G. F. Unger 2223

Die Sekunde ohne Gnade
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Inhaltsangabe

Die Ballard-Brüder hatten mich eingeholt.
In Rosita, einem kleinen Nest an der Wagenstraße von Santa Fe nach El Paso. Sie waren schon wochenlang hinter mir her, weil ich ihren dritten Bruder in Nogales von den Beinen geschossen hatte. Er hatte es nicht anders haben wollen.
Dass er den Colt zuerst zog, galt für seine Brüder nicht. Sie wollten meinen Tod. Deshalb saßen sie mir auf der Fährte.
Und weil mir das Geld ausgegangen war und ich wieder ein wenig arbeiten musste, um mir weiteres Reisegeld zu verdienen, holten sie mich ein.
Ja, und dann waren wieder jene Sekunden ohne Gnade da.
Es gab keinen Ausweg für mich. Denn sie stellten mich wie zwei erfahrene Kopfgeldjäger.
Weil ich am Leben bleiben wollte, musste ich schießen.
Nun lebten sie nicht mehr.
Und ich selbst lebte nur noch ganz schwach. Wenn sich meine Wunden entzünden sollten, würde ich sterben ...

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 13.06.2023
  • Autor/Autorin: G. F. Unger
  • Reihe: G.F.Unger
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • Format: E-Book
  • Dateiformat: EPUB
  • Kopierschutz: Wasserzeichen
  • Dateigröße: 996 KB
  • Verlag: BASTEI LÜBBE
  • Sprache: Deutsch
  • Umfang: 64 Seiten
  • ISBN: 9783751753869
  • Lieferung: Sofort per Download
  • Hinweis: Sofort per Download lieferbar. Kein physischer Versand.
  • Kompatibilität: Kompatibel mit EPUB-fähigen E-Readern und Apps.
Herstellerinformationen
Bastei Lübbe AG
Schanzenstr. 6-20
51063 Köln
DE

Email: produktsicherheit@bastei-luebbe.de

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Nachdem die Kutsche das Trail-House an der Red‑River-Furt erreicht hat und die Passagiere ausgestiegen sind, um sich die Beine zu vertreten oder einen kleinen Imbiss einzunehmen, wendet sich der Fahrer an das blasse Mädchen.
»Weiter kann ich Sie ohne Fahrgeld nicht mitnehmen, Miss«, sagt er bedauernd. »Ich hätte es gern getan, aber leider steigen hier zwei zahlende Passagiere zu, und einer davon wird sowieso schon auf dem Kutschendach mitfahren müssen. Tut mir leid, Miss, aber für Sie ist hier Endstation.«
Jessica Malorny, der man ansieht, dass sie eine längere Zeit sehr krank gewesen ist, presst die Lippen zusammen und nickt stumm. Seit sie vor zwei Jahren von daheim fortlief, hat sie sich das Betteln längst abgewöhnt. Sie begriff ziemlich schnell, dass man auf dieser Erde für alles seinen Preis zahlen muss.
Tapfer holt sie ihr weniges Gepäck aus dem Gepäckkasten der Kutsche und wendet sich mit den zwei nur halb gefüllten Taschen dem Hauptgebäude der Station - dem sogenannten Trail-House - zu, um den anderen zu folgen.
Ihr ist schwer ums Herz, aber sie kann unmöglich ahnen, dass dieser Ort die Hölle für sie sein wird ...

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