Das demokratische Zeitalter

Eine politische Ideengeschichte Europas im 20. Jahrhundert
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Inhaltsangabe
»Das demokratische Zeitalter« ist die erste umfassende Studie des politischen Denkens in Europa, die seit dem Ende des Kalten Krieges erschienen ist und den ganzen Kontinent in den Blick nimmt. Sie setzt 1918 ein und reicht bis zum Zusammenbruch der kommunistischen bzw. realsozialistischen Staaten Osteuropas Ende der 1980er Jahre. In einer meisterhaften Mischung aus Geistes- und Kulturgeschichte, angereichert durch eine Fülle von höchst lebendigen biografischen Skizzen einflussreicher, heute zum Teil vergessener Denker aller Couleur, zeichnet Jan-Werner Müller nach, welche politischen Ideen und Köpfe das Zeitalter der ideologischen Extreme bis 1945 geformt und welche das Schicksal Europas danach maßgeblich bestimmt haben. Max Weber wird ebenso behandelt wie die Vordenker des Faschismus, die Frankfurter Schule und »1968« ebenso wie neokonservative Denkfabriken, etwa die Mont Pelerin Society. Dass sich die Christdemokratie als die prägende politische Strömung in Westeuropa nach dem Zweiten Weltkrieg erweist, gehört zu den spannendsten Erträgen dieses Buches, das mehr bietet als eine fulminante Ideengeschichte Europas im Zeitalter der Ideologien: Es liefert auch die Vorgeschichte des heute vieldiskutierten postdemokratischen Status quo, ohne die sich dieser nicht verstehen lässt. - Mit zahlreichen Abbildungen
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 23.01.2013
  • Autor/Autorin: Jan-Werner Müller
  • Übersetzung: Michael Adrian (aus dem Englischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 205/132/34 mm
  • Seitenanzahl: 509
  • ISBN: 9783518585856
Pressestimmen
»Müllers Überblick über die politische Ideengeschichte Europas im 20. Jahrhundert behandelt eine schier unerschöpfliche Bandbreite an Intellektuellen, Ideologien und politischen Theorien. ... Ihm gelingt es dabei in seiner klar strukturierten, von stupendem Wissen geprägten und zugleich lesbaren intellektuellen tour de force, komplizierte intellektuelle Zusammenhänge verständlich zu machen und gedanklich zusammenzufassen.«
Jasper M. Trautsch, Archiv für Sozialgeschichte, 14. April 2014
»Sein [Jan-Werner Müllers] lesenswertes Buch lässt kaum eine Frage offen.«
Fluter, 17. Oktober 2013
»In einem Mix aus Geistes- und Kulturgeschichte, bei dem der Autor viele einflussreiche Denker aller Couleur zu Wort kommen lässt, versucht er den ›politischen Ideenüberhau‹ vom Zeitalter der ideologischen Extreme bis 1945 und nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Siegeszug der Nachkriegsinnovationen ... dem Leser eindringlich näherzubringen.«
Wolfgang Taus, Wiener Zeitung, 2. Juli 2013
»Jan-Werner Müller zeigt eindrucksvoll und plastisch, dass der Weg Europas kein geradliniger war und dass man sich an zahlreichen Abzweigungen gründIich verlaufen konnte. Auf Müllers grandioser geistiger Tour durch Europa wird deutlich, wie in dem ganzen Wirrwarr aus Ideologien, Gedanken und Träumen eine politische Richtung zu einer ebenso beständigen wie bestimmenden Größe heranwuchs.«
Berthold Merkle, Südwest Presse online, 16. April 2013
»Müller ist mit seinem Werk ein grandioser Wurf geglückt, auch weil es ihm gelingt, das Buch in der Gegenwart zu verankern.«
Rainer Kühn, Deutschlandfunk, 11. Februar 2013
»Dass so viele Theoretiker genannt werden, hat nichts mit ›name-dropping‹ zu tun. Zudem werden auch nur einzelne Denker exemplarisch für ihre Denkschule ausgewählt und eingehender dargestellt - und das mit großer Souveränität. Da der Ideen-Geschichtler sehr anschaulich und verständlich zu schreiben vermag und mitunter auch witzige Bemerkungen einfließen lässt, macht die Lektüre: einfach Spaß.«
Marcus Heumann, Deutschlandfunk, 11. Februar 2013
»Es ist eine umfassende, eine große Studie.«
Steffen Kassel, suite101.de, 6. Februar 2013
»Müller stellt in seinem spannenden und gut lesbaren Buch, das mit einer Fülle von auch unterhaltsamen Details genauso glänzt, wie mit großen Zusammenhängen, Fukuyama die Demokratie entgegen, über deren Zukunft man keine sicheren Aussagen machen kann.«
Hans-Martin Schönherr-Mann, Zeitschrift für Politik
»... ein beeindruckendes Panorama unterschiedlicher Demokratie-Vorstellungen ...«
Christian Thies, Politisches Denken
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Menschen gehen auf die Straße. Die Öffentlichkeit wird als Marktplatz der Ideen beschrieben. Parlamente aus Glas verheißen politische Transparenz: Im Sprechen über Politik greifen wir häufig auf Metaphern aus und Bezüge zu Architektur und Städtebau zurück. Und tatsächlich preisen »Starchitekten« ihre Entwürfe als Beiträge zum Gelingen der Demokratie an. Aber gibt es wirklich so etwas wie eine demokratische Architektur?

In seinem neuen Buch verknüpft Jan-Werner Müller auf brillante Weise die Geschichte von Städtebau und politischem Denken. Er reist in die Antike und betrachtet die Realität hinter oftmals idealisierten Orten wie der Agora oder dem Forum. Er untersucht kritisch das Symbol deutscher Demokratie, die viel gepriesene Reichstagskuppel in Berlin, er inspiziert Planstädte in der ägyptischen Wüste und Louis Kahns brutalistisches Parlamentsgebäude in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka. Am Ende dieser Tour d’Horizon stehen sieben Bausteine für das Denken über Demokratie und Architektur. Und die Einsicht, dass eine demokratische Architektur den Bürgerinnen und Bürgern immer wieder die Möglichkeit geben muss, sich gegenseitig aus überraschenden Blickwinkeln wahrzunehmen.

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