G. F. Unger 2222

Ein Revolver für Jessica
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Inhaltsangabe

Weil ich Deputy in Longhorn war und natürlich immer gern wusste, wer in unser Land kam, war ich fast immer zur Stelle, wenn die Postkutsche eintraf. Sie lud bei uns nicht nur Post und Pakete ab und wechselte das Gespann - nein, manchmal brachte sie auch Fahrgäste mit, die in Longhorn ausstiegen.
Und so war es auch an jenem heißen Julitag.
Einer der neun Fahrgäste - es war eine Frau - stieg nicht nur aus, um sich ein wenig die Füße zu vertreten oder im Restaurant eine Erfrischung einzunehmen, nein, die blonde Schöne ließ sich ihr weniges Reisegepäck geben. Es waren nur zwei schon recht abgenutzte Segeltuchtaschen. Mit ihnen in den Händen trat sie einige Schritte von der Kutsche weg und sah sich suchend um.
Sie gefiel mir von Anfang an.
Ja, es traf mich wie ein Blitz, als sich unsere Blicke begegneten. Das spürte ich gleich ...

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 06.06.2023
  • Autor/Autorin: G. F. Unger
  • Reihe: G.F.Unger
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • Format: E-Book
  • Dateiformat: EPUB
  • Kopierschutz: Wasserzeichen
  • Dateigröße: 1 MB
  • Verlag: BASTEI LÜBBE
  • Sprache: Deutsch
  • Umfang: 64 Seiten
  • ISBN: 9783751753852
  • Lieferung: Sofort per Download
  • Hinweis: Sofort per Download lieferbar. Kein physischer Versand.
  • Kompatibilität: Kompatibel mit EPUB-fähigen E-Readern und Apps.
Herstellerinformationen
Bastei Lübbe AG
Schanzenstr. 6-20
51063 Köln
DE

Email: produktsicherheit@bastei-luebbe.de

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Nachdem die Kutsche das Trail-House an der Red‑River-Furt erreicht hat und die Passagiere ausgestiegen sind, um sich die Beine zu vertreten oder einen kleinen Imbiss einzunehmen, wendet sich der Fahrer an das blasse Mädchen.
»Weiter kann ich Sie ohne Fahrgeld nicht mitnehmen, Miss«, sagt er bedauernd. »Ich hätte es gern getan, aber leider steigen hier zwei zahlende Passagiere zu, und einer davon wird sowieso schon auf dem Kutschendach mitfahren müssen. Tut mir leid, Miss, aber für Sie ist hier Endstation.«
Jessica Malorny, der man ansieht, dass sie eine längere Zeit sehr krank gewesen ist, presst die Lippen zusammen und nickt stumm. Seit sie vor zwei Jahren von daheim fortlief, hat sie sich das Betteln längst abgewöhnt. Sie begriff ziemlich schnell, dass man auf dieser Erde für alles seinen Preis zahlen muss.
Tapfer holt sie ihr weniges Gepäck aus dem Gepäckkasten der Kutsche und wendet sich mit den zwei nur halb gefüllten Taschen dem Hauptgebäude der Station - dem sogenannten Trail-House - zu, um den anderen zu folgen.
Ihr ist schwer ums Herz, aber sie kann unmöglich ahnen, dass dieser Ort die Hölle für sie sein wird ...

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