G. F. Unger 2225

Sie war keine Lady
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Inhaltsangabe

Als wir über die Hügel kamen, hatten wir einen weiten Blick nach Norden, denn die nächsten Hügelketten waren niedriger. Man konnte über sie hinweg auf den Sundown Pass und die Black Hills sehen, wo überall nach Gold gesucht wurde und es die wilden Campstädte Deadwood und Lead gab. Wir waren in der sechsspännigen Kutsche vom Missouri herüber gekommen und durch das Belle Fourche Valley gerollt.
Während wir auf der Wasserscheide verhielten, um das Gespann verschnaufen zu lassen, hörten wir den Fahrer plötzlich fluchen und zu seinem Begleitmann heiser sagen: »Verdammt, Jube, in Sundown City brennt es. Das ist ein Riesenfeuer. Die ganze verdammte Stadt brennt. Und wer weiß, ob wir dort ein frisches Gespann bekommen werden ...«
Dann fuhr die Kutsche weiter.
In mir war mit einem Mal ein eigenartiges Spannungsgefühl. Ich wusste, etwas kam auf mich zu, und ich würde höllisch auf der Hut sein müssen ...

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 27.06.2023
  • Autor/Autorin: G. F. Unger
  • Reihe: G.F.Unger
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • Format: E-Book
  • Dateiformat: EPUB
  • Kopierschutz: Wasserzeichen
  • Dateigröße: 1 MB
  • Verlag: BASTEI LÜBBE
  • Sprache: Deutsch
  • Umfang: 64 Seiten
  • ISBN: 9783751753883
  • Lieferung: Sofort per Download
  • Hinweis: Sofort per Download lieferbar. Kein physischer Versand.
  • Kompatibilität: Kompatibel mit EPUB-fähigen E-Readern und Apps.
Herstellerinformationen
Bastei Lübbe AG
Schanzenstr. 6-20
51063 Köln
DE

Email: produktsicherheit@bastei-luebbe.de

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Nachdem die Kutsche das Trail-House an der Red‑River-Furt erreicht hat und die Passagiere ausgestiegen sind, um sich die Beine zu vertreten oder einen kleinen Imbiss einzunehmen, wendet sich der Fahrer an das blasse Mädchen.
»Weiter kann ich Sie ohne Fahrgeld nicht mitnehmen, Miss«, sagt er bedauernd. »Ich hätte es gern getan, aber leider steigen hier zwei zahlende Passagiere zu, und einer davon wird sowieso schon auf dem Kutschendach mitfahren müssen. Tut mir leid, Miss, aber für Sie ist hier Endstation.«
Jessica Malorny, der man ansieht, dass sie eine längere Zeit sehr krank gewesen ist, presst die Lippen zusammen und nickt stumm. Seit sie vor zwei Jahren von daheim fortlief, hat sie sich das Betteln längst abgewöhnt. Sie begriff ziemlich schnell, dass man auf dieser Erde für alles seinen Preis zahlen muss.
Tapfer holt sie ihr weniges Gepäck aus dem Gepäckkasten der Kutsche und wendet sich mit den zwei nur halb gefüllten Taschen dem Hauptgebäude der Station - dem sogenannten Trail-House - zu, um den anderen zu folgen.
Ihr ist schwer ums Herz, aber sie kann unmöglich ahnen, dass dieser Ort die Hölle für sie sein wird ...

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