Das weiße Blatt Papier

Roman
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Inhaltsangabe

Die Geschichte der radikalen Abkehr eines jungen Menschen von den Normen und Lebenslügen der bürgerlichen Gesellschaft

Am Frankfurter Bahnhof biwakiert ein junger Mann. Bepackt mit einer Blechtasse, einem Tauchsieder und Heideggers Sein und Zeit ist er aus dem Internat abgehauen, in das ihn seine Großeltern gesteckt haben, nachdem seine Mutter sich umgebracht und sein Vater sich als erziehungsunfähig erwiesen hat. Fortan ist er gezwungen, in dem emotionalen Ruin zu leben, in den seine Familie ihn getrieben hat. In seiner jugendlichen Hybris meint er, sich der Gesellschaft radikal verweigern und dem Leben als reiner Ästhet begegnen zu können, jenseits von Gut und Böse. Er ist ein Kinogänger, ein Leser, ein Schreibender, er ist ein Getriebener und Triebhafter, ein von seiner Fantasie Gequälter. Vielleicht ist er der letzte Mensch, der in der bundesrepublikanischen Gegenwart der Siebzigerjahre nach etwas sucht, das die Wirklichkeit übersteigt.

Das weiße Blatt Papier ist die Beschreibung eines Versuchs, den Wahnsinn aus dem eigenen Kopf zu exorzieren. Es ist ein Blick in den Abgrund, sowohl in den metaphysischen als auch in den gesellschaftlichen und familiären. Ein unversöhnlicher Roman voller makabrem schwarzem Humor. 

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 27.08.2026
  • Autor/Autorin: Oskar Roehler
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Ullstein Buchverlage
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 209/128/27 mm
  • Seitenanzahl: 240
  • ISBN: 9783550204593
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Die Geschichte der radikalen Abkehr eines jungen Menschen von den Normen und Lebenslügen der bürgerlichen Gesellschaft
  • Ein Spätwerk, das die Metaphysik in die deutsche Gegenwartsliteratur zurückholt
  • Eine Abrechnung mit den Eltern, den 68ern, der BRD und eine Auseinandersetzung mit der RAF
Pressestimmen
»(...) der möglicherweise beste deutsche Schriftsteller unserer Tage und Jahre lebt und arbeitet noch.«
Maxim Biller, Die Zeit, 9. September 2026
»Solche poetischen Wagnisse sind heute selten.«
Deutschlandfunk Kultur, 8. September 2026
»In seinem teils surrealen, teils grotesken und humorvollen Roman weist Oskar Roehler der Literatur und dem Schreiben eine heilsame Funktion zu.«
WDR Westart, 4. September 2026
Herstellerinformationen
Ullstein Buchverlage GmbH
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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„Ich gerate so in Rage, dass ich ausschere und erneut in den Landwehrkanal springe. Ich kraule, ja, ich schwimme sogar Butterfly, trotz des Wehrmachtsmantels. Ich spüre, die Wahrheit des Augenblicks besteht darin, dass ich der Ausdruck des gesammelten Wahnsinns von Westberlin bin – das Wahrzeichen sozusagen.“ Berlin in den 80er Jahren, Frontstadt im Spannungsfeld zwischen Paranoia und Stillstand. Graue Hinterhöfe, Kohlgeruch, alte Nazis, neue Büro kraten. Aber auch Größenwahnsinnige am Theater, Exzesse in Kreuzberger Clubruinen, Konzerte wie Alpträume von Maschinenmenschen, Nächte, die nicht enden. Mitten in diesem eingemauerten Flecken Freiheit Robert. Den mageren Körper in einen bodenlangen Wehrmachtsmantel gehüllt, einen Tornister voller Bücher auf dem Rücken, durchmisst er in endlosen Gewaltmärschen die Straßen, angetrieben von Wut und nervöser Energie taucht er ein in den Wahnsinn einer Stadt im Klammergriff von Ost und West. Ein wütender Monolog, brutal komisch und gnadenlos offen. Mit heftigen, unwiderstehlich rhythmisierten Sätzen und in unvergesslichen Bildern erzählt Oskar Roehler vom Berliner Underground.

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