Den Himmel zum Sprechen bringen

Über Theopoesie
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Inhaltsangabe

Für gewöhnlich wird über Religion unter theologischen, historischen oder politischen Gesichtspunkten nachgedacht. Darüber gerät in Vergessenheit, dass Götter den Gläubigen stets vermittelt begegnen – in Texten oder durch Medien. Dichter legen ihnen Metaphern in den Mund; Priester inszenieren effektvoll Rituale; Konfessionen werden auch über ästhetische Verfahren konstituiert. Religionen sind immer auch literarische Produkte, mit deren Hilfe die Autoren um Klienten auf dem engen Markt der Aufmerksamkeit konkurrieren.

In Die Götter zum Sprechen bringen entwirft Peter Sloterdijk eine Ästhetik des Theologischen: Theopoetik. In der Gegenwart, so das Fazit von Sloterdijks Gang durch drei Jahrtausende Theologiegeschichte, ist die Religion zu ihrer nicht weiter reduzierbaren Funktion befreit: der Auslegung der Existenz in ihrer Singularität und Verwobenheit mit anderen Singularitäten.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 13.04.2022
  • Autor/Autorin: Peter Sloterdijk
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 190/118/30 mm
  • Seitenanzahl: 352
  • ISBN: 9783518472392
Darum lohnt sich dieses Buch

Bestseller in FOCUS, stern und Börsenblatt

Pressestimmen
»Ein hochintellektuelles Florettfechten, das für das Religiöse durchaus eine Lanze bricht, aber offen lässt, inwiefern Religion über das Poetische hinaus auch eine politische Aufgabe hat, etwa zur Verteidigung der Würde des Menschen.«
Stefan Seidel, Der Sonntag, Sachsen, 29. Mai 2022
»Eine wahre Fundgrube geistreicher Assoziationen und Gleichnisse!«
Ingeborg Szöllösi, WEGE – Das Magazin zum Leben, 15. März 2021
»Was den Band so spannend und lesenswert macht, ist, wie souverän und quellensatt der Philosoph [die Religion] aus der kulturgeschichtlichen Evolution herleitet.«
Ingo Arend, taz. die tageszeitung, 12. Januar 2021
»Peter Sloterdijk bietet in diesem Buch einen neuen Blick.«
Martin Geisz, philosophie-lernende, 12. Januar 2021
»Sich auch ästhetisch einen Reim auf Religion zu machen, dafür ist Sloterdijk ein geeigneter Autor, kann er doch virtuos zwischen Kunst und Philosophie vermitteln.«
Johann Hinrich Claussen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Dezember 2020
»[Peter Sloterdijk] weiss überwältigend viel und durchwirkt dieses Wissen mit seinem hellen, nie vom Status quo verengten Urteilsvermögen.«
Daniel Kehlmann, Neue Zürcher Zeitung, 18. Dezember 2020
»[E]in großer Essay über das Sprechen von Gott und an Gott in der Literatur. Ein inspirierendes und streitbares Buch.«
Michael Braun, Kölner Stadt-Anzeiger, 2. Dezember 2020
»... eine große Paraphrase der Theologiegeschichte, verknüpft mit allgemeiner Gesellschaftstheorie, und so sprunghaft das zugeht, so sehr entzündet sich an immensen Lektüren wieder das essayistische und aphoristische Genie dieses Autors.«
Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung, 24. November 2020
»Formen und Strategien religiösen Sprechens interessieren [Sloterdijk]. Seine Theopoetik nimmt die Erzähl- und Bildwelten der Religionen dieser Welt beim Wort. Damit folgt er nicht nur dem religionskritischen Leitmotiv ... sondern fügt es auch mit staunenswertem Detailwissen in dessen theoretische Anlage ein.«
Gregor Maria Hoff, DIE ZEIT, 5. November 2020
»Den Himmel zum Sprechen bringen, dieses aufwühlende Buch sollte man nicht verpassen.«
Stephan Sattler, FOCUS, 20. Oktober 2020
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Zeilen und Tage IV − Notizen 2017-2020

€38,00

Aus heutiger Sicht erweisen sich die Jahre 2017-2020 als Epochenumbruch, der die alte Welt aus den Angeln hob und eine neue Realität hervorbrachte – eine Zeitenwende vor der Zeitenwende.

In seinen Notizbüchern, in die er seit Jahrzehnten jeden Morgen Überlegungen, Episoden und Kommentare zur Gegenwart niederschreibt, begleitet Peter Sloterdijk diese »große Umstimmung« von der ersten Amtseinführung Donald Trumps bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie – mal distanziert, mal mitten im Geschehen.

Skeptisch und heiter, schonungslos und weltbejahend taxiert er die Umwälzung etablierter politischer Ordnungen, die neue Faszination für große Staatslenker wie Trump und Macron, betrachtet die Abendstimmung der letzten Merkel-Jahre und die Kraftlosigkeit des Alten Europa. Ob bei einem Festakt zum Reformationsjubiläum, vor einer Versammlung von Anti-Aging-Gynäkologen oder bei der konzentrierten Lektüre, Sloterdijk navigiert durch die medialen Erregungsstürme und lässt die Umrisse eines größeren Zusammenhangs aufscheinen, die für jede Künstliche Intelligenz noch lange außer Sichtweite sein werden. Ein großes Geschenk für alle Mitdenkenden: das Notizbuch als Goldstaubfilter.

Dieses Buch ist Teil der Serie Datierte Notizen.
Seit Anfang der siebziger Jahre hält Peter Sloterdijk jeden Morgen Gedanken, Erlebnisse und Kommentare zum Zeitgeschehen fest. In dieser Reihe veröffentlicht der berühmte Philosoph ausgewählte Einträge aus seinen datierten Notizen.

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