Eine Chance ist ein höchstens spatzengroßer Vogel

Roman | Eine bewegende russisch-jüdische Familiengeschichte, ein literarischer Glücksfall.
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Inhaltsangabe

Ende der Achtziger, das ist im letzten Jahrtausend. Ende der Achtziger, das ist genau jetzt. 

Marina träumt davon, der Sowjetunion den Rücken zu kehren, die Chance auf ein anderes Leben zu ergreifen, und sei sie noch so klein. Sie weiß: Eine Chance ist ein höchstens spatzengroßer Vogel, der nicht stillsitzt und wartet, dass man ihn fängt. 

Jahre später und unzählige Kilometer entfernt versuchen Marinas Töchter, sich ihre Mutter als junge Frau vorzustellen. Wie war ihr Leben, bevor sie Mutter wurde? Wie ihr Verhältnis zur Großmutter, die sie nie kennengelernt haben: eine Ingenieurin mit einem Talent nicht nur für Zahlen, sondern auch für Deutungen der Zukunft.

Nach und nach reimen sich Marinas Töchter die Geschichte ihrer Familie zusammen. Eine Geschichte, bevölkert von Geistern, eine Geschichte, die zeigt, wie die Zeiten vergehen: ohne je ganz vergangen zu sein.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 12.08.2025
  • Autor/Autorin: Yulia Marfutova
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Rowohlt
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 209/131/18 mm
  • Seitenanzahl: 144
  • ISBN: 9783498007690
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Mit traumwandlerischer Sicherheit verbindet Yulia MarfutovaZeithistorie und Einzelschicksal, Gefühl und Verstand.
  • Eine russisch-jüdische Familiengeschichte von großem künstlerischen und emotionalen Gewicht
  • Für Leser:innen von Zsuzsa Bánk, Katerina Poladjan, Lena Gorelik und Iris Wolff
Pressestimmen
»Die Autorin, denkt man sich beim Lesen, muss eine der drei zuhörenden Schwestern sein. Es mag in ihr, denkt man sich, auch etwas von der Mutter dieser drei stecken: Marina, die schon schreibt, bevor sie weiß, dass sie eine Schriftstellerin sein könnte. Das Schreiben ist einfach das, was sie tut.«
Judith von Sternburg, Berliner Zeitung, 17. Januar 2026
»Eine ungewöhnliche, packend erzählte und sprachlich souveräne Mutter-Tochter-Geschichte.«
Bernadette Conrad, Bücher am Sonntag (Beilage NZZ am Sonntag), 30. November 2025
»Wenn die Welt zusammenbricht, flüstert einem dieser leise Roman zu, braucht man sehr dringend eine zweite Welt, an die man stattdessen glauben kann.«
Michael Wolf, Der Tagesspiegel, 27. November 2025
»Raffiniert, amüsant und ernsthaft zugleich.«
Das Magazin, 25. November 2025
»So virtuos und unverwechselbar ist die Geschichte einer Herkunft kaum einmal erzählt worden. Hier sieht man so deutlich, was Literatur vermag.«
ORF Ö1 "Ex Libris", 23. November 2025
»Präzise und mit warmem versöhnlichen Tonfall erzählt.«
Bayern 2 "Büchermagazin", 17. November 2025
»Ein ungemein gelungenes Buch.«
Bernadette Conrad, SRF 2 Kultur, 13. November 2025
»In extremer Verdichtung und luftiger Poesie treibt Yulia Marfutova die Geschichte voran, spielt das Ungefähre der Erinnerung gegen die gelebte Gegenwart aus.«
Ruth Bender, KN online, 11. November 2025
»Gegenwartsliteratur ist im besten Falle nicht nur eine Ergänzung all der Literatur, die schon vorher da war, sondern revidiert das Tradierte und bislang Geltende auch.«
Michael Wolf, tagesspiegel.de, 9. November 2025
»Spielerisch schliesst Yulia Marfutova an die unterschiedlichen Wirklichkeitssphären an, die schon 2021 ihr erstaunliches Debüt bestimmt haben.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 7. November 2025
»Ein geistreicher Roman, der kurz ist und doch viel erzählt.«
Hauke Harder, leseschatz.com, 30. Oktober 2025
»Der Coup dieses äußerst schmalen, aber dafür bis zum Rand gefüllten Buches, um das gleich hinauszuposaunen, ist die von der Autorin Yulia Marfutova eingesetzte Erzählinstanz: ein Mäusekollektiv ... Wobei das nur theoretisch umständlich ist, praktisch ist es leicht und häufig gewitzt und unmittelbar (aber aufpassen muss man schon).«
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 23. Oktober 2025
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