Hast du uns endlich gefunden

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Inhaltsangabe

Eine Kindheit um 1960. Ein bürgerlicher Haushalt, in dem viel Musik gemacht wird. Der Vater ist Gefängnisdirektor. Der Krieg ist noch nicht lange her, und die Eltern versuchen, durch Hingabe an klassische Musik und Literatur nachzuholen, was sie ihre verlorenen Jahre nennen.
Doch überall spürt der Junge Risse. Gebannt verfolgt er die politischen Auseinandersetzungen, die seine älteren Brüder mit Vater und Mutter am Esstisch führen. Aber er bleibt Zuschauer. Immer häufiger flüchtet er sich in die Welt der Fantasie. Dieses Kind erzählt uns sein Leben und entdeckt dabei den eigenen Blick auf die Welt.
Edgar Selges Erzählton ist atemlos, körperlich, risikoreich. Voller Witz und Musikalität.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 14.03.2023
  • Autor/Autorin: Edgar Selge
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 10. Auflage
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 190/126/23 mm
  • Seitenanzahl: 304
  • ISBN: 9783499000966
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Das literarische Debüt von Edgar Selge. Exemplarisch und radikal
  • Monatelang in den Top Ten der Bestsellerliste: 180.000 verkaufte Exemplare
Pressestimmen
»So unerbittlich klar und feinfühlig sind in deutscher Sprache die Freuden und Schmerzen der Kindheit seit Peter Weiss’ «Abschied von den Eltern» nicht mehr erzählt worden. Dieses Prosa-Debüt des großen Schauspielers Edgar Selge ist ein literarisches Ereignis.«
Der Tagesspiegel, 3. Dezember 2021
»Ein sensationelles literarisches Debüt... «Hast du uns endlich gefunden» würde als Roman einer deutschen Nachkriegsjugend durchgehen oder als Familienstudie eines Bildungsbürgertums mit Generationenbruch; oder als ein Buch über die Wiedererlangung des eigenen Kindheitsgefühls, wie es Annie Ernaux oder Didier Eribon geschrieben haben. Dahingehend ist Edgar Selge ein Hit gelungen: im Auflebenlassen einer unbestechlichen Kindheit.«
Margarete Affenzeller, Der Standard, 25. November 2021
»Ein großer Gewinn – man liest sich mitten ins Geschehen, weil das Erleben des Jungen so hautnah und bildhaft beschrieben ist.«
Claudia Ingenhoven, taz, 11. November 2021
»Man streicht diesen guten Satz an und den nächsten guten Satz, und irgendwann ist das Buch weitgehend durchmarkiert. Und man denkt sich, als Mensch, der mit Schreiben sein Geld verdient: Besser kann man nicht schreiben.«
Holger Gertz, Süddeutsche Zeitung, 30. Oktober 2021
»In «Hast du uns endlich gefunden» schwingt alles mit: Verstehen und Begreifen. Liebe und Gewalt und die Einsamkeit eines Jungen, der ... sich seine eigenen Realitäten schafft... Ein großes Stück Literatur.«
WDR Fernsehen "Westart", 23. Oktober 2021
»Ein wunderbares Debüt, klug, emotional, bewegend und mit einem leisen Witz.«
Katja Weise, NDR Kultur, 21. Oktober 2021
»Was für eine Geschichte, was für ein Buch... Ich bin Jahrgang 48 wie Edgar Selge... Aber ich würde dieses Buch unbedingt auch jenen empfehlen, die erst in diesem Jahrhundert geboren wurden. Und denen davor sowieso.«
Christine Westermann, Stern, 21. Oktober 2021
»Ein hinreißend erzähltes, ein bedeutendes Buch.«
Michael Krüger, Süddeutsche Zeitung, 16. Oktober 2021
»Ein wunderbarer Text über das Erwachsenwerden...völlig uneitel und von großer Wahrhaftigkeit: ein Künstlerroman, geschrieben aus der Sicht eines Kindes.«
Peter Kümmel, Zeit Literaturbeilage, 14. Oktober 2021
»Edgar Selge hat das herausragende Debüt dieses Herbsts geschrieben.«
Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 10. Oktober 2021
»Der Schauspieler als Schriftsteller: ein glänzend geschriebenes, humorvolles, melancholisches Buch, das lange nachwirkt.«
NDR Kultur "Matinee", 24. August 2021
Herstellerinformationen
Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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«Es ist ganz gleich, wo wir beginnen, uns im Vertrauen zu üben: mit uns oder mit anderen. Nur anfangen müssen wir.»

Jura Rjabinkin ist sechzehn Jahre alt, als er während der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht verhungert. Er hat ein Tagebuch hinterlassen, das der Erzähler dieses Romans immer wieder liest, sodass er bald glaubt, den Jungen zu kennen. Jura wird zur Romanfigur, wie der Erzähler auch. Ihre Begegnung beginnt vorsichtig und wird im Lauf der Geschichte immer enger. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Austausch über Jugend, Träume, Literatur, Mütter, Gewalt, Fremdheit und Nähe, und sie geben einander ihre persönlichsten Geschichten preis.

Eine bewegende Lektüre, ein Buch von unbändiger literarischer Fantasie. 

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