G. F. Unger 2378

Chaccos Krieg
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Inhaltsangabe

Wir ritten gegen die Sonne und hatten das wasserlose, raue Land der Gilawüste fast hinter uns gelassen. Wenn wir die zerfurchten Hügel vor uns erreichen würden, stießen wir ganz bestimmt auf Wasser. Ich wusste es, denn ich war der Scout und kannte dieses erbarmungslose Land. Ja, es gab da eine Quelle, die für uns alle ausreichte. Vierzehn Männer waren wir: ein Lieutenant, ein Sergeant, ein Corporal, zehn Soldaten -und ich. Wir waren eine der vielen Patrouillen, die nach Chaccos Fährte suchten. Denn Chacco machte Krieg, und es war ein grausamer Krieg, ein Rachekrieg. Chacco zog eine blutige Fährte durchs Land, die dann plötzlich unsichtbar wurde, so als hätte er sich mit seiner Horde in Luft aufgelöst. Und so schwärmten auf fünfhundert Meilen in der Runde überall von allen Forts und Armeecamps Patrouillen aus, um Chacco zu suchen. Die Armee hoffte immer noch, ihn einzukreisen und dann endlich stellen zu können. Aber eigentlich hatten wir keine Chance ...

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 30.05.2026
  • Autor/Autorin: G. F. Unger
  • Reihe: G.F.Unger
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • Format: E-Book
  • Dateiformat: EPUB
  • Kopierschutz: Wasserzeichen
  • Dateigröße: 1.3 MB
  • Verlag: BASTEI LÜBBE
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 9783751799935
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  • Kompatibilität: Kompatibel mit EPUB-fähigen E-Readern und Apps.
Herstellerinformationen
Bastei Lübbe AG
Schanzenstr. 6-20
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DE

Email: produktsicherheit@bastei-luebbe.de

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Nachdem die Kutsche das Trail-House an der Red‑River-Furt erreicht hat und die Passagiere ausgestiegen sind, um sich die Beine zu vertreten oder einen kleinen Imbiss einzunehmen, wendet sich der Fahrer an das blasse Mädchen.
»Weiter kann ich Sie ohne Fahrgeld nicht mitnehmen, Miss«, sagt er bedauernd. »Ich hätte es gern getan, aber leider steigen hier zwei zahlende Passagiere zu, und einer davon wird sowieso schon auf dem Kutschendach mitfahren müssen. Tut mir leid, Miss, aber für Sie ist hier Endstation.«
Jessica Malorny, der man ansieht, dass sie eine längere Zeit sehr krank gewesen ist, presst die Lippen zusammen und nickt stumm. Seit sie vor zwei Jahren von daheim fortlief, hat sie sich das Betteln längst abgewöhnt. Sie begriff ziemlich schnell, dass man auf dieser Erde für alles seinen Preis zahlen muss.
Tapfer holt sie ihr weniges Gepäck aus dem Gepäckkasten der Kutsche und wendet sich mit den zwei nur halb gefüllten Taschen dem Hauptgebäude der Station - dem sogenannten Trail-House - zu, um den anderen zu folgen.
Ihr ist schwer ums Herz, aber sie kann unmöglich ahnen, dass dieser Ort die Hölle für sie sein wird ...

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