Bitternis

Roman | Ein Epos über starke, zornige Frauen | Eine deutsch-polnische Familiengeschichte, von 1938 bis heute
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Inhaltsangabe

Kalina Serce, jüngster Spross einer Frauendynastie, betritt eine lange verlassene Villa – die frühere Pension Glück im schlesischen Langwaltersdorf. Hier traf sich einst Kalinas Urgroßmutter Berta mit ihrem Geliebten. Berta träumt davon, mit ihm nach Prag zu fliehen. Als der Vater dies jedoch verhindert, schreitet sie zu einer ungeheuren Tat.

Joanna Bators deutsch-polnische Familiengeschichte, die 1938 einsetzt und bis in die Gegenwart reicht, erzählt von Frauen, die für ihre Freiheit und ihr Lebensglück aufs Ganze gehen - von ihren Triumphen und Niederlagen und dem langen Schatten ihrer Geheimnisse. Mit ihrem sezierenden und oft gnadenlosen Blick auf weibliche Sehnsüchte, auf Lebenslügen und verblendete Selbstbilder gelingt der Autorin ein ungemein vitales, von Wut und Witz sprühendes Werk.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 23.06.2026
  • Autor/Autorin: Joanna Bator
  • Übersetzung: Lisa Palmes (aus dem Polnischen)
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 190/118/40 mm
  • Seitenanzahl: 826
  • ISBN: 9783518474938
Pressestimmen
»Geballte Erzählkraft mit starken Frauen im Mittelpunkt ...«
Claudia Hötzendorfer, Rheinische Post, 22. Februar 2024
»Angereichert mit düsterem Humor und ein bisschen Magie, entsteht so ein monumentaler, zugleich aber denkbar intimer Roman.«
kulturnews.de, 9. Januar 2024
»... eines der besten Bücher des Jahres ...«
Jurek Skrobala, DER SPIEGEL, 23. Dezember 2023
»Joanna Bator hat einen großen Familienroman geschrieben ...«
Fokke Joel, taz.de, 8. Dezember 2023
»[Nach 829 Seiten ist] dieser grossartige Roman ... leider schon zu Ende.«
Franz Haas, Neue Zürcher Zeitung, 5. Dezember 2023
»Joanna Bators opulenter und temporeicher Roman ist ein Wimmelbild weiblicher Glückssuche über Generationen und Grenzen aller Art hinweg. … Wohl noch nie ist von der transgenerationalen Weitergabe von Traumata und der mühsamen, allmählichen Befreiung aus ihnen so mitreißend und erhellend erzählt worden.«
Jörg Plath, Deutschlandfunk Kultur - LESART, 24. November 2023
»Bitternis ist eine Familiensaga, die vier Frauengenerationen rund hundert Jahre folgt, geprägt von den dunklen Flecken ihrer Vergangenheit. Es ist düster, es ist bitter, es ist sarkastisch und mit 829 Seiten in jedem Wortsinn ein großes Werk.«
Maja Beckers, DIE ZEIT, 16. November 2023
»In ihrem epochalen Roman Bitternis erzählt die polnische Autorin Joanna Bator Weltgeschichte als Epos weiblichen Alltags.«
Marie Schmidt, Süddeutsche Zeitung, 13. November 2023
»Doch wenngleich Joanna Bators Roman in seinen traumund albtraumhaftesten Szenen etwas Märchenhaftes hat, so wirkt er doch zugleich extrem lebensnah, brennt sich ein ins Gedächtnis, ermöglicht ein beinahe rauschhaftes Leseerlebnis.«
Beate Tröger, Deutschlandfunk Kultur, 5. November 2023
»… starken polnischen Frauen begegnet man in Joanna Bators Buch. Sie erzählt von ihrer Emanzipation – ihrem Mut und ihrer Verzweiflung und das mit viel bösem Humor und Fantasie. Es ist wieder ein tolles Joanna Bator-Buch – nicht umsonst ist sie eine der wichtigsten Stimmen der polnischen Literatur.«
Nathalie Daiber, rbb kultur, 4. November 2023
»Ein Roman, randvoll mit Emotionen.«
VOGUE
»... ein wuchtiger Epos.«
DONNA
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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In einem letzten Versuch, ihre erkaltende Liebe zu retten, fliegt ein Paar nach Kreta. Als sie anderntags in der Morgensonne erwacht, ist er bereits schwimmen gegangen. Als sie ihn gegen Mittag anruft, klingelt sein Handy in der Ferienunterkunft. Und als sie am Strand steht, weiß sie sofort: Hier ist er nicht. Aus Stunden des Suchens werden Tage, Wochen, Monate – nichts in diesen Geschichten ist, was es ist. Ob etwa die todkranke Frau, der im Wald immer wieder zwei geisterhafte Kinder begegnen, noch in der Realität oder schon in einer Zwischenwelt lebt, bleibt in der Schwebe. Und das seit Jahrzehnten leerstehende Hotel Sudeten, in dem eine seltsame Gesellschaft haust – ist es ein Nachtasyl oder vielleicht doch eine psychiatrische Klinik?

Alles, was Joanna Bator in klarem, hartem Duktus erzählt, ist in ein Zwielicht getaucht. Sechzehn romanhaft verschränkte unheimliche Erzählungen, die uns dieselben Protagonisten in ständig neuer Perspektive zeigen. Während wir sie lesend immer besser kennenlernen, verirren wir uns immer tiefer in einem Spiegellabyrinth.

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