die verbrechen

Gedichte
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Inhaltsangabe
Nach ihrem Roman „Die Sommer“ – der erste Gedichtband von Ronya Othmann „wir werden die detonation rückwärts lesen.“ Die Wörter können viel im langerwarteten ersten Gedichtband Ronya Othmanns. Sie kennen keine Grenzen für Zeiten, Begehren und Nationen. Sie bergen und betrauern die verschütteten Geschichten des Lebens zwischen allen Konventionen und Kulturen. Widerständig und zugleich an jeder Stelle ungeschützt und intim tragen diese existenziellen Gedichte einen neuen Ton in die Gegenwart. Die menschenverachtenden Verbrechen der Welt und das pure Glück, die Fremde des eigenen Lebens und das nie endende Heimweh finden zusammen in all dem „wovon du weißt, wenn du deine augen schließt“.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 25.10.2021
  • Autor/Autorin: Ronya Othmann
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 214/151/14 mm
  • Seitenanzahl: 112
  • ISBN: 9783446270831
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Queer, postmigrantisch, sprachlich ganze eigen: Wie Ocean
  • Vuon für die USA ist Ronya Othmann ein Phänomen für die
  • Ronya Othmann ist mit ihrer Lyrik mehrfach preisgekrönt und
  • Sehr oft aufgetreten - dieser Debütband wird erwartet.
Pressestimmen
»Es handelt sich um ein Werk von solch originärer Gestaltung, existenzieller Tiefe und berührender Ausdruckskraft, dass es sich fast verbittet, vom lyrischen Debüt zu sprechen – es sei denn, um über diese Tatsache zu staunen. […] In der traditionell als subjektiv geltenden Gattung Lyrik setzt Othmann gerade nicht beim ‚Ich‘ an.«
Herstellerinformationen
Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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Rückkehr nach Syrien

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«Seit einigen Tagen bin ich wieder am Handy. Ich wache auf, ich esse, arbeite unkonzentriert, lese die Nachrichten. Ich rufe meinen Vater an. Mein Vater steht morgens auf, liest die Nachrichten, geht arbeiten, sitzt vor dem Fernseher. Assad ist weg. Das Regime ist gefallen. Das Regime, vor dem mein Vater – ein staatenloser jesidischer Kurde – 1980 aus Syrien floh. Ich kenne das Land von Besuchen bei meinen Großeltern in meiner Kindheit. Ein Land, in dem an jeder Ecke das Porträt des Diktators und seines Vaters hing, ein Land über das eine Familie herrschte wie ein Mafia-Clan. 54 Jahre lang.»

Wenige Wochen nach dem Sturz Assads ist Ronya Othmann mit ihrem Vater nach Syrien gereist: auf den Spuren der jüngsten Ereignisse, durch ein Land, das sich selbst fremd geworden zu sein scheint. Und überall hat sie mit Menschen, gleich welcher Zugehörigkeit gesprochen – Menschen, die zwischen Angst und Hoffnung wieder an eine Zukunft glauben wollen.

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