Ihr löscht das Feuer mit Benzin

Tagebücher. Über Verbot, Ausbürgerung und Mauerfall - Ein historisches und literarisches Ereignis: Wolf Biermann gewährt erstmals Einblick in seine Tagebücher
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Inhaltsangabe
Die Tagebücher Wolf Biermanns – ein zeithistorisches Ereignis

Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk ediert erstmals Auszüge aus dem Tagebuchwerk von Wolf Biermann. In »Ihr löscht das Feuer mit Benzin« finden sich bewegende Einblicke in das Leben und Denken eines Mannes, der wie kein Zweiter in der Diktatur für die individuelle Freiheit kämpfte. Beim Beobachten analysiert Biermann sich selbst genauso schonungslos wie die politische Landschaft, ab 1976 auch Westdeutschlands.

Er portraitiert seine Zeitgenossen, von Politikern wie Walter Ulbricht, Willy Brandt und Helmut Kohl bis zu Weggefährten wie Robert Havemann, Ernst Bloch, Joan Baez, Alan Ginsberg, Rudi Dutschke, Manfred Krug, Christa Wolf oder Manès Sperber.

Zwei Bildteile mit Faksimiles illustrieren den Charakter der Tagebücher, die Aufzeichnungen zum persönlichen Leben, Arbeitsentwürfe, Zeichnungen, Fotos, Briefe und kommentierte Einklebungen versammeln.

Unbekannte Einblicke in das Leben Wolf Biermanns – und ein Sittenroman des politischen Lebens im geteilten Deutschland.

»In der Geschichte der deutschen Literatur mangelt es nicht an Autoren, die verbannt und vertrieben wurden, die man in Gefängnissen und Konzentrationslagern mißhandelt und gepeinigt hat. Doch einen, der nicht singen und nicht publizieren durfte und der dennoch gehört und gelesen wurde, einen, der den Widerstand gegen den Terror symbolisierte, der den Nonkonformismus geradezu verkörperte und dies elf Jahre lang, einen solchen Deutschen kannte man vor ihm nicht, vor ihm, Wolf Biermann.«

MARCEL REICH-RANICKI

Ausstattung: farbiger Bildteil

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 07.10.2026
  • Autor/Autorin: Wolf Biermann
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: Originalausgabe
  • Verlag: Penguin
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 215/150/37 mm
  • Seitenanzahl: 416
  • ISBN: 9783328605157
Darum lohnt sich dieses Buch

Lesebuch und zugleich hochwertig ausgestatteter Text-Bild-Band mit Faksimiles aus den Tagebüchern

Herstellerinformationen
Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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"Verse voller elementarer, urwüchsiger Kraft." Marcel Reich-Ranicki

Seit mehr als fünf Jahrzehnten ist Wolf Biermann vor allem eines: Liederdichter. Von Hanns Eisler ermutigt, hat er bereits Ende der 1950er Jahre begonnen, zu komponieren und seine Verse zu singen. Es sind Lieder zwischen »aufständischer Wut und ganz leise werdender Melancholie«, wie Fritz Raddatz einmal schrieb. Der Band versammelt eine Auswahl von Liedern und Gedichten aus fünfzig Jahren, vor allem jene, die in Biermanns Leben eine Schlüsselrolle gespielt haben – wie das Lied »Ermutigung«, das zur heimlichen Hymne der politischen Häftlinge in der DDR wurde, Spottlieder wie die »Stasiballade« oder »Die hab ich satt!«, aber auch die kurz vor der Ausbürgerung geschriebene »Ballade vom preußischen Ikarus«, erstmals gesungen im legendären Kölner Konzert 1976. Die »Ballade von den verdorbenen Greisen« über das Politbüro der SED, die Biermann am 1. Dezember 1989 in Leipzig sang, als er erstmals wieder in der DDR auftreten durfte, und Lebenslieder wie das nach dem Mauerfall verfasste »Nur wer sich ändert, bleibt sich treu« oder »Heimat« aus dem Jahr 2006 runden die poetische Sammlung ab.

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