Das Schelling-Projekt

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Inhaltsangabe

Peter Sloterdijk erkundet auch in diesem Roman – in Form und Inhalt – das Unzeitgemäße und damit das Erhellende und Überraschende. Auf dem munteren Weg dorthin greift unausweichlich eine erotische Geschichte in die nächste über: Ironie und Direktheit gehen bei dem philosophierenden Schriftsteller und literarischen Philosophen Peter Sloterdijk eine Liaison ein.
Eine in die Jahre gekommene Fünferbande, drei Männer, zwei Frauen, stellt bei einer Bonner Institution den Antrag auf Förderung des Projekts »Zwischen Biologie und Humanwissenschaften: Zum Problem der Entfaltung luxurierender weiblicher Sexualität auf dem Weg von den Hominiden-Weibchen zu den Homo-sapiens-Frauen aus evolutionstheoretischer Sicht mit ständiger Rücksicht auf die Naturphilosophie des Deutschen Idealismus«. Peter Sloterdijk skizziert das Unternehmen in Form eines klassischen Briefes, worauf die Mitstreiter per E-Mail antworten und auf diese Weise einen regen Austausch untereinander von mehr oder weniger intimen Überzeugungen und Geständnissen in Gang setzen. Man begegnet sich persönlich nur kurz in Bonn und Karlsruhe nach dem erwartbaren Ablehnungsbescheid, und dabei kommt es zu unerwarteten Gemengelagen.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 17.01.2018
  • Autor/Autorin: Peter Sloterdijk
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 191/119/20 mm
  • Seitenanzahl: 248
  • ISBN: 9783518468364
Pressestimmen
»Sein witzigstes Buch seit Menschengedenken.«
Ronald Pohl, Der Standard, Wien, 18. November 2016
»... eine hinreißende, sehr witzige und hintergründige Satire über den Forschungssbetrieb ...«
Thomas Kliemann, General-Anzeiger Bonn, 13. Oktober 2016
»Der Karlsruher Meisterdenker präsentiert sich selbstironisch und bescheiden, bubenhaft übermütig und altersweise wie nie.«
Martin Halter, Badische Zeitung, 8. Oktober 2016
»... eine lustig-lukrative Lektüre«
Arno Orzessek, Deutschlandfunk Kultur, 14. September 2016
»Die Erörterungen zum weiblichen Orgasmus setzen nun eine Bilderflut sondergleichen, einen Tsunami fantastisch ausgreifender Assoziationen und Metaphern, so geistreich-gebildeter wie unverschämter Extemporationen frei.«
Markus Schwering, Berliner Zeitung, 10. September 2016
»Das Schelling-Projekt ist ein unterhaltsam zu lesender Beitrag zur Evolutionsgeschichte, in dem Sloterdijk in gewohnt assoziativer Manier sein philosophisches Stammpotenzial zitiert: Hegel, Fichte, Schopenhauer, Wittgenstein, Nietzsche und hier besonders Friedrich Schelling ...«
Res Strehle, Der Bund, 9. September 2016
»Wenn der Denker bei seinem Kerngeschäft bleibt, resultieren durchaus faszinierende Ausführungen gerade über Schelling und die Naturphilosophie des Deutschen Idealismus.«
Julian Schütt, SRF, 7. September 2016
»Dieser Roman gehört wohl zum Lockersten, Vergnüglichsten, was Sloterdijk je geschrieben hat.«
Eberhard Geisler, taz. die tageszeitung, 3. September 2016
»Mann kann das Schelling-Projekt als typischen Sloterdijk lesen: als Aneinanderreihung brillant formulierter, aphoristisch zugespitzter Erkenntnis-Perlen, die aus dem Autor bekanntlich allzeit mühelos heraussprudeln. ... Frau kann ihn als scharfsichtigen zeitkritischen Roman lesen, der garantiert nicht durch die Brille der politischen Korrektheit verzerrte Analysen zur Gender-Debatte ebenso wie zur Kulturpolitik enthält.«
Jutta Heinz, der blaue reiter (Journal für Philosophie)
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Zeilen und Tage IV − Notizen 2017-2020

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Aus heutiger Sicht erweisen sich die Jahre 2017-2020 als Epochenumbruch, der die alte Welt aus den Angeln hob und eine neue Realität hervorbrachte – eine Zeitenwende vor der Zeitenwende.

In seinen Notizbüchern, in die er seit Jahrzehnten jeden Morgen Überlegungen, Episoden und Kommentare zur Gegenwart niederschreibt, begleitet Peter Sloterdijk diese »große Umstimmung« von der ersten Amtseinführung Donald Trumps bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie – mal distanziert, mal mitten im Geschehen.

Skeptisch und heiter, schonungslos und weltbejahend taxiert er die Umwälzung etablierter politischer Ordnungen, die neue Faszination für große Staatslenker wie Trump und Macron, betrachtet die Abendstimmung der letzten Merkel-Jahre und die Kraftlosigkeit des Alten Europa. Ob bei einem Festakt zum Reformationsjubiläum, vor einer Versammlung von Anti-Aging-Gynäkologen oder bei der konzentrierten Lektüre, Sloterdijk navigiert durch die medialen Erregungsstürme und lässt die Umrisse eines größeren Zusammenhangs aufscheinen, die für jede Künstliche Intelligenz noch lange außer Sichtweite sein werden. Ein großes Geschenk für alle Mitdenkenden: das Notizbuch als Goldstaubfilter.

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