Der neue Chef

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Inhaltsangabe
Jede Organisation, und sei sie noch so behäbig, erfährt eine gewisse Erschütterung durch die Nachricht, dass ein neuer Chef oder eine neue Chefin ins Haus steht. Flurgespräche häufen sich, mit Wissensvorsprüngen wird gepunktet, Ungewissheit liegt in der Luft. Aber auch nach vollzogenem Wechsel gibt es Probleme, etwa wenn der, der »von oben« überwachen soll, »von unten« angelernt werden muss. Kurzum: Die Beziehung zwischen Vorgesetzten und Untergebenen ist kompliziert. Niklas Luhmann hat sie unter die soziologische Lupe genommen und zeigt, wodurch sie strapaziert wird: durch Kommunikationsschwierigkeiten und Selbstdarstellungsinteressen, Rollenfindungsprobleme und Wertvorstellungsdissonanzen. Der Schatten des Vorgängers kann lang, der Einfluss innerbetrieblicher Cliquen schwer zu durchbrechen sein. Und über allem schwebt die Frage: Wer hat die Macht? Es ist, soviel ist sicher, nicht per se der Chef – vorausgesetzt, so Luhmann, die Untergebenen beherrschen die Kunst, ihren Vorgesetzten zu lenken. »Unterwachung« ist sein Stichwort und Takt das wichtigste Mittel zum Zweck. Aber Vorsicht: Wer es darin zur Meisterschaft bringt, der wird nicht selten – der neue Chef.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 09.03.2016
  • Autor/Autorin: Niklas Luhmann
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 155/104/13 mm
  • Seitenanzahl: 120
  • ISBN: 9783518586822
Pressestimmen
»Keine ganz leichte, aber brillante Kost!«
Kathrin Meier-Rust, NZZ am Sonntag, 5. Juli 2016
»Die Texte sind allerdings von glasklarer Brillanz. Jeder Angestellte und jeder Chef wird sich in ihnen wiederfinden, ob es um die Konflikte zwischen den Cliquen des neuen und des alten Chefs geht ... oder um das Wechselspiel von Kommunikation, Kooperation und Konflikt.«
Alexander Cammann, DIE ZEIT, 28. April 2016
»Ein guter Rat zugleich für Chef wie Nicht-Chefs.«
Joachim Güntner, Neue Zürcher Zeitung, 6. April 2016
»So rückt die kleine Schrtift auf wunderschöne Weise in den Blickpunkt, was in Organisationen erneut/ immer noch/ immer wieder ausgeblendet wird: die Gefühle«
Winfried Kretschmer, changeX, 1. April 2016
»Diese drei Texte sind hochaktuell«
Hannah Lühmann, DIE WELT, 12. März 2016
»Luhmanns ebenso klare wie witzige Analysen versprechen nicht, den Lesern alle Sorgen gegenüber Chefs, Mitarbeitern und Kollegen zu nehmen. Aber er möchte sie so weit bringen, aus ihnen die richtigen Schlüsse zu ziehen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. März 2016
»... trockende wie witzige Aufsätze.«
Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung, 5. März 2016
»Ein gutes Gegengewicht zum Mainstream der psychologisierenden Führungsliteratur. Der leider etwas aus der Mode gekommene soziologische Blick zeigt, warum viel gut gemeinte HR in die Irre läuft – weil sie die Eigenlogik der Systeme verkennt.«
Wolfgang Hanfstein, Management-Journal, 5. März 2016
»Auf eine sehr subtil intelligente Art und Weise macht Luhmann deutlich, was sich unterhalb der Oberfläche von Organisationen vollzieht, wenn ein neuer Chef die Bühne seiner neuen Wirkungsstätte betritt.«
Justinus Pech, Klosternachrichten
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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»Alle Menschen werden erzogen. Jede Gesellschaft erzieht.« Mit diesen knappen Sätzen beginnt Niklas Luhmanns zwischen 1975 und 1977 entstandenes Buch über ein bedeutendes Teilsystem moderner Gesellschaft: die Erziehung. Was ist ihre Funktion? Wodurch sind Lehren und Lernen bestimmt? Wie verhält sich Erziehung als System? Wie organisiert man sie als Prozess? Luhmann beantwortet diese Fragen mit einer umfassenden soziologischen Theorie, die bei aller Abstraktheit keineswegs blind ist für die Vielfalt der Erfahrungen, die in Schulen gemacht werden.

Gerade nämlich was in den Klassenzimmern geschieht, hat für Luhmann zentrale Bedeutung. Denn anders als in Wirtschaft und Politik kann man sich im Bereich der Erziehung auf Kommunikationsmedien wie Geld oder Macht, die auch Abwesende überzeugen, nicht verlassen. Dies wertet die Kommunikation unter den Anwesenden – den Schülern und Lehrerinnen – auch für den Gesellschaftstheoretiker auf. Mit anderen Worten: Es liegt hier ein Grundlagenwerk vor, das keineswegs ausschließlich für Soziologen geschrieben wurde. Auch Pädagoginnen und Erzieher können noch etwas lernen.

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