Anton und Alma

Roman | »Dana Vowinckel hat die Welt durch ihre leuchtende Literatur zu einem schöneren Ort gemacht.« Christian Kracht | Shortlist Deutscher Buchpreis 2026
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Inhaltsangabe
Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren an derselben Universität – doch das ist auch schon alles, was sie verbindet. Anton entstammt einer Akademikerfamilie, Alma ist bei ihrer Mutter und ihrem lieblosen Stiefvater am östlichen Stadtrand aufgewachsen. Anton ist Jude. Alma nicht. Doch die beiden verlieben sich, ziehen zusammen, streiten und versöhnen sich, bis Anton nach New York geht, um dort seine Masterarbeit über die Massenkonversion der Chasaren zum Judentum zu schreiben. Alma bleibt allein zurück und sucht Halt in Antons Gemeinde. Erst die Ereignisse des 7. Oktober 2023 und des Gaza-Kriegs, die polarisierte Stimmung sowohl auf dem Campus als auch in seiner eigenen Familie lassen Anton zu Alma zurückkehren, bei ihr Trost und Zuflucht finden. Doch dann reißt ein tiefer Abgrund auf, und die Hoffnung auf Glück scheint ferner denn je.
Anton und Alma erzählt die Geschichte einer großen Liebe in einer zunehmend gespaltenen Welt. Von der Sehnsucht nach Aufrichtigkeit und Geborgenheit, von Trauer und Verlust, von Glauben und Zugehörigkeit – und von unser aller Versuch, dem Leben einen Sinn zu geben. Ein herzzerreißender, mutiger Roman darüber, was es bedeutet, Mensch zu sein.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 02.09.2026
  • Autor/Autorin: Dana Vowinckel
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 6
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/136/38 mm
  • Seitenanzahl: 542
  • ISBN: 9783518432976
Pressestimmen
»... [V]oller akuter Einsichten in Fragen von Identität und Zugehörigkeit.«
Denis Scheck, tagesspiegel.de, 16. Oktober 2026
»Treffend schildert Vowinckel eine für Jüdinnen und Juden unmögliche Zeit.«
Lina Paulitsch, Falter, 7. Oktober 2026
»Dana Vowinckel hat einen Roman geschrieben, der den Nerv vieler Juden und Nichtjuden zugleich trifft.«
Ayala Goldmann, Jüdische Allgemeine, 6. Oktober 2026
»Dana Vowinckel scheut keine erzählerischen Fallhöhen und schenkt ihren Figuren nichts. Und so bleibt man nach der Lektüre beglückt und erschüttert zurück, seelisch wie – und das ist selten – körperlich.«
Katrin Krämer, NDR, 5. Oktober 2026
»Identitätskrise, deutsche Schuld und Tragik: ein wunderbar lesbarer, doch anspruchsvoller Roman mit wohlkalkuliertem Gegenwartsbezug: Vowinckel dürfte damit als Favoritin ins Rennen um den Deutschen Buch preis gehen.«
Marlen Hobrack, WELT AM SONNTAG, 4. Oktober 2026
»Über einen längeren Zeitraum entwickelt sich die Beziehung von Alma und Anton ... Zunehmend fesseln hier zwei sehr unter schiedliche Charaktere durch sehr heutige Dialoge, fein beobachtet und skizziert aus der Sicht einer gewitzten distanzierten Autorin, die viel Inventar und Personal einschleust.«
Madeleine Napetschnig, Die Presse am Sonntag, 4. Oktober 2026
»Beeindruckender und nachhallender Roman von Dana Vowinckel.«
Kronen Zeitung, 4. Oktober 2026
»Anton und Alma ist ein lehrreicher politischer Liebesroman, der glaubwürdig auf die Tränendrüse drückt.«
Katharina Körting, die Kirche. Evangelische Wochenzeitung, 4. Oktober 2026
»Dieser Roman fängt einfach an, beinahe schüchtern. ... Seiten später beginnt man zu ahnen, dass Dana Vowinckel ihre Leser mitten in eine dicht gestrickte Geschichte über Liebe zwischen zwei jungen Erwachsenen, Jüdischsein in Deutschland, den 7. Oktober und den Krieg in Gaza entführt hat. Und das anscheinend völlig mühelos.«
Leonie C. Wagner, Neue Zürcher Zeitung, 3. Oktober 2026
»Genau darin liegt seine größte Stärke: Anton und Alma bringt einem zwei Menschen so nah, dass man sie ein Stück mitnimmt. In den Alltag, in die eigenen Gedanken. Wenn man das Buch schließlich aus der Hand legt, fühlt es sich nicht an, als hätte man eine Geschichte beendet. Eher, als müsste man zwei Menschen verabschieden, die man gerade erst kennengelernt hat.«
Sandra Belschner, Stuttgarter Zeitung, 3. Oktober 2026
»Eindrücklich erzählt Vowinckel von jüdischer Identität, Terror und Antisemitismus, vom aktuellen politischen Weltgeschehen und nicht zuletzt von einer außergewöhnlichen Liebe.«
ORF, 2. Oktober 2026
»Ein großer Roman.«
Daniel Voglhuber, Kurier, 30. September 2026

CineBuch-Redaktion

Unsere Einschätzung

Alma Bormann und Anton Weiss begegnen sich als Jugendliche während eines Schüleraustauschs in der Bretagne und verlieren einander danach nie ganz aus den Augen. Jahre später führt ihr Weg sie in Berlin wieder zusammen. Zwischen Verliebtheit, Rückzug und dem Wunsch nach Zugehörigkeit treffen unterschiedliche Familiengeschichten, soziale Milieus und Vorstellungen von jüdischer Identität aufeinander.

Dana Vowinckel erzählt abwechselnd aus Almas und Antons Perspektive und verbindet eine intensive Liebesgeschichte mit Fragen nach Erinnerung, Antisemitismus und geerbten Verletzungen. Kurze Kapitel sorgen für Bewegung, während innere Monologe, historische Exkurse und politische Debatten konzentrierte Lektüre verlangen. Die direkte, oft schwarzhumorige Sprache spart psychische Krisen, familiäre Gewalt und Sexualität nicht aus; die Hardcover-Ausgabe eignet sich zum langsamen Weiterlesen und Nachschlagen.

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Passt zu dir, wenn …

  • du psychologisch dichte Beziehungsromane mit wechselnden Perspektiven schätzt
  • du dich für jüdisches Leben, Erinnerungskultur und Zugehörigkeit interessierst
  • du direkte Gegenwartsprosa mit schwarzem Humor und intellektuellem Anspruch magst

Eher nicht, wenn …

  • du explizite Sexualität, psychische Krisen und antisemitische Gewalt lieber meidest
  • du eine geradlinige Liebesgeschichte ohne historische und politische Exkurse erwartest
Lesegefühlausgewogen
Spracheanspruchsvoll
Romantikstark
Gewaltdeutlich

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Torstr. 44
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