G. F. Unger 2213

Kiowa-Trail
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Inhaltsangabe

Es war im Sommer 1866, als ich mit meinem Wagenzug den Medicine Lake erreichte und anhalten ließ, obwohl es erst Nachmittag war und wir bis Nachtanbruch noch einige Meilen hätten fahren können.
Doch das Wasser des Medicine Lake war zu gut. Es enthielt irgendwelche Mineralien und galt bei den Indianern als hervorragendes Heilwasser.
Und was für die Indianer gut war, konnte für Mensch und Tier meines Wagenzuges nicht schlecht sein.
Mein Wagenzug war nicht groß. Es war kein Frachtwagenzug, der für Geld Güter transportierte. Nein, bei mir war es anders. Ich war ein »Fahrender Händler«. Mein Wagenzug war sozusagen ein fahrender General Store, und jeder der vier Wagen konnte schnell zu einem Verkaufsstand umfunktioniert werden. Meine vier Fahrer waren zugleich Verkäufer.
Den fünften Wagen - er war klein - fuhr unser Koch. Und ich selbst ritt im Sattel.
Wir waren also sechs Mann stark. Aber es gab sicherlich zwischen Kansas City und Santa Fe keine hartbeinigere Mannschaft als uns. Wir nahmen es - wenn es sein musste - auch mit dem Teufel auf ...

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 04.04.2023
  • Autor/Autorin: G. F. Unger
  • Reihe: G.F.Unger
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • Format: E-Book
  • Dateiformat: EPUB
  • Kopierschutz: Wasserzeichen
  • Dateigröße: 975 KB
  • Verlag: BASTEI LÜBBE
  • Sprache: Deutsch
  • Umfang: 64 Seiten
  • ISBN: 9783751749718
  • Lieferung: Sofort per Download
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  • Kompatibilität: Kompatibel mit EPUB-fähigen E-Readern und Apps.
Herstellerinformationen
Bastei Lübbe AG
Schanzenstr. 6-20
51063 Köln
DE

Email: produktsicherheit@bastei-luebbe.de

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Nachdem die Kutsche das Trail-House an der Red‑River-Furt erreicht hat und die Passagiere ausgestiegen sind, um sich die Beine zu vertreten oder einen kleinen Imbiss einzunehmen, wendet sich der Fahrer an das blasse Mädchen.
»Weiter kann ich Sie ohne Fahrgeld nicht mitnehmen, Miss«, sagt er bedauernd. »Ich hätte es gern getan, aber leider steigen hier zwei zahlende Passagiere zu, und einer davon wird sowieso schon auf dem Kutschendach mitfahren müssen. Tut mir leid, Miss, aber für Sie ist hier Endstation.«
Jessica Malorny, der man ansieht, dass sie eine längere Zeit sehr krank gewesen ist, presst die Lippen zusammen und nickt stumm. Seit sie vor zwei Jahren von daheim fortlief, hat sie sich das Betteln längst abgewöhnt. Sie begriff ziemlich schnell, dass man auf dieser Erde für alles seinen Preis zahlen muss.
Tapfer holt sie ihr weniges Gepäck aus dem Gepäckkasten der Kutsche und wendet sich mit den zwei nur halb gefüllten Taschen dem Hauptgebäude der Station - dem sogenannten Trail-House - zu, um den anderen zu folgen.
Ihr ist schwer ums Herz, aber sie kann unmöglich ahnen, dass dieser Ort die Hölle für sie sein wird ...

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