G. F. Unger 2220

Klirrender Trab
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Inhaltsangabe

Als die Postkutsche vor der Station am Four Mesa Creek anhält, regt sich dort nichts. Der Fahrer beginnt zu fluchen. Und sein Begleitmann hält die Schrotflinte schussbereit.
Auch in den Corrals regt sich nichts. Kein Tier ist dort zu sehen - nicht ein einziges Pferd. Dabei müsste der Stationsmann eigentlich ein frisches Sechsergespann bereithalten, um es gegen das müde der Kutsche auszuwechseln.
Es ist später Nachmittag. Die Sonne verschwand bereits hinter der Mesa. Die Stimme des Fahrers brüllt nun rau: »Paco! Hoiii, Paco! Wo bist du, verdammt noch mal?« Aber er erhält keine Antwort.
Aus der Kutsche ruft eine männliche Stimme: »Zum Teufel, auf was warten wir noch? Fahrt doch weiter. Wenn sogar der Stationsmann weg ist, dann sollten wir mit dieser verdammten Kutsche auch keine Zeit mehr verlieren!«
Aber der Fahrer gibt keine Antwort. Er und sein Begleitmann haben ein kleines Stück braune Pappe entdeckt, die in einem Riss des Stützbalkens steckt, der den Querbalken des Verandadaches trägt ...

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 23.05.2023
  • Autor/Autorin: G. F. Unger
  • Reihe: G.F.Unger
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • Format: E-Book
  • Dateiformat: EPUB
  • Kopierschutz: Wasserzeichen
  • Dateigröße: 1006 KB
  • Verlag: BASTEI LÜBBE
  • Sprache: Deutsch
  • Umfang: 64 Seiten
  • ISBN: 9783751753838
  • Lieferung: Sofort per Download
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  • Kompatibilität: Kompatibel mit EPUB-fähigen E-Readern und Apps.
Herstellerinformationen
Bastei Lübbe AG
Schanzenstr. 6-20
51063 Köln
DE

Email: produktsicherheit@bastei-luebbe.de

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Nachdem die Kutsche das Trail-House an der Red‑River-Furt erreicht hat und die Passagiere ausgestiegen sind, um sich die Beine zu vertreten oder einen kleinen Imbiss einzunehmen, wendet sich der Fahrer an das blasse Mädchen.
»Weiter kann ich Sie ohne Fahrgeld nicht mitnehmen, Miss«, sagt er bedauernd. »Ich hätte es gern getan, aber leider steigen hier zwei zahlende Passagiere zu, und einer davon wird sowieso schon auf dem Kutschendach mitfahren müssen. Tut mir leid, Miss, aber für Sie ist hier Endstation.«
Jessica Malorny, der man ansieht, dass sie eine längere Zeit sehr krank gewesen ist, presst die Lippen zusammen und nickt stumm. Seit sie vor zwei Jahren von daheim fortlief, hat sie sich das Betteln längst abgewöhnt. Sie begriff ziemlich schnell, dass man auf dieser Erde für alles seinen Preis zahlen muss.
Tapfer holt sie ihr weniges Gepäck aus dem Gepäckkasten der Kutsche und wendet sich mit den zwei nur halb gefüllten Taschen dem Hauptgebäude der Station - dem sogenannten Trail-House - zu, um den anderen zu folgen.
Ihr ist schwer ums Herz, aber sie kann unmöglich ahnen, dass dieser Ort die Hölle für sie sein wird ...

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