Heimliche Reisen

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Inhaltsangabe

„Diese magische Erinnerin erzählt Weltgeschichte, wie sie der Einzelne erfährt.“ Christoph Dieckmann, Die Zeit. „Die Erde schwankte sanft wie eine Wiege, wie im Traum summten die alten Geschichten. Wie mein Leben, wie die Nachrichten über mein Leben.“ Die verwunschenen Wege der Erinnerung führen zur schlesischen Kindheitslandschaft, in ein marodes Grenzgebietshaus, an Schneidetische und in Limonenhaine: Orte für gefühlte Beben, Fluchten, heimliche Reisen und Stationen einer bestrickenden, weisen, gewitzten Lebenserzählung, die Jahrzehnte deutscher Geschichte einschließt. „Manche Geschichten sind zum Wachbleiben und manche zum Einschlafen, es gibt sie, damit die Nacht vergeht oder die Kälte. Es gibt auch noch die Geschichten, die sich Leute in der Wüste erzählen, wenn sich die Karawane ausruht.“ "Es ist die große Kunst von Helga Schütz, das Politische beiläufig und nebenbei mitzuerzählen." Jörg Magenau, SZ. "Ihre schwebende Prosa trifft ins Herz." Freie Presse.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 11.10.2021
  • Autor/Autorin: Helga Schütz
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Aufbau
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 215/125/34 mm
  • Seitenanzahl: 377
  • ISBN: 9783351038922
Pressestimmen
»Helga Schütz erzählt in einer unsentimentalen Schreibweise. Eine Schreibweise, die eine für den Leser fruchtbare Distanz zum Erzählten aufrechterhält. Sie ermöglicht ihm, das Gelesene selbst einzuordnen und zu bewerten. Gleichzeitig entsteht durch diese Distanz, mit der sie aus ihrem Leben erzählt, eine ganze eigene Poesie.«
Neues Deutschland, 30. Dezember 2021
»Das Alltägliche und das Große zusammenknoten, als sei das keine große Sache: Das ist die große Kunst von Helga Schütz.«
Potsdamer Neueste Nachrichten, 18. Dezember 2021
»Es ist ein leises und poetisches Buch. Es ist eigentlich viel zu bescheiden, gemessen, an dem, was Helga Schütz erlebt hat.«
MDR Thüringen, 6. Dezember 2021
»Vom Alltäglichen zum Wesen des Menschen, von der Entzauberung einer Utopie zur digitalen Bürokratie der Zukunft – wieder gelingt Schütz das melancholische, aber nie sentimentale Mosaik eines wechselvollen Lebens. Lebensechte Dialoge erlauben es, ganz nah an die Figuren zu kommen, auch an jene, die an dem vereinigten Deutschland zweifeln.«
Deutschlandfunk, 2. Dezember 2021
»Helga Schütz geht sparsam mit Namen um, aber freigiebig mit Träumen. Sie setzt in diesem fabelhaften Lebens-Buch die Wirklichkeit in poetische Schwingung.«
SWR, 23. November 2021
»Deutschlands große Erinnerungspoetin«
DIE ZEIT, 18. November 2021
»Schütz findet genaue Worte für extreme Gefühle. Sie ist immer sachlich, nie spröde, zeigt eine sehr spezielle und eigensinnige Poesie, spielt mit Motiven, etwa dem des Echos zwischen Orten und Welten.«
Berliner Zeitung, 17. November 2021
»›Heimliche Reisen‹ von Helga Schütz ist ein zartes, ein leises Buch, dem man wünscht, dass es in diesen lauten Zeiten nicht überhört wird.«
MDR Kultur, 7. November 2021
»Wenn man nur ein einziges Wort verwenden dürfte, um zu charakterisieren, was die Geschichten ausstrahlen, dann dieses: Zuversicht.«
NDR Kultur, 1. November 2021
Herstellerinformationen
Aufbau Verlage GmbH & Co. KG
Prinzenstr. 85
10969 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@aufbau-verlage.de

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Die Kirschendiebin

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„Es weiß sowieso niemand, was Liebe ist“. Eine leichte Melancholie liegt über dieser Geschichte, die von einem Abschiednehmen in den Zeiten der Teilung erzählt, den Wendungen des Schicksals und von der einzigen großen Liebe, für die es nie zu spät ist. »Diese magische Erinnerin erzählt Weltgeschichte, wie sie der Einzelne erfährt.« Christoph Dieckmann, Die Zeit. »Wie Helga Schütz das schreibt, hat man so noch nirgends gelesen: weise und verspielt zugleich – erfahrungssatt und neugierig.« Berliner Zeitung. Thomas Falkenhain ist in dem Alter, in dem man aufräumt und sich erinnert, selbst wenn man sich nicht erinnern will. Zum Beispiel an eine heimliche Studentenliebe in den 60ern, die abrupt endete, als Mela, seine »Kirschendiebin«, mit Mann und Sohn in den Westen fliehen musste. Erst aus den Stasi-Akten weiß er, dass sie ihm später Briefe geschrieben hat. Unerwartet erhält er ein Stipendium für eine römische Künstlervilla. Kaum dort eingetroffen, ertappt er eine Frau im Park, die eine Orange pflückt und sogleich isst: Mela. Als wären nicht Jahrzehnte vergangen, beginnt die Liebe von neuem. Es ist schön, schwach zu sein und bejahrt. Nur Mela müsste ihm endlich auch von Angst und Ohnmacht erzählen.

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