G. F. Unger 2246

Einsam in der Hölle
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Inhaltsangabe

Ich hatte John Cobb, dem Mann, der in Golden City das Sagen hatte, beim Poker die Hosen ausgezogen. Und zehntausend Dollar waren auch für ihn kein Pappenstiel.
Während ich das Geld zählte und wegsteckte, blieb er mir gegenüber sitzen und sagte mit drohendem Unterton: »So hat mich noch keiner rasiert, und ich verlange natürlich Revanche. Versuch nur nicht, dich mit deiner Beute aus der Stadt zu schleichen! Das würde nämlich verdammt böse für dich ausgehen.«
Nach diesen Worten erhob er sich vom Spieltisch und ging.
Ich wusste Bescheid. Er war zwar ein Bursche, der zehntausend Dollar verschmerzen konnte, aber was er nicht konnte, das war verlieren. Ihm war jetzt ein Stein aus der Krone gefallen, und er würde keine Ruhe geben, bis er die Scharte ausgewetzt hatte.
Für mich war die Lage klar, ich musste schleunigst raus aus der Stadt. Ich durfte keine Sekunde mehr vertrödeln. Wenn es nicht überhaupt schon zu spät war für mich ...

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 18.11.2023
  • Autor/Autorin: G. F. Unger
  • Reihe: G.F.Unger
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • Format: E-Book
  • Dateiformat: EPUB
  • Kopierschutz: Wasserzeichen
  • Dateigröße: 1005 KB
  • Verlag: BASTEI LÜBBE
  • Sprache: Deutsch
  • Umfang: 64 Seiten
  • ISBN: 9783751758901
  • Lieferung: Sofort per Download
  • Hinweis: Sofort per Download lieferbar. Kein physischer Versand.
  • Kompatibilität: Kompatibel mit EPUB-fähigen E-Readern und Apps.
Herstellerinformationen
Bastei Lübbe AG
Schanzenstr. 6-20
51063 Köln
DE

Email: produktsicherheit@bastei-luebbe.de

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Nachdem die Kutsche das Trail-House an der Red‑River-Furt erreicht hat und die Passagiere ausgestiegen sind, um sich die Beine zu vertreten oder einen kleinen Imbiss einzunehmen, wendet sich der Fahrer an das blasse Mädchen.
»Weiter kann ich Sie ohne Fahrgeld nicht mitnehmen, Miss«, sagt er bedauernd. »Ich hätte es gern getan, aber leider steigen hier zwei zahlende Passagiere zu, und einer davon wird sowieso schon auf dem Kutschendach mitfahren müssen. Tut mir leid, Miss, aber für Sie ist hier Endstation.«
Jessica Malorny, der man ansieht, dass sie eine längere Zeit sehr krank gewesen ist, presst die Lippen zusammen und nickt stumm. Seit sie vor zwei Jahren von daheim fortlief, hat sie sich das Betteln längst abgewöhnt. Sie begriff ziemlich schnell, dass man auf dieser Erde für alles seinen Preis zahlen muss.
Tapfer holt sie ihr weniges Gepäck aus dem Gepäckkasten der Kutsche und wendet sich mit den zwei nur halb gefüllten Taschen dem Hauptgebäude der Station - dem sogenannten Trail-House - zu, um den anderen zu folgen.
Ihr ist schwer ums Herz, aber sie kann unmöglich ahnen, dass dieser Ort die Hölle für sie sein wird ...

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