Teil der Reihe: Bibliothek Suhrkamp (Band 1549)

Die leeren Schränke

Das Debüt der Nobelpreisträgerin – erstmals auf Deutsch
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Inhaltsangabe

An einem Sonntag im Jahr 1961 sitzt die zwanzigjährige Literaturstudentin Denise Lesur in ihrem Zimmer und wartet – dass ihr Körper die Abtreibung vollzieht, die eine Engelmacherin im Verborgenen eingeleitet hat. Der gebildete, bourgeoise, selbstgewisse Marc hat Denise auf die Nachricht der Schwangerschaft hin direkt verlassen. Und das Milieu, das er verkörpert, hätte sich auch nie ganz in ihrem Körper beheimaten können. Während sie also wartet, denkt sie über ihre Kindheit und Jugend nach: Zerrissen zwischen dem Elternhaus – obgleich stolze Épicerie-Besitzer sind ihre Eltern den bescheidenen, ländlichen Verhältnissen der Herkunft nie wirklich entronnen – und den Mitschülerinnen jener besseren Schulen, auf die ihre guten Leistungen sie befördert hatten, fühlt sich Denise von beiden Seiten stets abgestoßen.

Vulgär und wütend, voller Ablehnung gegen die bürgerlichen Angepasstheiten – Annie Ernaux umkreist in Die leeren Schränke ein frühes einschneidendes Ereignis, das ihr gesamtes Leben prägen wird. Und erfindet dafür eine völlig neuartige, aufwühlende literarische Form.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 26.09.2023
  • Autor/Autorin: Annie Ernaux
  • Übersetzung: Sonja Finck (aus dem Französischen)
  • Reihe: Bibliothek Suhrkamp, Teil 1549
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/145/21 mm
  • Seitenanzahl: 218
  • ISBN: 9783518225493
Darum lohnt sich dieses Buch

Annie Ernaux' Debüt: erstmals auf Deutsch!

Pressestimmen
»Ernaux zu lesen bedeutet daher vor allem auch, der Entwicklung ihrer sprachlichen Elixiere zu folgen. Das ihres Debüts Die leeren Schränke ist wild, heiß und von stark berauschender Wirkung.«
Bettina Hartz, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 7. Januar 2024
»Ein Schlüsseltext für das Gesamtwerk.«
Carsten Otte, SWR-Bestenliste, 3. Dezember 2023
»Ein Schlüsselwerk für das Verständnis der inzwischen weltberühmten französischen Schriftstellerin.«
Irmtraud Gutschke, neues deutschland, 23. November 2023
»Sie [Ernaux] schreibt nicht elegant, sondern unmittelbar wahrhaftig – das können nur wenige. Ihre Übersetzerin Sonja Finck bringt das Kunstwerk wie schon die anderen Ernaux-Übersetzungen in ein kongeniales Deutsch.«
Harald Loch, Aachener Zeitung, 27. Oktober 2023
»[Ernaux'] vielleicht radikalstes Werk.«
Hanna Engelmeier, Süddeutsche Zeitung, 5. Oktober 2023
»Ein Schlüsselroman für das Verständnis von Annie Ernaux’ Werk, hart, aber absolut lesenswert.«
Susanne von Schenck, SWR2 lesenswert Magazin, 24. September 2023
»Man geht nicht unversehrt aus diesem herben, luziden, pulsierenden und verzweifelten Roman hervor ...«
Le Monde des Livres
»Ein Donnerschlag von einem Buch!«
France 24
»Dieser lebhafte, raue, vehemente innere Monolog entfaltet die poetischen und schmutzigen Bilder einer Kindheit, einer Jugend, die in einer Entwurzelung münden.«
Le Figaro
»Atemberaubend gut.«
Sebastian Meißner, soundsandbooks.com
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

Weitere Bücher von Annie Ernaux

Auf den Bildern

€25,00

Annie Ernaux und Marc Marie begeben sich mit Bildern und Texten auf die Suche nach dem – tröstlich wandelbaren – Wesen ihrer Intimität

Sie sind entfernte Bekannte, und eines Abends gehen sie aus, er frisch getrennt, ihr steht eine Brustkrebs-OP bevor. Sie verbringen die Nacht miteinander, beginnen eine Affäre. Die Erkrankung verändert sie spürbar, aber das Begehren setzt sich mit einer Hartnäckigkeit durch, die sie beide überrascht. Morgens ist sie regelmäßig fasziniert vom Anblick der herumliegenden Kleidung, die sie sich am Vorabend vom Körper gerissen haben. Sie fängt an, diese Szenen zu fotografieren, wie Tatorte: seine Schnürstiefel, ihre Pumps, schwarze Unterwäsche – Stillleben nach dem Sex, Kompositionen aus Zufall und Leidenschaft.

Auf den Bildern enthält 14 dieser Fotografien, und Annie Ernaux und Marc Marie schreiben im Wechsel über ihre so dokumentierten Begegnungen, über Erinnerung und Wahrnehmung, über weibliche und männliche Körper, über Zeit und den Schmerz der Vergänglichkeit.

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