
»Die Geburt der Systemtheorie aus dem Geist der Bürokratie. Der Meister selbst zeigt sich von der Tragweite seiner Methode schon damals überzeugt ...«
Marianna Lieder, WELT AM SONNTAG, 7. November 2021
»Viele jener Mittel ... mit denen [Luhmann] dann die Wirtschaft, das Erziehungssystem, ja selbst die Religion, die Kunst und die Liebe beschrieben hat, sind in Die Grenzen der Verwaltung im Grunde bereits angelegt.«
Julian Müller, Süddeutsche Zeitung, 19. Oktober 2021
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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»Alle Menschen werden erzogen. Jede Gesellschaft erzieht.« Mit diesen knappen Sätzen beginnt Niklas Luhmanns zwischen 1975 und 1977 entstandenes Buch über ein bedeutendes Teilsystem moderner Gesellschaft: die Erziehung. Was ist ihre Funktion? Wodurch sind Lehren und Lernen bestimmt? Wie verhält sich Erziehung als System? Wie organisiert man sie als Prozess? Luhmann beantwortet diese Fragen mit einer umfassenden soziologischen Theorie, die bei aller Abstraktheit keineswegs blind ist für die Vielfalt der Erfahrungen, die in Schulen gemacht werden.

Gerade nämlich was in den Klassenzimmern geschieht, hat für Luhmann zentrale Bedeutung. Denn anders als in Wirtschaft und Politik kann man sich im Bereich der Erziehung auf Kommunikationsmedien wie Geld oder Macht, die auch Abwesende überzeugen, nicht verlassen. Dies wertet die Kommunikation unter den Anwesenden – den Schülern und Lehrerinnen – auch für den Gesellschaftstheoretiker auf. Mit anderen Worten: Es liegt hier ein Grundlagenwerk vor, das keineswegs ausschließlich für Soziologen geschrieben wurde. Auch Pädagoginnen und Erzieher können noch etwas lernen.

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