Barbara

Liebesnovellen und andere Raubtiergeschichten
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Inhaltsangabe

Von Frauen, Männern und anderen Raubtieren

Eindringlich, komisch und liebevoll erzählt Wolf Biermann vom mächtigsten aller Gefühle und von tapferen Menschen in bewegten Zeiten. Der fabelhafte Erzähler, den wir aus „Warte nicht auf bessre Zeiten“ kennen, berichtet, wen die Liebe wie getroffen hat. Da ist Ruth Berlau, die tragische Geliebte Brechts, die sich von Biermann ihre übermächtige Feindin Helene Weigel nicht kleinreden lassen will. Und schon gar nicht klein singen! Da ist der galante Kohlen-Otto, der sich nie ohne Schnittblumen den Damen nähert – ein plebejischer Flaneur, der im VEB-Knast verblüht. Die beißwütige Barbara in Biermanns Lotterbett. Der Stricher, dessen Frau Monika ihm aus Eifersucht ein Messer in den Rücken rammt. Miriam Makeba, die den langen Kummerton im Liebeslied richtig deuten kann. Der Sohn Manuel, der von einem Löwen geleckt wird. Der Vater, der seinem Sohn den Rücken zudreht, damit er nicht die Finessen seines Gitarrenbaus ablernen kann. Oder der SS-Mann, der in Ostberlin fragt: Bin ick’n Mensch? Erstmals erzählt Biermann von der Hochzeit seiner Oma Meume, von Sexualaufklärung und warum seine Mutter ihn ein einziges Mal ohrfeigte. Und da ist Biermanns Geliebte Garance, die sich nach dem Bau der Mauer in den Fesseln der Stasi in Westberlin prostituiert.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 15.03.2019
  • Autor/Autorin: Wolf Biermann
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Ullstein Buchverlage
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 288
  • ISBN: 9783550200250
Darum lohnt sich dieses Buch

Der neue Erzählband des großen Dichters und Liedermachers

Pressestimmen
»Getragen von selbstironisch funkelnder Eitelkeit, von Humor, Liebe und einem großen Herzen.«
Münchner Merkur, 9. April 2019
Herstellerinformationen
Ullstein Buchverlage GmbH
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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Seit mehr als fünf Jahrzehnten ist Wolf Biermann vor allem eines: Liederdichter. Von Hanns Eisler ermutigt, hat er bereits Ende der 1950er Jahre begonnen, zu komponieren und seine Verse zu singen. Es sind Lieder zwischen »aufständischer Wut und ganz leise werdender Melancholie«, wie Fritz Raddatz einmal schrieb. Der Band versammelt eine Auswahl von Liedern und Gedichten aus fünfzig Jahren, vor allem jene, die in Biermanns Leben eine Schlüsselrolle gespielt haben – wie das Lied »Ermutigung«, das zur heimlichen Hymne der politischen Häftlinge in der DDR wurde, Spottlieder wie die »Stasiballade« oder »Die hab ich satt!«, aber auch die kurz vor der Ausbürgerung geschriebene »Ballade vom preußischen Ikarus«, erstmals gesungen im legendären Kölner Konzert 1976. Die »Ballade von den verdorbenen Greisen« über das Politbüro der SED, die Biermann am 1. Dezember 1989 in Leipzig sang, als er erstmals wieder in der DDR auftreten durfte, und Lebenslieder wie das nach dem Mauerfall verfasste »Nur wer sich ändert, bleibt sich treu« oder »Heimat« aus dem Jahr 2006 runden die poetische Sammlung ab.

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