Die letzten Tage von Ingeborg

Ingeborg Bachmann aus nächster Nähe – bewegende Szenen einer Freundschaft
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Inhaltsangabe

Fleur Jaeggy erinnert sich an Ingeborg Bachmann, ihre Weggefährtin, langjährige Freundin, an das viele, viel zu wenige gemeinsame Leben, an lichte, unbeschwerte Nähe und an das schwere Ende Ingeborgs. Und Fleur Jaeggy breitet diese Erinnerungen so aus, wie nur sie es kann, schonungslos anschaulich, in zärtlicher Lakonie.

Im Sommer 1971 fahren die beiden in einem roten Alfa Romeo von Rom aus an die toskanische Küste. Der Plan ist einfach: einen Monat zusammen verbringen, keine Briefe, keine Anrufe, Meer, Sonne. Sie gehen täglich schwimmen, reden bis tief in die Nacht. Italo Calvino kommt zu Besuch, Uwe Johnson schaut vorbei, aber eigentlich sind sie so innig, dass sie niemanden sonst sehen wollen. Nur knapp zwei Jahre später stirbt Ingeborg Bachmann und Fleur Jaeggy bleibt in tiefer Trauer zurück.
Über fünfzig Jahre nach dem viel zu frühen Tod Ingeborg Bachmanns schreibt Fleur Jaeggy dieses sehr private Buch. Die letzten Tage von Ingeborg ist eine Hommage in drei Akten: Es sind Erinnerungen an sonderbar mäandernde Gespräche, Leberwurstessen, Reisen nach Klagenfurt und Wien; es sind Reflexionen über das Altern; vor allem aber ist es das schmerzhafte Protokoll der letzten Tage von Ingeborg Bachmanns Leben im Zentrum für Brandverletzte Sant’Eugenio in Rom. Fleur Jaeggy war bis zuletzt an ihrer Seite.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 20.04.2026
  • Autor/Autorin: Fleur Jaeggy
  • Übersetzung: Barbara Schaden (aus dem Italienischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2. Deutsche Erstausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/130/10 mm
  • Seitenanzahl: 44
  • ISBN: 9783518433294
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Ingeborg Bachmann aus nächster Nähe - bewegende Szenen einer unverbrüchlichen Freundschaft
  • Ingeborg Bachmanns 100. Geburtstag am 25. Juni
  • Zeitgleiches Erscheinen mit der italienischen Originalausgabe
  • Schweizer Grand Prix Literatur 2025
Pressestimmen
»Fleur Jaeggy breitet [ihre] Erinnerungen so aus, wie nur sie es kann, schonungslos anschaulich, in zärtlicher Lakonie.«
Märkischer Sonntag, 15. August 2026
»[Ein Text,] der sprachlich überzeugt. Jaeggy schreibt schmucklos und das ist wunderbar. In wenigen kurzen Fragmenten legt sie ein Zeugnis innigster Gefühle ab.«
SRF, 30. Juni 2026
»... ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr.«
Andreas Müller, Darmstädter Echo, 25. Juni 2026
»Fleur Jaeggy hat jetzt die letzten Tage ihrer Freundin aufgeschrieben – so nah kam ihr sonst niemand.«
Nora Zukker, Tages-Anzeiger, 25. Juni 2026
»Anlässlich dieses Jubiläums gelingt es Fleur Jaeggy in wenigen Pinselstrichen das innere und äußere Drama ihrer Freundin anzudeuten. ... Eine kleine Brise über dem unüberschaubar großen Meer der Bachmann-Sekundärliteratur im laufenden Bachmann-Jahr.«
Katharina Teutsch, Deutschlandfunk, 24. Juni 2026
»Beim Lesen dieses schmalen Bandes stellt sich ein wunderbares Gefühl ein, weil Fleur Jaeggy und Ingeborg Bachmann sich in literarischer Hinsicht ergänzen.«
Nicola Bardola, Abendzeitung, 24. Juni 2026
»... ein Stück hochintensive Literatur.«
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 22. Juni 2026
»[Ein] lakonisches, fein gestricheltes Psychogramm.«
Alexander Kluy, Der Standard, 20. Juni 2026
»[Ein] einfühlsames Memoire ...«
Wolfgang Paterno, profil, 20. Juni 2026
»Eindrücklich und traurig.«
Die Presse, 20. Juni 2026
»Ein großartiges Buch – schmal, wahr, erschütternd.«
Rüdiger Dittrich, Gießener Anzeiger, 18. Juni 2026
»Fleur Jaeggy gibt intime Einblicke– und für Bachmann-Fans sicherlich unbedingt lesenswert.«
Ruhr Nachrichten / Münstersche Zeitung, 17. Juni 2026
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Geschichten wie Rasierklingenschnitte – einschneidend und virtuos verdichtet erzählt Fleur Jaeggy von opiumabhängigen, halluzinierenden und irrwitzigen schriftstellerischen Genies.

Sie hausten prekär, litten an Tuberkulose, verzweifelten an der Wirklichkeit. Sie waren Visionäre, Träumer, Genies – und hochgradig opiumabhängig. Sie experimentierten mit Lachgas, aßen rohes Fleisch, um »prachtvolle Träume« herbeizuführen, wähnten sich unter den Inkas und von »blauen Teufeln« umringt, glaubten, vergiftet worden zu sein, reisten Robert Louis Stevenson hinterher, und was sie suchten, blieb ihnen meist verborgen. Thomas De Quincey, John Keats, Marcel Schwob: Fleur Jaeggy legt mit Mutmaßliche Leben drei biographische Skizzen von Schriftstellern vor, denen die Welt viel zu winzig schien und die mit ihren Texten und ihren Spleens die Grenzen des Denkbaren sprengten.

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