
Die zweite Haut
Inhaltsangabe
Die Erzählerin und ihre Brüder, die in prekären Verhältnissen in einem kleinen Dorf in Oberösterreich aufwachsen, werden von ihrer Mutter geradezu eingenäht. In einzelnen Kleidungsstücken zeichnet sich das Bild eines ganzen Lebens ab: Armut und Ausgrenzung, Scham, aber auch ein Ringen um Emanzipation der Erzählerin als Studentin, Schriftstellerin und Mutter.
Kleidung ist keine Hülle für den Körper, der Körper ist keine Hülle für den Menschen. Wie in eine zweite Haut wachsen wir mit ihnen in unser Leben hinein.
Sabine Scholl schreibt über die feinen und nicht so feinen Unterschiede, aus denen sich unser Schicksal webt, über die tiefen Wunden und über die Prägung der Herkunft, die uns ein Leben lang begleiten.
- »Ein feingewebter Roman über Klasse und Herkunft« ORF – Für Leser*innen von Annie Ernaux, Tove Ditlevsen und Dinçer Güçyeter.
- »Wie keine andere Autorin legt Sabine Scholl die feinen Strickmuster der sozialen Unterschiede offen.« (Maxi Obexer)
- Shortlist für den Österreichischen Buchpreis 2026
- Sabine Scholl ist eine vielfach ausgezeichnete und weitgereiste Schriftstellerin. »Die zweite Haut« ist eine literarische Reflexion auf ihr Leben, ein Roman mit Wirklichkeitsfülle.
Produktdetails
- Erscheinungsdatum: 10.03.2027
- Autor/Autorin: Sabine Scholl
- Einband: Taschenbuch
- Verlag: btb
- Sprache: Deutsch
- Größe (L/B/H): 187/118/19 mm
- Seitenanzahl: 224
- ISBN: 9783442776801
CineBuch-Redaktion
Unsere Einschätzung
Eine Mutter, die näht, um die Familie zusammenzuhalten, drei Kinder in einem oberösterreichischen Dorf, und Kleidungsstücke, in denen sich ein ganzes Leben abzeichnet: Armut, Ausgrenzung, Scham. Die Erzählerin arbeitet sich aus dieser Herkunft heraus, als Studentin, Schriftstellerin und Mutter, und merkt, dass die zweite Haut nicht abzulegen ist. Sabine Scholl erzählt Klasse als etwas, das man am Körper trägt.
Nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2026 und vom ORF als »feingewebter Roman über Klasse und Herkunft« beschrieben, steht das Buch in einer Reihe mit Annie Ernaux und Tove Ditlevsen – autobiografisch grundiert, präzise in den kleinen Unterschieden. Ein Buch für Leserinnen und Leser, die Herkunftsliteratur als genaue Beobachtung schätzen. Ungeduldige, die auf Handlung warten, finden hier eher Stoff als Plot.
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