Die Besessenheit

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Inhaltsangabe

Sie hat keine großen Gefühle mehr für ihn und trennt sich. Doch als er Monate später von einer anderen spricht, ist sie völlig aus der Bahn geworfen. Jetzt leidet sie, fühlt sich verschmäht, zurückgewiesen. Vor allem aber treibt die Frau sie um, die ihren Platz eingenommen hat – ist sie schöner, ist der Sex mit ihr besser? Diese Fremde wird zu einer Obsession, einer Art Wahn, einem ständigen Albtraum, aus dem es womöglich kein Erwachen mehr gibt.

In klaren, fast klinischen Sätzen schreibt Annie Ernaux über die perfide Wucht von Eifersucht, über drohende Selbstauflösung und den aberwitzigen Versuch, in eigener Sache Gewissheit zu erlangen.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 16.12.2026
  • Autor/Autorin: Annie Ernaux
  • Übersetzung: Sonja Finck (aus dem Französischen)
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 67
  • ISBN: 9783518475829
Pressestimmen
»Annie Ernaux wäre nicht die Grande Dame der Autofiktion, wenn es ihr nicht gelänge, selbst die abgründige Profanität der Eifersucht so zu beleuchten, dass man ihr gern folgt ...«
Ann-Kristin Tlusty, DIE ZEIT, 29. November 2025
»In ihrem schmalen, sehr komprimierten Buch ... schreibt [Ernaux] skrupulös, detailversessen und scharfsinnig an einer Phänomenologie emotionaler Vergiftung.«
Frank Schäfer, junge Welt, 15. Oktober 2025
»Was Annie Ernaux wunderbar versteht, sie zeigt an sehr persönlichem Erleben, wie viel Privates im Allgemeinen steckt und umgekehrt. Und wie schnörkellos schlicht gute (auch unterhaltsame) Literatur sein kann.«
Michael Hirz, Kölner-Stadtanzeiger, 9. Oktober 2025
»[Es] gelingt Ernaux, alle Facetten des von ihr durchlebten Zustandes [der Besessenheit] sprachlich zu fassen, in ihrem knappen, präzisen und zugleich unsentimentalen Stil. ... Mit dieser einzigartigen Verschränkung von Leben und Kunst hat Annie Ernaux das Genre der autofiktionalen Literatur ganz neu belebt.«
Valerie Bäuerlein, Berliner Morgenpost, 15. September 2025
»Die französische Nobelpreisträgerin zerlegt in diesem schmalen, autofiktionalen Werk mit klinischer Präzision ein archaisches, übermächtiges Gefühl, das am Ende zur Selbstentfremdung, ja zur Selbstaufgabe führt.«
news.at, 3. September 2025
»Ernaux bietet ein beeindruckendes Panorama an Gedanken und Gefühlen, vom rasenden Wahnsinn über die Mordlust zu Überlegungen erotischer Natur, bewahrt dabei aber einen selbstironischen Humor, sodass dieses kurze Buch die Leser lange beschäftigt.«
Nils Minkmar, Süddeutsche Zeitung, 1. September 2025
»Wie immer zeigt Ernaux kein Erbarmen und richtet den Blick gnadenlos auf sich selbst.«
Birgit Schmid, NZZ, 1. September 2025
»Ernaux hat aus dem eigenen Leben Literatur gemacht, die bleibt – weil sie von uns allen erzählt.«
Sabine Glaubitz, Westdeutsche Zeitung, 1. September 2025
»Ernaux macht den Schmerz, der sich vor allem in ihrer Innenwelt abspielt, gekonnt spürbar.«
Radio Bremen Zwei, 26. August 2025
»Ein Buch von großer Klarheit und bedrückender sprachlicher Schönheit.«
Frank Dietschreit, Rheinische Post, 25. August 2025
»In diesem starken Text über die Eifersucht, der die Leserin körperlich mitleiden lässt und sich bis in Stalking- und Gewaltfantasien steigert, öffnet Ernaux wie nebenbei die größere Dimension dieses Gefühls: Schreiben ist im Prinzip nichts anderes als eine Eifersucht auf die Wirklichkeit.«
Tilla Fuchs, 22. August 2025
»Sonja Finck hat Annie Ernaux' klare Sprache grandios treffend ins Deutsche übersetzt. Die Besessenheit ist die literarisch enorm dichte Selbsterkundung einer Frau, die mit großer Empathie, aber rückblickend auch selbstironisch auf ihr früheres Ich schaut. Und dabei Grundsätzliches nicht nur über die Eifersucht, sondern über große Gefühle allgemein und über das Schreiben formuliert.«
Dina Netz, SWR, 16. August 2025
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Auf den Bildern

€25,00

Annie Ernaux und Marc Marie begeben sich mit Bildern und Texten auf die Suche nach dem – tröstlich wandelbaren – Wesen ihrer Intimität

Sie sind entfernte Bekannte, und eines Abends gehen sie aus, er frisch getrennt, ihr steht eine Brustkrebs-OP bevor. Sie verbringen die Nacht miteinander, beginnen eine Affäre. Die Erkrankung verändert sie spürbar, aber das Begehren setzt sich mit einer Hartnäckigkeit durch, die sie beide überrascht. Morgens ist sie regelmäßig fasziniert vom Anblick der herumliegenden Kleidung, die sie sich am Vorabend vom Körper gerissen haben. Sie fängt an, diese Szenen zu fotografieren, wie Tatorte: seine Schnürstiefel, ihre Pumps, schwarze Unterwäsche – Stillleben nach dem Sex, Kompositionen aus Zufall und Leidenschaft.

Auf den Bildern enthält 14 dieser Fotografien, und Annie Ernaux und Marc Marie schreiben im Wechsel über ihre so dokumentierten Begegnungen, über Erinnerung und Wahrnehmung, über weibliche und männliche Körper, über Zeit und den Schmerz der Vergänglichkeit.

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