Ich bin der Bruder von XX

Erzählungen | Die internationale Neuentdeckung einer großen Autorin
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Inhaltsangabe

»Danken wir den Göttern und dem Teufel für Fleur Jaeggy!« Claire-Louise Bennett

Fleur Jaeggy erzählt von Wahnsinn, Verlust und Mord, vom Fluch, eine Familie zu haben, und von der durch nichts zu vertreibenden Nähe des Todes. Dabei erschafft sie surreale Bilder, die sich in die Seele rammen, Geschichten von kristalliner Schönheit, die von einem bösartigen Zauber beseelt scheinen, champagnerfarbene Welten, die vor stiller Gewalt brodeln.

Fleur Jaeggy ist eine Poetin der Verzweiflung und eine Virtuosin des Schauers: Ihre jenseitigen Geschichten zu lesen, das ist, als würde man sich nackt und kopfüber in ein Gestrüpp aus schwarzen Rosensträuchern stürzen – am Ende kommt man blutüberströmt und geläutert wieder heraus.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 22.05.2024
  • Autor/Autorin: Fleur Jaeggy
  • Übersetzung: Barbara Schaden (aus dem Italienischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 205/125/16 mm
  • Seitenanzahl: 114
  • ISBN: 9783518431665
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Erstmals auf Deutsch
  • Die internationale Neuentdeckung einer großen Autorin
Pressestimmen
»Die berüchtigte Eiseskälte, der unbestechliche Blick fürs Böse, die schonungslose Diagnose zwischenmenschlicher Desaster sind charakteristisch für [Jaeggys] Stil.«
Barbara Villiger Heilig, DIE ZEIT, 30. November 2024
»Ich bin der Bruder von XX versammelt sprachlich konzise, eindrückliche Gesten des Abschieds.«
Jobst Welge, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. November 2024
»Ein Juwel und ein Stück grosse CH-Literatur!«
Barbara Schaden, literaturblatt.ch, 26. September 2024
»Das Ausland feierte die über 80-Jährige seit langem. Endlich wird sie ins Deutsche übersetzt ...«
Andreas Seibel, WELT AM SONNTAG, 4. August 2024
»Nun lässt sich diese singuläre Autorin mit [diesem] Erzählband wieder entdecken. In Jaeggys eigenwilligen Texten liegen Schönheit und Schrecken dicht nebeneinander. ... das Enigmatische [an ihnen] fasziniert ...«
Martina Läubli, NZZ am Sonntag, 30. Juni 2024
»Fleur Jaeggy erzählt in Ich bin der Bruder von XX in einer berückend kühlen Sprache von den Abgründen des Menschen, von der Sinnlosigkeit und der Schönheit des Schmerzes.«
Ulrich Rüdenauer, WDR, 21. Juni 2024
»So gilt es mit der nun vorliegenden Sammlung eine Prosa-Exorzistin neu- oder wiederzuentdecken ... [Wer] Freude an verwinkelten Expeditionen in die Dunkelzonen der menschlichen Psyche hat, der ist bei Fleur Jaeggy genau an der richtigen Adresse.«
Peter Henning, SR 2, 23. Mai 2024
»Sie scheint ein Glas in der Hand zerdrückt und ein paar Scherben für ihre Seiten herausgepickt zu haben. Ihre Prosa ist in der Tat einzigartig – und auch beängstigend.«
The New York Times
»Es ist ein beharrliches Rätsel, wie ein Werk gleichzeitig so kühl und so leidenschaftlich sein kann.«
The New Yorker
»Dieses Buch ist abgedreht und hypnotisierend und faszinierend schön.«
The Paris Review
»Bodenlos schaurig und hochpoetisch: Diese Prosa hat die Sogwirkung eines Malstroms.«
BÜCHERmagazin
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Mutmaßliche Leben

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Geschichten wie Rasierklingenschnitte – einschneidend und virtuos verdichtet erzählt Fleur Jaeggy von opiumabhängigen, halluzinierenden und irrwitzigen schriftstellerischen Genies.

Sie hausten prekär, litten an Tuberkulose, verzweifelten an der Wirklichkeit. Sie waren Visionäre, Träumer, Genies – und hochgradig opiumabhängig. Sie experimentierten mit Lachgas, aßen rohes Fleisch, um »prachtvolle Träume« herbeizuführen, wähnten sich unter den Inkas und von »blauen Teufeln« umringt, glaubten, vergiftet worden zu sein, reisten Robert Louis Stevenson hinterher, und was sie suchten, blieb ihnen meist verborgen. Thomas De Quincey, John Keats, Marcel Schwob: Fleur Jaeggy legt mit Mutmaßliche Leben drei biographische Skizzen von Schriftstellern vor, denen die Welt viel zu winzig schien und die mit ihren Texten und ihren Spleens die Grenzen des Denkbaren sprengten.

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