Teil der Reihe: edition suhrkamp

Der Fürst und seine Erben

Über große Männer im Zeitalter der gewöhnlichen Leute
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Inhaltsangabe

Alexander habe Achill nachgeahmt und Caesar den Alexander – doch wen haben sich die starken Männer der Gegenwart zum Vorbild genommen? Caligula, Napoleon III., Mao? »Be careful what you wish for«, so ein englisches Sprichwort: Vielleicht hätten die Heutigen vorsichtiger sein sollen, als sie sich in den postpolitischen Jahren Staats- und Regierungschefs mit mehr Charisma wünschten.

»I am the chosen one«, wusste Donald Trump 2019 über sich zu berichten. Seit Wiederamtsantritt lebt er die Madman-Theorie aus, die ein moderner Machiavelli erdacht haben könnte: Wer als unkalkulierbar gilt, macht die besten Deals. Auf der anderen Seite der Erdkugel sammelt der »Überragende Führer« Xi Zar Putin und Narendra Modi um sich, der einem Vorbild die höchste Statue der Welt errichten ließ.

Ein Fürst, der sich behaupten wolle, statuierte Machiavelli, müsse lernen, nicht gut zu sein. Diese Lektion haben die neuen Autokraten gelernt. Peter Sloterdijk schwingt sich nicht zu ihrem Berater auf, sondern erweist sich als so kühler wie hellsichtiger Analytiker des neuen Typs Fürst. In ihm reaktualisiert sich für Sloterdijk die Frage, ob die moderne Welt über die im Königtum gefundene Lösung für die Verkörperung der Macht in Einzelpersonen hinausgekommen sei.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 24.03.2026
  • Autor/Autorin: Peter Sloterdijk
  • Reihe: edition suhrkamp
  • Einband: Paperback
  • Auflage: 3. Originalausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 204/124/14 mm
  • Seitenanzahl: 189
  • ISBN: 9783518001363
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Über Putin, Trump, Modi und Xi
  • Ein dunkel funkelnder Essay
  • 500. Todestag von Niccolò Machiavelli
  • Leben wir in einem Zeitalter der verrückten Könige?
Pressestimmen
»Sloterdijks Studie ist eine ... überaus lohnende Lektüre; ein kluger Kommentar über die Entstehung und die Metamorphosen von Herrschaft und ein Lehrstück über gefährdete Demokratien mit all ihren Widersprüchen ...«
Alexander Heinrich, Das Parlament, 11. Juli 2026
»Sein Buch ist sehr anregend, weil es eben kein trockenes Traktat ist und kein Lehrbuch, sondern ein anspielungsreicher, gelegentlich funkelnder Text – ein Essay, wenn wir darunter einen Versuch verstehen, der uns nicht mit Gewissheiten zudröhnt, sondern Fragen stellt.«
Stefan Diebitz, KulturPort.de, 24. Juni 2026
»Die Grundthese seines Buches [ist] anregend, gerade in Zeiten, in denen sich breite Teile der nicht-radikal rechten Öffentlichkeit liebend gern auf den Staat berufen und sein Wohl und seinen Erfolg zu ihrem eigenen Anliegen gemacht haben.«
Nils Schniederjann, Deutschlandfunk, 22. Juni 2026
»Peter Sloterdijk hat ein spannendes Buch über die Fragilität der Demokratie geschrieben.«
Julian Theilen, DIE WELT, 3. Juni 2026
»Peter Sloterdijks Stil verströmt Exzellenz, Eleganz, Gelassenheit. Seit 45 Jahren inspiriert mich dieser Autor. Ihn zu lesen bereichert.«
Günther Doliwa, literaturkritik.de, 15. Mai 2026
»Sloterdijks Analyse ist ein großer Erkenntnisgewinn zu den ›Fürsten‹ unserer Zeit und darüber hinaus.«
Jan Opielka, Berliner Zeitung, 28. April 2026
»[M]an liest [Sloterdijks] Essay mit Gewinn. Der Fürst und seine Erben entwirft ein so inspirierendes wie nachdenkliches Szenario: Wie zukunftsfähig ist eine Regierungsform, an deren Spitze ein einzelner königsgleich thront? Und wie souverän ist ein Volk, das sich mit der Wahl des Autorkaten selbst abmeldet?«
Guido Kalberer, Neue Zürcher Zeitung, 14. April 2026
»[Es lohnt sich,] sich durchzuarbeiten durch die von tiefer klassischer Bildung zeugenden Gedankenwege von Sloterdijk. Zumal sie dazu beitragen, dass sich so mancher Nebel, der die Sicht auf die Gegenwart verschleiert, auf erstaunliche Weise lichtet.«
Katja Gasser, ORF, 13. April 2026
»[S]o brillant wie maliziös ...«
Hans-Jürgen Jakobs, Handelsblatt, 29. März 2026
»[M]an liest Sloterdijks Buch ... mit großem Gewinn. Vor allem, weil er die Früchte seiner immensen Belesenheit in Formulierungen wie der ›verwilderten Souveränität‹ deftig-pointiert verschlagwortet.«
Georg Leisten, Südwest Presse, 25. März 2026
»Es ist ein Vergnügen, Sloterdijk zu lesen. Er ist ungemein belesen. Seine Assoziationen sind gewagt, oft voller Humor und Ironie.«
theophil, 25. März 2026
»Dafür lieben wir Sloterdijk.«
Marc Reichwein, WELT AM SONNTAG
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

Weitere Bücher von Peter Sloterdijk

Zeilen und Tage IV − Notizen 2017-2020

€38,00

Aus heutiger Sicht erweisen sich die Jahre 2017-2020 als Epochenumbruch, der die alte Welt aus den Angeln hob und eine neue Realität hervorbrachte – eine Zeitenwende vor der Zeitenwende.

In seinen Notizbüchern, in die er seit Jahrzehnten jeden Morgen Überlegungen, Episoden und Kommentare zur Gegenwart niederschreibt, begleitet Peter Sloterdijk diese »große Umstimmung« von der ersten Amtseinführung Donald Trumps bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie – mal distanziert, mal mitten im Geschehen.

Skeptisch und heiter, schonungslos und weltbejahend taxiert er die Umwälzung etablierter politischer Ordnungen, die neue Faszination für große Staatslenker wie Trump und Macron, betrachtet die Abendstimmung der letzten Merkel-Jahre und die Kraftlosigkeit des Alten Europa. Ob bei einem Festakt zum Reformationsjubiläum, vor einer Versammlung von Anti-Aging-Gynäkologen oder bei der konzentrierten Lektüre, Sloterdijk navigiert durch die medialen Erregungsstürme und lässt die Umrisse eines größeren Zusammenhangs aufscheinen, die für jede Künstliche Intelligenz noch lange außer Sichtweite sein werden. Ein großes Geschenk für alle Mitdenkenden: das Notizbuch als Goldstaubfilter.

Dieses Buch ist Teil der Serie Datierte Notizen.
Seit Anfang der siebziger Jahre hält Peter Sloterdijk jeden Morgen Gedanken, Erlebnisse und Kommentare zum Zeitgeschehen fest. In dieser Reihe veröffentlicht der berühmte Philosoph ausgewählte Einträge aus seinen datierten Notizen.

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