Herscht 07769

Florian Herschts Bach-Roman | Nobelpreis für Literatur 2025
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Taschenbuch
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Inhaltsangabe

Kana wäre eine vergessene Stadt irgendwo in Thüringen, hätte ihre abgelegene Trostlosigkeit nicht Neonazis angelockt. Die Einwohner betrachten sie mit Angst und Argwohn. Allein Florian Herscht meint, er habe Freunde auf beiden Seiten: ein hilfsbereiter Muskelprotz, der sich vor Tattoos fürchtet und glaubt, das Universum stürze demnächst ins Nichts. Um alle vor der vermeintlichen Katastrophe zu warnen, schreibt er Briefe an Frau Merkel, die ohne Antwort bleiben. Doch seine Unschuld macht ihn hellsichtig, und nur die Musik Bachs kann ihn trösten. Plötzlich tauchen am Waldrand Wölfe auf, die Apokalypse rückt tatsächlich näher…

Literarisch mit großem Sog überrascht László Krasznahorkai mit einem Roman voll beängstigender deutscher Gegenwart, mit melancholischem Humor und abgründigem Sarkasmus.

»Lange ist mir ein Protagonist nicht mehr so ans Herz gewachsen wie Florian Herscht. Gemeinerweise kann man in diesem Buch nie aufhören zu lesen. Ich sage es nicht mal neidisch, sondern als Beschenkter: László Krasznahorkai hat den heutigen deutschen Roman geschrieben.«
Ingo Schulze

»Dieses Buch ist wie der Teilchenbeschleuniger, vor dem sich Herscht so fürchtet ... Ein unfassbarer Teufelstango!« 
Clemens Meyer

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 22.10.2025
  • Autor/Autorin: László Krasznahorkai
  • Übersetzung: Heike Flemming (aus dem Ungarischen)
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 190/125/26 mm
  • Seitenanzahl: 416
  • ISBN: 9783596703937
Pressestimmen
»Solitär der Gegenwartsliteratur«
Thomas David, WDR 3, 9. September 2023
»Große Literatur.«
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 22. Juli 2022
»Krasznahorkai, ein Meister der örtlich begrenzten Apokalypse [...].«
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 24. März 2022
»›Herscht 07769‹ ist ein beeindruckendes Buch, virtuos und mitreißend erzählt [...]«
Norma Schneider, nd, 1. März 2022
»Das grösste aber ist: Dass man diesen seltsamen, sperrigen, rätselhaften Roman nicht in die Ecke wirft, sondern sich ihm anvertraut und sich mitnehmen lässt [...].«
Jörg Plath, Neue Zürcher Zeitung, 1. Februar 2022
»László Krasznahorkai beweist mit diesem Roman abermals, dass sein Werk völlig zurecht zur Weltliteratur gezählt wird.«
ORF, 5. Januar 2022
»Ein Satz, ein riesiger, rhythmischer Wirbel aus Wörtern, der die lesenden einsaugt und zugleich die ganze Welt umfasst [...].«
Herbert Heinzelmann, Nürnberger Nachrichten, 3. Januar 2022
»Der ganze Roman [...] ist ein einziger Satz. Keiner, durch den man sich hindurchquälen muss, sondern einer, der einen unwiderstehlichen Sog entwickelt.«
Dierk Wolters, Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 18. Dezember 2021
»Die Prosa dieses Romans schwingt rhythmisch-melodisch wie das Plätschern eines Baches dahin und Krasznahorkai zeigt sich als großer Erzähler des Kleinen.«
Karsten Herrmann, literaturkritik.de, 6. Dezember 2021
»Der Roman ist für mich ein kleines Ereignis, eine sprachliche Naturgewalt, was auch an der tollen Übersetzung von Heike Flemming liegt.«
Nadine Kreuzahler, RBB Inforadio, 5. Dezember 2021
»Möglich, dass einer der besten Romane über Deutschland von einem europäisch geprägten Ungarn geschrieben worden ist, einer der besten des Jahres ist es sicher.«
Mara Delius, Welt am Sonntag, 5. Dezember 2021
»›Herscht 07769‹ [ist] ein grandioses Sprachkunstwerk, mit dem László Krasznahorkai erneut seinen Rang als einer der eigenständigsten und vielschichtigsten europäischen Schriftsteller bewiesen hat.«
Cornelius Hell, Österreichischer Rundfunk, Ö1, 1. Dezember 2021
Herstellerinformationen
S. Fischer Verlag GmbH
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt am Main
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Dem Zauber des Beginns ist immer schon der Schrecken des Endes eingeschrieben. Von den europäischen Schriftstellern seiner Generation hat keiner dies so deutlich erfahren wie der ungarische Autor und europäische Weltbürger László Krasznahorkai. In seinem Werk, das im Moment eine aufsehenerregende Rezeption im angelsächsischen Raum erfährt, wird eine so betörend luzide wie düstere Karte unserer Gegenwart gezeichnet. Das leuchtende Dunkel Becketts, in dem er sich mit Kafkas Kompass bewegt, steht auch hinter den Erzählungen in »Die Welt voran«, das durch die Musikalität seiner Sprache und die Eindringlichkeit seiner Bilder zur Widerspiegelung einer beinah geretteten Welt wird.

»Die Universalität von Krasznahorkais Blick zerstreut alle Zweifel an der zeitgenössischen Literatur.« W. G. Sebald

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