Mein Leben als Affenarsch

Roman
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Inhaltsangabe

"Einer der besten Berlin-Romane, die je geschrieben wurden." profil (A)

Berlin in den 80er Jahren, Frontstadt im Spannungsfeld zwischen Paranoia und Stillstand. Graue Hinterhöfe, Kohlgeruch, alte Nazis, neue Bürokraten. Aber auch Größenwahnsinnige am Theater, Exzesse in Kreuzberger Clubruinen, Konzerte wie Alpträume von Maschinenmenschen, Nächte, die nicht enden. Mitten in diesem eingemauerten Flecken Freiheit Robert. Den mageren Körper in einen bodenlangen Wehrmachtsmantel gehüllt, einen Tornister geheimnisvoller Bücher auf dem Rücken durchmisst er in endlosen Gewaltmärschen die Straßen, angetrieben von Wut und nervöser Energie taucht er ein in den Wahnsinn einer Stadt im Klammergriff von Ost und West. Ein wütender Monolog, brutal komisch und gnadenlos offen. Mit heftigen, unwiderstehlich rhythmisierten Sätzen und in unvergesslichen Bildern erzählt Oskar Roehler vom Berliner Underground.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 15.07.2016
  • Autor/Autorin: Oskar Roehler
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 187/120/19 mm
  • Seitenanzahl: 224
  • ISBN: 9783548288185
Pressestimmen
»Herrlich hingerotzt und dabei doch sprachlich von ungeheurer Präzision.«
Chris Schinke, Münchner Feuilleton, 1. Mai 2015
»Das härteste Buch des Jahres.«
Thomas Andre, Hamburger Abendblatt, 16. April 2015
»Ein furios-räudiger Hassgesang auf die Kaputtheit jener Jahre, der Hardcore-Bildungsroman eines Borderliners, der auszog, das Fürchten zu lernen. Ein schonungsloser, schrecklich-schöner Exorzismus und literarischer Pogo-Tanz.«
Christopher Schmidt, Süddeutsche Zeitung, 26. März 2015
»Atmosphärisch, witzig, böse, überaus stringent erzählt, mitunter ins Surreale abdriftend. Ein echter Kracher.«
Jannis von Oy, Zitty, 19. März 2015
»Die Sprache des Romans ist direkt, ungeschminkt und schonungslos.«
Martina Kothe, NDR Kultur, 6. März 2015
»Roehler versteht es, nachhaltig und bildlich zu erzählen.«
Gerrit Bartels, Deutschlandfunk Kultur, 5. März 2015
»Roehlers Roman ist seinen Figuren gegenüber gnadenlos. Seine Sprache ist es ebenfalls. Mit anderen Worten: Ein bis auf die Knochen ehrliches Stück Entblößungsliteratur.«
Joachim Kronsbein, Spiegel Kultur, 28. Februar 2015
Herstellerinformationen
Ullstein Buchverlage GmbH
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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Selbstverfickung

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»Der Roehlersche Hass ist immer wieder zutiefst wahr, gewinnbringend und funky.« Moritz v. Uslar, Die Zeit

Gregor Samsa ist ein abgehalfterter Regisseur, Ende fünfzig, ein ramponierter Typ in einer ramponierten Gesellschaft, der sich in Konsumtempeln und Puffs herumtreibt, um seine Zeit totzuschlagen. Dabei lässt er sein verpfuschtes Leben Revue passieren. Die Tatsache, dass er es als »Kulturschaffender« vergeudet hat, trägt nicht gerade zu seiner Freude bei. Mit Hohn und Spott macht er sich über seine Erinnerungen her, über seine falschen Freunde und Wegbegleiter, seine Scheinerfolge und naiven Ambitionen von einst und schreibt dabei seine eigene, sehr schwarze Kulturgeschichte. Eine sarkastische Abrechnung mit der Sinnentleertheit der Medien- und Konsumgesellschaft, ein hemmungsloser, provokanter Roman, der mit drastischer Komik immer auch von der unstillbaren Sehnsucht nach Schönheit erzählt.

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