Das Ereignis

Nobelpreis für Literatur 2022 | Wie ist es, wenn man als Frau abtreiben will und es nicht darf?
Angebot€11,00
Sofort lieferbar
Versandbereit. Lieferung: Sa, 24.10. – Mo, 26.10.

✓Versandkostenfrei · 14 Tage Widerrufsrecht
✓Sicher bezahlen – auch auf Rechnung mit Klarna
PayPal Klarna Visa Mastercard Maestro Apple Pay Google Pay
Inhaltsangabe

Nobelpreis für Literatur 2022

Oktober 1963: Die 23-jährige Annie entdeckt, dass sie schwanger ist. Die Studentin aus bescheidenen Verhältnissen weiß: Wenn sie ein uneheliches Kind zur Welt bringt, wird sie alles verlieren. Das hart erkämpfte Universitätsstudium, die Hoffnung, dem engen, prekären Milieu der Eltern zu entkommen. Sie ist entschlossen, die Schwangerschaft zu beenden, aber im Frankreich der 1960er Jahre ist Abtreiben illegal, und so beginnt für die junge Frau ein Spießrutenlauf, der sie von der Praxis eines überheblichen Arztes ins Hinterzimmer einer zweifelhaften Engelmacherin führt und schließlich in der Notaufnahme endet. Voller Scham versucht Annie, die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen, und begegnet dabei überall erschreckender Gleichgültigkeit.

Wie ist es, wenn man als Frau abtreiben will und es nicht darf? Mit schonungsloser Offenheit erzählt Annie Ernaux von ihrem eigenen Schwangerschaftsabbruch. Und von den Demütigungen, Verletzungen und Stigmatisierungen, die sie dabei erleiden musste – und die bis heute nachhallen.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 12.10.2022
  • Autor/Autorin: Annie Ernaux
  • Übersetzung: Sonja Finck (aus dem Französischen)
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 3
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 190/118/10 mm
  • Seitenanzahl: 103
  • ISBN: 9783518472750
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Nobelpreis für Literatur 2022
  • Goldener Löwe in Venedig 2021 für die Verfilmung von Das Ereignis durch Audrey Diwan
  • Vielfach ausgezeichnete Autorin, u. a. mit dem Prix de Académie de Berlin 2019, Prix Formentor 2019, Premio Strega Europeo 2016, Prix Renaudot
Pressestimmen
»Ein wirklich gelungener Einblick in die Gefühlswelt einer jungen Frau und ein wichtiges Plädoyer für einen offenen Umgang mit Abtreibungen in der heutigen Zeit.«
Karina Hein, Rezensöhnchen, 27. April 2023
»In ihren schmalen Büchern steckt eine ganze Welt. Es ist eine oft brutale Welt. Ernaux’ Reflexionen rütteln auf, und sie machen zornig. Sie bedeuten auch: Es darf nicht so bleiben. Das Erreichte muss verteidigt, das Mangelhafte beseitigt werden.«
Mira Landwehr, neues deutschland, 16. Dezember 2021
»Annie Ernaux zu lesen, ist eine schier körperliche Erfahrung. ... Mikroskopisch verdichtet [sie] ihre persönlichen Erinnerungen zu einer kollektiven weiblichen Unrechtserfahrung.«
Timo Posselt, NZZ am Sonntag, 28. November 2021
»Das Ereignis ist eine Kampfansage an Geschlechterklischees.«
Meike Fessmann, Süddeutsche Zeitung, 19. Oktober 2021
»Annie Ernaux’ Stil ist nüchtern, und sie erzählt so präzise, wie es ihre eigenen Erinnerungen erlauben, denen sie mit aller Kraft nachspürt. ... Das Ereignis ist bereits vor zwanzig Jahren in Frankreich erschienen, doch die Geschichte hat nichts an Aktualität und Brisanz eingebüßt, im Gegenteil.«
Melanie Mühl, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Oktober 2021
»Ein weiteres kleines, großes Werk der 81-jährigen Schriftstellerin.«
Elke Schmitter, DER SPIEGEL, 15. Oktober 2021
»Auch wenn Das Ereignis in den 1960er Jahren angesiedelt ist, wird es doch angesichts aktueller Diskussionen zur Abtreibung wie derzeit im US-Bundesstaat Texas plötzlich wieder aktuell. ... Sonja Finck hat auch dieses buch der Autorin wieder hervorragend aus dem Französischen übersetzt.«
Susanne Schenck, SR Literatur, 29. September 2021
»Das Erstaunliche an diesem Buch: Trotz des lakonischen Stils, der sich jede Art von Empathie und Mitleid versagt, trifft es mit Wucht.«
Edelgard Abenstein, Deutschlandfunk Kultur, 17. September 2021
»Die Eindringlichkeit, die Annie Ernaux mit ihrer Kunst der Kondensierung erreicht, findet sich auch in der hervorragenden Übersetzung von Sonja Finck wieder.«
Franziska Wolffheim, Der Tagesspiegel, 13. September 2021
»... ein beeindruckendes Manifest einer Frau zwischen Körper und Geist.«
Kathrin Witter, Die literarische Welt, 12. September 2021
»Die große Kunst von Annie Ernaux besteht darin, dass sie durch die Intensität ihrer Darstellung auch uns ähnliche Zeitreisen ins eigene Leben ermöglicht.«
Barbara Machui, Der Standard, 12. September 2021
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

Weitere Bücher von Annie Ernaux

Auf den Bildern

€25,00

Annie Ernaux und Marc Marie begeben sich mit Bildern und Texten auf die Suche nach dem – tröstlich wandelbaren – Wesen ihrer Intimität

Sie sind entfernte Bekannte, und eines Abends gehen sie aus, er frisch getrennt, ihr steht eine Brustkrebs-OP bevor. Sie verbringen die Nacht miteinander, beginnen eine Affäre. Die Erkrankung verändert sie spürbar, aber das Begehren setzt sich mit einer Hartnäckigkeit durch, die sie beide überrascht. Morgens ist sie regelmäßig fasziniert vom Anblick der herumliegenden Kleidung, die sie sich am Vorabend vom Körper gerissen haben. Sie fängt an, diese Szenen zu fotografieren, wie Tatorte: seine Schnürstiefel, ihre Pumps, schwarze Unterwäsche – Stillleben nach dem Sex, Kompositionen aus Zufall und Leidenschaft.

Auf den Bildern enthält 14 dieser Fotografien, und Annie Ernaux und Marc Marie schreiben im Wechsel über ihre so dokumentierten Begegnungen, über Erinnerung und Wahrnehmung, über weibliche und männliche Körper, über Zeit und den Schmerz der Vergänglichkeit.

Zum Buch
1 / 10