Die Flucht der Bärin

Von der Bestsellerautorin von „Bitternis“
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Inhaltsangabe

In einem letzten Versuch, ihre erkaltende Liebe zu retten, fliegt ein Paar nach Kreta. Als sie anderntags in der Morgensonne erwacht, ist er bereits schwimmen gegangen. Als sie ihn gegen Mittag anruft, klingelt sein Handy in der Ferienunterkunft. Und als sie am Strand steht, weiß sie sofort: Hier ist er nicht. Aus Stunden des Suchens werden Tage, Wochen, Monate – nichts in diesen Geschichten ist, was es ist. Ob etwa die todkranke Frau, der im Wald immer wieder zwei geisterhafte Kinder begegnen, noch in der Realität oder schon in einer Zwischenwelt lebt, bleibt in der Schwebe. Und das seit Jahrzehnten leerstehende Hotel Sudeten, in dem eine seltsame Gesellschaft haust – ist es ein Nachtasyl oder vielleicht doch eine psychiatrische Klinik?

Alles, was Joanna Bator in klarem, hartem Duktus erzählt, ist in ein Zwielicht getaucht. Sechzehn romanhaft verschränkte unheimliche Erzählungen, die uns dieselben Protagonisten in ständig neuer Perspektive zeigen. Während wir sie lesend immer besser kennenlernen, verirren wir uns immer tiefer in einem Spiegellabyrinth.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 18.02.2026
  • Autor/Autorin: Joanna Bator
  • Übersetzung: Lisa Palmes (aus dem Polnischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2. Deutsche Erstausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/134/32 mm
  • Seitenanzahl: 317
  • ISBN: 9783518432853
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Österreichischer Staatspreis für europäische Literatur 2024
  • Joanna Bator ist eine furchtlose Erforscherin menschlicher Abgründe
  • Geschichten vom Verschwinden, Verwandeln und Verlieren
  • Seit Jahren Bestsellerautorin in Polen
Pressestimmen
»Joanna Bator hat hier sensationelle Gespenstergeschichten geschrieben über das Verborgene in uns. ... Schlesischer magischer Realismus. Wahnsinnig unheimlich und poetisch ...«
Volker Weidermann, DIE ZEIT, 30. Juli 2026
»[Ich konnte nicht] aufhören zu lesen. Liegt es an der unheimlichen, düsteren, abgründigen Atmosphäre dieser romanhaften Erzählungen, die mir immer wieder Gänsehaut bereitet hat? Daran, dass in vielen Geschichten Humor aufblitzt und die Autorin tiefe Empathie für ihre tragischen, traumhaft-verrückten Figuren hegt? Oder ist es die beeindruckend präzise, poetische Sprache, die Lisa Palmes so meisterhaft aus dem Polnischen übersetzt hat?«
Elena Fischer, DIE ZEIT – Was wir lesen, 23. Juli 2026
»Öfter erinnert [Bators] Schreiben an diesen magischen Kippmoment, den geübte Träumende kennen: wenn man sich dem Monster zuwendet und es fragt, was es will – wenn aus Panik Neugier entsteht.«
Julia Kohli, NZZ am Sonntag, 28. Juni 2026
»Wie bei einem mit Garn bespannten Stern gibt es Verbindungen von Orten, Personen und manchmal von Gegenständen über die Geschichten hinweg. Alles überkreuzt sich irgendwie, und der wunderschöne, kühle Schreibstil wickelt den Leser früher oder später mit ein. Dann möchte man mehr lesen von Joanna Bator.«
Elke Eickhoff, Ultimo, 17. Juni 2026
»Wer Spuk mag, erlebt ihn in diesem raffinierten Buch.«
Aachener Zeitung, 8. Juni 2026
»Allein die Spurensuche, wie alles zusammenhängt, macht jede Menge Spaß, doch Bators Erzählungen sind weit mehr als eine Schnitzeljagd … Eine Sammlung, die mehr ist als die Summe ihrer Teile - und schon die Teile allein sind verdammt gut.«
Matthias Jordan, Kulturnews, 29. Mai 2026
»Joana Bator lotet in den 16 surrealen Erzählungen des Bandes subtil das Unheimliche aus.«
News, 22. Mai 2026
»... 16 kunstvoll miteinander verbunden[e] Geschichten ... Joanna Bator unternimmt mit ihren Leserinnen und Lesern eine wahre Geisterbahnfahrt ...«
news.at, 12. Mai 2026
»Bator schafft ein Dickicht aus Charakteren und Handlungen, die wie Wasser ineinander verfließen.«
Aylin Cakanoglu, literaturundfeuilleton.wordpress.com, 4. Mai 2026
»[Man staunt über Bators] literarisches Können. Darüber, wie viele Details sie zusammenzutragen und wie stilsicher sie mit ihnen zu jonglieren weiß. Über ihre sprachliche Meisterschaft, die in der Übersetzung von Lisa Palmes auch auf Deutsch voll zur Geltung kommt. Über ihre Phantasie und ihre raffinierte Erzählperspektive, in der sich Beobachtungsgabe mit Distanz, Empathie mit Ironie, Melancholie mit Humor vermischen.«
Marta Kijowska, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Mai 2026
»Joanna Bator überrascht ... ist bei aller Düsternis und Melancholie im besten Sinne komisch und originell auch in Lisa Palmers gelungener Übersetzung.«
26. April 2026
»Man kann sich ... an den vielen Einfällen dieser fabulierlustigen Autorin delektieren, die völlig unvorhersehbaren Wendungen bewundern, die die Erzählungen allesamt nehmen, und über die Raffinesse in der Konstruktion des Textes staunen.«
Friederike Gösweiner, Die Presse, 11. April 2026
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Kalina Serce, jüngster Spross einer Frauendynastie, betritt eine lange verlassene Villa – die frühere Pension Glück im schlesischen Langwaltersdorf. Hier traf sich einst Kalinas Urgroßmutter Berta mit ihrem Geliebten. Berta träumt davon, mit ihm nach Prag zu fliehen. Als der Vater dies jedoch verhindert, schreitet sie zu einer ungeheuren Tat.

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