G. F. Unger 2247

Sündige Stadt
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Inhaltsangabe

Kurz bevor sie den Brunnen bei den Adobemauern der alten Mission erreichen, bricht an ihrem ersten Wagen die Vorderachse. Und der zweite Wagen verliert fast in der nächsten Sekunde sein linkes Hinterrad.
Molly Spillanes Mädchen beginnen zu fluchen, und Angie ruft bitter zum Himmel empor: »Und wann lässt du endlich Bullshit auf uns regnen, o Herr dort oben!«
Molly Spillane aber ruft vom Fahrersitz ihrer Kutsche: »Seid still, meine Engelchen! Oh, seid still und benehmt euch wie Ladys!«
Sie richtet ihren Blick dann auf die verfallen wirkende Mission, die nun eine Pferdewechselstation der Post- und Frachtlinie zwischen El Paso und Santa Fe ist. Doch scheint die Station tot zu sein. Denn nichts regt sich. In den Corrals sind keine Tiere. Und an einem Stützbalken des Verandadaches ist ein Stück braune Pappe angenagelt.
Molly Spillane sagt: »Laura, sieh nach, was dort auf der Pappe am Stützbalken steht. Lies es laut vor. Geh schon, Kindchen!«

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 25.11.2023
  • Autor/Autorin: G. F. Unger
  • Reihe: G.F.Unger
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • Format: E-Book
  • Dateiformat: EPUB
  • Kopierschutz: Wasserzeichen
  • Dateigröße: 1 MB
  • Verlag: BASTEI LÜBBE
  • Sprache: Deutsch
  • Umfang: 64 Seiten
  • ISBN: 9783751758918
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Herstellerinformationen
Bastei Lübbe AG
Schanzenstr. 6-20
51063 Köln
DE

Email: produktsicherheit@bastei-luebbe.de

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Nachdem die Kutsche das Trail-House an der Red‑River-Furt erreicht hat und die Passagiere ausgestiegen sind, um sich die Beine zu vertreten oder einen kleinen Imbiss einzunehmen, wendet sich der Fahrer an das blasse Mädchen.
»Weiter kann ich Sie ohne Fahrgeld nicht mitnehmen, Miss«, sagt er bedauernd. »Ich hätte es gern getan, aber leider steigen hier zwei zahlende Passagiere zu, und einer davon wird sowieso schon auf dem Kutschendach mitfahren müssen. Tut mir leid, Miss, aber für Sie ist hier Endstation.«
Jessica Malorny, der man ansieht, dass sie eine längere Zeit sehr krank gewesen ist, presst die Lippen zusammen und nickt stumm. Seit sie vor zwei Jahren von daheim fortlief, hat sie sich das Betteln längst abgewöhnt. Sie begriff ziemlich schnell, dass man auf dieser Erde für alles seinen Preis zahlen muss.
Tapfer holt sie ihr weniges Gepäck aus dem Gepäckkasten der Kutsche und wendet sich mit den zwei nur halb gefüllten Taschen dem Hauptgebäude der Station - dem sogenannten Trail-House - zu, um den anderen zu folgen.
Ihr ist schwer ums Herz, aber sie kann unmöglich ahnen, dass dieser Ort die Hölle für sie sein wird ...

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