Dunkel, fast Nacht

Roman
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Taschenbuch
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Inhaltsangabe

Eine Stadt ist in Aufruhr. Drei Kinder sind verschwunden. Die erfolglosen Ermittlungen befeuern die Gerüchte. Verdächtigungen und Schuldzuweisungen greifen um sich. Gehetzt wird gegen die »Katzenfresser«, die Zigeuner. Im Radio und im Internet lodert die Sprache des Hasses. Als Alicja Tabor in die Stadt ihrer Kindheit zurückkehrt, um als Journalistin Nachforschungen über die rätselhaften Entführungen anzustellen, ereignen sich unerklärliche Dinge, die Atmosphäre ist unheimlich. Joanna Bator schildert, wie Stimmungen kippen können, wie latente Ängste und Traumata sich in jähe Ausbrüche von Wahnsinn verwandeln. Ein Roman über die Brüchigkeit einer Gesellschaft, die ihre gemeinsame Sprache verloren hat.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 20.01.2021
  • Autor/Autorin: Joanna Bator
  • Übersetzung: Lisa Palmes
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 190/118/28 mm
  • Seitenanzahl: 510
  • ISBN: 9783518471197
Darum lohnt sich dieses Buch

Preisgekrönter Bestseller

Pressestimmen
»... wieder ein sehr packender und lesenswerter Roman der polnischen Autorin.«
Bärbel Gerdes, aviva-berlin.de, 17. Mai 2016
»Bator zeigt auch mit diesem Roman, dass sie international in der ersten Reihe der zeitgenössischen Schriftstellerinnen steht. Zurecht gilt sie heute in Polen als bedeutendste lebende Autorin ihres Landes.«
Emma, 26. April 2016
»Joanna Bator verdichtet die nicht aufgearbeiteten Traumata der polnischen Geschichte und die Herausforderungen der Gegenwart in diesem hochliterarischen Text ... . Ein düsteres Epochenportrait und eine Kriminal- und Framiliengeschichte, die man bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen kann, weil sie so ungeheuerlich ist.«
Mareike Ilsemann, WDR, 22. April 2016
»Meisterhaft verwebt Joanna Bator ihr Schicksal mit den großen Themen unserer Zeit. Sie erzählt schnell, beinahe atemlos, mit einer Gabe für liebenswert-skurrile Figuren, die den Leser an die Hand nehmen und aus der Finsternis herausführen.«
Angela Wittmann, Brigitte, 13. April 2016
»... deswegen lohnt es sich, Dunkel, fast Nacht zu lesen – diesen erstklassigen, teils als Krimi, teils als Groteske gestalteten Roman, der zu Recht mit dem NIKE, dem wichtigsten polnischen Literaturpreis, ausgezeichnet wurde.«
Marta Kijowska, SWR2, 12. März 2016
»Dieser Roman ist so reichhaltig und spielt auch sprachlich auf vielen Ebenen.«
Jeannette Villachica, Wiener Zeitung, 12. März 2016
»Beeindruckend ist, wie kunstfertig Bator die vielen kaleidoskopischen Elemente ihres Romans montiert ...«
Tobias Schwartz, Der Tagesspiegel, 23. Februar 2016
»Wie Alicja sich an ihre Schwester erinnert, gehört zu den herzzereißendsten Schwesternerzählungen der jüngsten Literaturgeschichte.«
Antje Liebsch, Brigitte Woman
»Dieses Buch hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck.«
Gesa Füßle, Buch-Magazin
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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In einem letzten Versuch, ihre erkaltende Liebe zu retten, fliegt ein Paar nach Kreta. Als sie anderntags in der Morgensonne erwacht, ist er bereits schwimmen gegangen. Als sie ihn gegen Mittag anruft, klingelt sein Handy in der Ferienunterkunft. Und als sie am Strand steht, weiß sie sofort: Hier ist er nicht. Aus Stunden des Suchens werden Tage, Wochen, Monate – nichts in diesen Geschichten ist, was es ist. Ob etwa die todkranke Frau, der im Wald immer wieder zwei geisterhafte Kinder begegnen, noch in der Realität oder schon in einer Zwischenwelt lebt, bleibt in der Schwebe. Und das seit Jahrzehnten leerstehende Hotel Sudeten, in dem eine seltsame Gesellschaft haust – ist es ein Nachtasyl oder vielleicht doch eine psychiatrische Klinik?

Alles, was Joanna Bator in klarem, hartem Duktus erzählt, ist in ein Zwielicht getaucht. Sechzehn romanhaft verschränkte unheimliche Erzählungen, die uns dieselben Protagonisten in ständig neuer Perspektive zeigen. Während wir sie lesend immer besser kennenlernen, verirren wir uns immer tiefer in einem Spiegellabyrinth.

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